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Balios S oder Balios S Lux: was ist der Unterschied?

Der Balios S Lux ist das Nachfolgemodell des Balios S. Der wichtigste Unterschied ist die Belastbarkeit: Der Lux trägt bis 22 Kilogramm statt 17, das Kind passt also ein bis zwei Jahre länger hinein. Dazu kommen eine überarbeitete Sitzeinheit und ein anderes Gestell-Design.

Welchen haben wir getestet?

Den Balios S, also den Vorgänger. Alles, was unten über Handhabung, Federung und Alltag steht, bezieht sich auf dieses Modell. Beim Fahrverhalten sind die beiden nach allem, was zu lesen ist, sehr ähnlich.

Lohnt sich der Aufpreis für den Lux?

Wenn er das einzige Kind über die gesamte Buggy-Zeit begleiten soll, ja. Die fünf Kilogramm mehr sind der Unterschied zwischen „passt bis drei“ und „passt bis fünf“. Wer den Wagen ohnehin nach zwei Jahren weitergibt, merkt davon nichts.

Passt das Zubehör vom einen auf den anderen?

Die Babyschalen-Adapter von Cybex sind über die Modellreihe hinweg gedacht, bei Regenverdeck und Fußsack lohnt der Blick auf die Modellangabe. Gebraucht gekauftes Zubehör vorher am eigenen Gestell probieren, nicht nach Beschreibung kaufen.

Die letzten Monate fielen unsere Spaziergänge immer relativ kurz aus: Denn mein jüngster Sohn, der 2,5 Jahre alt ist, hat so gar keine Lust mehr auf unseren etwa 8 Jahre alten, schon etwas wackelig gewordenen Buggy. Kein Wunder, und ich ehrlich gesagt auch nicht.

Umso mehr mehr haben wir uns darüber gefreut, dass wir uns einen Buggy von Cybex zum Testen aussuchen durften. Cybex kennen wir schon von den mitwachsenden Kindersitzen, dem Solution Q3 Fix, von denen wir ebenfalls total begeistert sind. Für uns trifft bei Cybex immer tolle Qualität auf gutes Design.

Cybex hat eine große Auswahl an tollen Kinderwagen und Buggys, sodass wir genau den Buggy gefunden haben, der perfekt auf unsere Bedürfnisse als Familie zugeschnitten ist: Der Cybex Balios S im Denim Design in der Farbe Manhattan Grey, der sowohl für Naturfreunde als auch für Stadtliebhaber eine super Wahl ist und den wir nun seit einem Monat testen.

Der wichtigste Fun Fact zuerst:
Unser Kleiner liebt seinen neuen Buggy so heiß und innig, dass wir schwerste Überredungskünste auffahren müssen, wenn die beiden älteren Geschwister sich auch mal kurz reinsetzen möchten, weil sie müde geworden sind. Und das, obwohl er sich bis vor Kurzem in gar keinen Buggy mehr hineinsetzen wollte.

Hier kommt also jetzt unser ausführliches Fazit in übersichtlichen Punkten:

Cybex Buggy Balios S im Denim Design im Test

Buggy-Check: Look & Feel

Mit seinem cleanen und stylishen Design und den Griffen in Leder-Optik ist der Cybex Balios S im Denim Design eine tolle Wahl im urbanen City-Style, der aber auch in einem ländlichen Setting super aussieht.

Ich habe übrigens dieses Mal besonders auf etwas geachtet, was auf den ersten Blick nicht so wichtig erscheint, was mir aber bei unserem alten Buggy sehr gefehlt hat: Dass der Stauraum unter der Sitzfläche groß genug ist, besonders nach oben hin. Schließlich wollen wir Moms unsere riesigen Taschen voller Kinderbedarf nicht ständig alleine tragen, sondern auch einfach mal abstellen. Beim Balios S fällt der Kinderwagenkorb richtig schön großzügig aus.

Buggy-Check: Kompatibilität

Der Kombi-Kinderwagen lässt sich durch das 3-in-1 Reisesystem super ergänzen. Das bedeutet, das der Cybex Balios S mit den Babyschalen von Cybex von GB und dem Liegeteil Cot S kompatibel ist.

Buggy-Check: Handhabung

Der Sitz lässt sich sowohl in Richtung Fahrtrichtung als auch zum Fahrer hin wenden. Unser Kleiner ist zum Beispiel schon im absoluten Abenteurer-Alter und möchte nach vorne schauen. Als er noch etwas jünger war, hat er sich sicherer dabei gefühlt, wenn er mich während der Fahrt im Buggy anschauen konnte.

Mein absoluter Hack ist ja, dass meine Großen (6 Jahre und 4 Jahre alt) den Buggy so gerne schieben, dass ich fast gar nicht mehr ran muss. Möglich wird das vor allem dadurch, dass der Lenker höhenverstellbar ist und ich ihn super für die zwei anpassen kann.

Mit der einfachen Einhand-Faltmechanik lässt sich der Balios S ganz einfach in ein kompaktes Paket einklappen, welches von selbst steht. Überhaupt lassen sich die meisten Funktionen mit nur einer Hand bedienen, was es mir unterwegs viel einfacher macht. Seien wir mal ehrlich: Mit drei Kindern habe ich ja gefühlt eh immer eine Hand zu wenig. 😉

Zum Beispiel lässt sich auch die Lehne ganz in verschiedene Positionen verstellen und der Sicherheitsbügel ist mit Swing-Funktion.

Besonders gut geschützt sind die Kinder im Buggy durch den 5-Punkt-Gurt und für starke Sonnenstrahlen gibt es ein besonders großes Verdeck, dass sich durch einen Reißverschluss noch ausklappen lässt (auf den Fotos weiter oben im Englischen Garten ist das Verdeck aufgeklappt).

Buggy-Check: Natur vs. Stadt

Wir wohnen in München, aber eher am Stadtrand, der ja für seine schöne Natur bekannt ist.
Trotzdem sind wir in 15 Minuten in der Innenstadt, durch die wir gerne schlendern. In diesen beiden Welten muss sich unser Buggy gut bewegen können.

Dank der weich gefederten All-Terrain-Rädern des Cybex Balios S lassen sich die Wald- und Wiesewege ohne größeren Kraftaufwand bewältigen. Auch die überfüllten Straßen der Münchner Innenstadt sind mit dem wendigen und verhältnismäßig schmalen Buggy überhaupt kein Problem.

Ich habe euch ja am Anfang erzählt, wie sehr mein Kleiner seinen Buggy liebt. Aber ich bin auch richtig froh, dass wir ihn haben: Egal, ob platzsparend verstaut im Auto oder als treuer Begleiter in der Natur, Großstadt und auf Reisen, ich dachte, wir benötigen keinen Buggy mehr, aber seit wir ihn haben, bin ich total froh, wie er uns das unterwegs sein mit Kindern erleichtert. Eine große Empfehlung von uns!

Was wir dazugekauft haben

Ein Kinderwagen ist selten mit dem Wagen fertig. Vier Dinge haben bei uns wirklich den Unterschied gemacht, und drei davon hätte ich gleich mitbestellt, wenn ich es vorher gewusst hätte.

  • Die Lux-Variante prüfen, bevor man den Basiswagen nimmt. Der Unterschied steckt in den Rädern und im Verdeck. Cybex Balios S Lux lohnt sich vor allem, wenn ihr viel auf unbefestigten Wegen unterwegs seid.
  • Die passende Babyschale. Wer von Anfang an plant, spart sich später den zweiten Adapter. Cybex Babyschalen der Cloud-Reihe klicken direkt auf das Gestell.
  • Ein Fußsack für den Winter. Der Punkt, an dem im November alle gleichzeitig merken, dass sie einen brauchen. Winterfußsäcke in Universalgröße passen auf fast jedes Gestell.
  • Haken und Organizer. Klingt nach Kleinkram und ist der Unterschied zwischen Einkauf tragen und Einkauf hängen. Zubehör für den Kinderwagen gibt es passend dazu.

Und ein Hinweis, der beim Kauf gern untergeht: Haken und Taschen am Schieber verändern den Schwerpunkt. Wer viel daran hängt, sollte den Wagen einmal mit vollem Gewicht ausprobieren, bevor das Kind darin sitzt.

Häufige Fragen zum Kombi-Kinderwagen

Wie lange nutzt man einen Kombi-Kinderwagen?

Von Geburt bis etwa vier Jahre, wenn man die Wanne gegen den Sitz tauscht. Der eigentliche Grund, warum Familien früher wechseln, ist selten das Kind, sondern das Gewicht: Wer den Wagen täglich in den Kofferraum hebt, ist nach zwei Jahren froh über einen Buggy.

Kombi-Kinderwagen oder Buggy?

Für das erste Jahr führt kein Weg am Kombiwagen vorbei, ein Baby braucht die Liegeposition. Ab etwa achtzehn Monaten kann ein guter Buggy übernehmen. Viele Familien haben am Ende beides, und das ist keine Fehlplanung, sondern die Regel.

Worauf achtet man bei Stadt und Natur?

Auf die Räder und die Federung. Kleine harte Räder sind in der Stadt wendig und auf Waldwegen unbrauchbar; große Lufträder rollen überall und passen dafür schlechter in enge Gänge. Wer beides braucht, nimmt die größere Variante, denn schmal wird ein Wagen nicht durch Räder, sondern durch den Rahmen.

Passt der Wagen in einen normalen Kofferraum?

Das ist die Frage, die man vor dem Kauf klären sollte, und zwar mit dem eigenen Auto. Ein Gestell mit abnehmbaren Rädern passt fast immer, eines ohne oft nicht. Zusammen mit dem Wocheneinkauf wird es bei Kleinwagen eng.

Wie pflegt man einen Kinderwagen?

Bezüge einmal im Jahr abnehmen und waschen, die Räder von Steinchen befreien, die Achsen trocken halten. Wer den Wagen nass wegstellt, hat nach dem zweiten Winter Rost an den Achsen, und das ist der häufigste Grund, warum ein guter Wagen nicht weitergegeben werden kann.