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In meinem Video über die ersten hilfreichen Babyprodukte, habe ich dir bereits unser Babyphone vorgestellt. Das haben wir selbst gekauft und im Nachhinein muss ich sagen, dass wir es noch heute benutzen und ich es ziemlich hilfreich finde.

Gehört ein Babyphone wirklich zur Baby-Erstausstattung?

Um dir bei deiner Entscheidung ein wenig zu helfen, erfährst du jetzt von mir die Vor- und Nachteile eines Babyphones. Für uns gehört es definitiv zur Baby-Erstausstattung und selbst bei Reisen, habe ich das Babyphone immer mit im Gepäck.

Für wen ist ein Babyphone ein absolutes Must-have?

In den ersten drei Babymonaten, als Arthur geboren war, habe ich gar kein Babyphone benutzt. Ich war meistens in seiner Nähe und falls nicht, konnte ich ihn immer hören. Schließlich war ich fast die ganze Zeit alleine mit ihm in der Wohnung, sodass meine Aufmerksamkeit ungeteilt ihm gehörte.

Ich würde sagen, dass du beim ersten Kind und einer relativ kleinen Wohnung, kein Babyphone benötigst. Es lohnt sich vor allem dann, wenn du ein Haus besitzt und nicht immer in direkter Nähe zu deinem Baby bist, es aber dennoch beobachten oder zumindest hören möchtest.

Die Reichweite

Wir haben uns für ein Modell von Philipps Avent entschieden. Unser Babyphone ist allerdings schon von 2016 und hat angeblich eine Reichweite von 150 Metern (vermutlich auf den Außenbereich bezogen). Uns trennen aber vom Wohnzimmer bis zum Schlafzimmer zwei Türen und vielleicht gerade einmal 10 Meter. Das allein reicht leider schon, um den Empfang hin und wieder absacken zu lassen.

Ich würde also bei einem zukünftigen Kauf unbedingt auf die Reichweite und Leistung des Babyphones achten. Denn das ist leider ein Kritikpunkt bei unserem Modell. Lies dir vorher also unbedingt die technischen Daten durch, bevor du dich für ein Babyphone entscheidest.

Ein Babyphone mit oder ohne Kamera?

Unser Modell hat eine Kamera. Das Bild ist tagsüber farbig und schaltet sich in der Nacht durch Infrarot auf ein Schwarz-Weiß-Bild um. Ich möchte die Bildübertragung keinesfalls missen! Denn mein Sohn steht normalerweise auf, ohne auch nur groß einen Ton von sich zu geben. Und durch die Kamera kann ich schnell bei ihm sein, sodass er gar nicht erst nach mir rufen muss.

Falls ich die Kamera mal nicht im Blick habe, hilft dann natürlich schon der Ton. 😉

Babymonitor-App vs. richtiges Babyphone

Achte vor dem Kauf deines Babyphones auf die Sicherheit. Kameras verleiten natürlich dazu gehackt zu werden. Daher ist eine sichere Verbindung das A und O, bestenfalls noch strahlungsfrei. Manche Apps, die durch eine Internet-Verbindung funktionieren, sind aus diesem Grund nicht sicher.

Zusatzfunktionen eines Babyphones

Viele Babyphones locken mit gefühlten hundert Zusatzfunktionen. Aber welche sind wirklich hilfreich und welche nicht?

Batteriebetrieb

Ich rate dir dazu, ein Babyphone zu kaufen, was du ebenso mit Batterien bzw. einem Akku benutzen kannst und das aufladbar ist. Das gilt sowohl für die Elterneinheit, als auch für die Kamera, die im Kinderzimmer bleibt.

Nachtlicht

Was ich ebenso hilfreich finde, ist ein Nachtlicht. Ich nutze das manchmal, damit es eine kleine Lichtquelle im Zimmer gibt. Unser Nachtlich beim Babyphone ist nicht zu grell und stört auch nicht den Schlaf unserer Kinder.

Schlafmusik

Auf die Musikfunktion kann ich aber getrost verzichten. Denn die Musik wird nicht nur im Kinderzimmer abgespielt, sondern ist auch bei der Elterneinheit hörbar. Und ja, das geht mir nach ein paar Minuten schon so ziemlich auf den Geist. Ich könnte vielleicht den Ton abstellen, aber dann höre ich ja auch meine Kinder nicht mehr.

Wenn dein Kind gerne mit Musik einschläft, kannst du vielleicht auf die paar wenigen Liedchen zurückgreifen.

Gegensprechfunktion

Eine Sprachfunktion, ähnlich wie beim Walkie Talkie, hat unser Babyphone leider nicht. Das würde ich mir noch wünschen. Denn wenn die Kinder ein bisschen größer sind und schon ganz gut auf Mama und Papa hören, ist das sicherlich ein Vorteil.

Du kannst dann in die Elterneinheit sprechen und deine Stimme erklingt im Kinderzimmer. Das beruhigt deinen kleinen Schatz vielleicht, bevor du den Gang ins Kinderzimmer antrittst.

Natürlich gibt es noch jede Menge weiterer Zusatzfunktionen, wie einen Temperatursensor oder eine Sternenhimmel-Projektion. Entscheide selbst, welche davon für dich noch hilfreich ist.

Babyphone ohne Kamera: was es kostet und was es kann

Reine Audiogeräte beginnen bei rund 30 Euro und reichen bis etwa 120 Euro. Der Preis sagt dabei weniger über die Tonübertragung als über die Ausstattung: Nachtlicht, Schlaflieder, Temperaturanzeige und Gegensprechfunktion treiben ihn nach oben. Wer nur hören möchte, ob das Kind wach ist, kommt mit einem einfachen Modell aus. Zwei Dinge sollten aber unabhängig vom Preis dabei sein: eine Reichweitenwarnung und ein Akku, der eine ganze Nacht durchhält. Babyphones ohne Kamera gibt es von Philips Avent, Motorola, Angelcare und Babymoov, alles Marken, die es seit Jahren gibt und für die es Ersatzteile und Netzteile nachzukaufen gibt.

Babyphone mit Kamera: ab wann sich der Aufpreis lohnt

Videomodelle beginnen bei etwa 110 Euro. Der Aufpreis lohnt vor allem dann, wenn dein Kind aufsteht oder sich bewegt, ohne dabei einen Ton zu machen, denn genau das hörst du nicht. Drei Punkte entscheiden über die Alltagstauglichkeit: Infrarot für die Nachtsicht, eine schwenkbare Kamera, falls das Kind im Bett wandert, und die Frage, ob das Gerät über eine eigene Funkverbindung arbeitet oder über WLAN. Video-Babyphones mit eigener Verbindung sind unabhängig vom Heimnetz und von außen nicht erreichbar. Reine WLAN-Kameras funken dafür durchs ganze Haus, hängen aber am Router und meist zusätzlich an einem Server des Herstellers.

Sensormatten, die die Atembewegung überwachen, gibt es als Zusatz oder eingebaut. Sie sind kein medizinisches Gerät und ersetzen weder die Vorsorgeuntersuchungen noch die bekannten Empfehlungen zum sicheren Schlafen, also Rückenlage, Schlafsack statt Decke und ein kühles Zimmer. Vielen Eltern nehmen sie in den ersten Monaten trotzdem Sorge ab.

Was ein Babyphone kosten darf

Ein gutes Audiogerät liegt bei 40 bis 70 Euro, ein solides Videomodell bei 120 bis 180 Euro. Nach oben ist viel Luft, der Mehrpreis geht dann aber in Zusatzfunktionen, die im Alltag selten gebraucht werden: Sternenhimmel-Projektion, mehrere Kameras, App-Anbindung. Wer ein zweites Kind plant, achtet lieber darauf, dass sich eine zweite Kamera derselben Reihe nachrüsten lässt.

Wie weit reicht ein Babyphone wirklich?

Die Herstellerangaben gelten für freies Feld ohne Hindernisse, im Haus sind es deutlich weniger. Als Faustregel gilt: Von 300 Metern Reichweite bleiben in einer Wohnung mit Stahlbetonwänden oft nur 30 bis 50 Meter übrig. Wichtiger als die Zahl ist deshalb die Reichweitenwarnung, also ein akustisches Signal, sobald die Verbindung abreißt. Geräte ohne diese Warnung sind unbrauchbar, weil Stille dann zwei Dinge bedeuten kann: ein schlafendes Kind oder ein totes Gerät. Babyphones mit Kamera arbeiten meist über WLAN und haben im ganzen Haus Empfang, hängen dafür aber am Netzwerk.

Wie strahlungsarm ist ein Babyphone?

Das hängt von der Technik ab. Analoge Geräte senden dauerhaft, viele digitale Modelle arbeiten dagegen im sogenannten Eco-Modus und senden nur, wenn wirklich ein Geräusch entsteht. Genau darauf lohnt sich der Blick in der Produktbeschreibung, häufig heißt die Funktion Eco Mode oder Full Eco. Zusätzlich hilft der Abstand: Das Sendegerät sollte mindestens einen Meter vom Kinderbett entfernt stehen, denn die Strahlungsintensität nimmt mit der Entfernung stark ab. Wer ganz sichergehen möchte, nimmt ein Modell mit Kabelverbindung oder verzichtet in kleinen Wohnungen ganz darauf.