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Zum Thema Schnuller und Beruhigungssauger gibt es bekanntlich verschiedene Meinungen. Während einige Eltern absolut gegen Schnuller sind, greifen die meisten nach einer gewissen Zeit dann doch zu den kleinen Helferchen.

Schnuller im Vergleich: Material und Form

Schnuller unterscheiden sich in Material und Form. Latex ist weicher, gelblich und riecht leicht, Silikon ist fester, klar und geschmacksneutral. Bei der Form gibt es runde, kiefergerechte und symmetrische Sauger. Welcher passt, entscheidet das Baby, deshalb lohnt es sich, zwei Varianten zu testen statt zehn zu kaufen.

Schnuller, Beruhigungssauger und Nuckel, der große Vergleich!

Arthur hat in den ersten Wochen gar keinen Schnuller gebraucht und ich versuche auch, ihm so selten wie möglich einen zu geben, auch wenn das auf manchen Fotos ein wenig anders aussieht.

Dennoch sind Schnuller in vielen Situationen absolut hilfreich und können bei Bauchweh so manches Tränchen vermeiden. Aber welcher Schnuller ist nun am besten?

Bis zum ersten Kind habe ich nicht gewusst, welchen Unterschied es bei Schnullern eigentlich gibt. Klar, du solltest zur richtigen Größe greifen. Aber zudem unterscheiden sich viele Modelle in folgenden Punkten:

  • Material (Silikon, Latex oder Naturkautschuk)
  • Anfertigung (z.B. aus einem Stück)
  • Form des Saugers

Der Spitzenreiter: Philips Avent Freeflow Schnuller

Den besten Schnuller gibt es so in der Form vermutlich nicht. Im Endeffekt wirst du probieren müssen, welchen Schnuller dein Baby nimmt und welche Form es mag.
Arthur hat sich momentan für die Freeflow Schnuller von Avent entschieden.

Philips-Avent-SchnullerDiese Schnuller sind aus Silikon und haben eine kiefergerechte Form. Der Schnuller ist symmetrisch, das heißt, es gibt kein oben und unten und er ist sehr weich. Die Löcher im Saugerschild sorgen dafür, dass Luft zirkulieren kann und der Schnuller sich nicht am Mund festsaugt. Das absolute Plus: die Schnuller kommen mit einer Schutzkappe. Somit kann der Schuller bei Nichtgebrauch auch in die Wickeltasche wandern.

Der Außergewöhnliche: Soothie

Philips-Avent-SoothiePhilipps Avent hat aber auch den Soothie im Gepäck, den ich (bzw. Arthur) demnächst ausprobieren werde. Die etwas merkwürdige Form dieses Schnullers lässt ihn einzigartig erscheinen. Gerade für Babys, die ein starkes Saugbedürfnis haben und sonst keinen anderen Schnuller nehmen, ist diese Variante einen Versuch wert.

Das Markenprodukt: Schnuller aus Latex von Nuk

Nuk-Schnuller-2Alle Schnuller und Nuckel von Nuk haben eine kiefergerechte Form. Das heißt, der Sauger ist so geformt, dass er sich der Mundhöhle anpasst. Ebenso haben alle Schnuller von NUK ein Air System, durch welches Luft entweichen kann. Somit bleibt der Sauger immer weich. Diese Latex-Schnuller sind besonders elastisch, flexibel und extrem belastbar. Außerdem laden sie sich nicht statisch auf, das heißt, der Schnuller zieht keinen Staub an.

Dasselbe Modell gibt es von Nuk auch aus Silikon und nicht aus Latex. In den Farben rosa/gelb für Mädchen und blau/grün für Jungs.

Der Klassiker: die Schnuller von MAM

Mam-SchnullerDie Schnuller von MAM sind ebenfalls kiefergerecht und auch wie die von Philips Avent symmetrisch. Der Sauger ist aus speziellem Seidensauger-Silikon. Dieses Material soll sich superweich anfühlen. Und die großzügigen Luftlöcher sowie die Noppen auf der Schild-Innenseite sorgen dafür, dass sich das Schnullerschild nicht am Mund festsaugt. Auch diese Schnuller enthalten bereits eine Sterilisier-Transportbox.

Die Zahnungshilfe: Chicco Beruhigungssauger Physio Soft

Chicco-SchnullerVon Chicco gibt es einen Silikonsauger, der superweich und aus einem Stück gefertigt ist. Somit bleibt kein Schmutz zwischen Sauger und Schild hängen. Dieser Schnuller ist ebenfalls anatomisch geformt und sehr elastisch, sodass er keine Druckstellen hinterlässt. Die herzförmigen Luftlöcher sehen süß aus und bieten die optimale Belüftung. Das Plus bei allen Modellen ab 4 Monaten: Der Schnuller verfügt über einen Beißring, der beim Zahnen hilft.

Die Bio-Variante: Hevea Kautschuksauger

Hevea-SchnullerWer auf Nachhaltigkeit Wert legt, sollte zum Hevea Schnuller aus Naturkautschuk greifen. Diese Schnuller sind nachhaltig produziert, sehr sanft und weich und erzeugen keine Abdrücke auf dem Babygesicht. Da der Schnuller aus einem Stück besteht, ist auch er besonders hygienisch und kann ebenso als Beißring beim Zahnen verwendet werden. Das Risiko für Ausschlag im Gesicht deines Babys ist bei diesem Schnuller gering. Hevea fertigt die Sauger in 3 verschiedenen Formen an, da ist garantiert etwas für deinen kleinen Schatz dabei!

Ab wann darf ein Baby einen Schnuller bekommen?

Bei gestillten Kindern empfehlen Fachgesellschaften, das Stillen zunächst gut einzuspielen, üblicherweise in den ersten vier bis sechs Wochen, damit es nicht zu einer Saugverwirrung kommt. Bei Flaschenkindern spielt das keine Rolle. Ein Schnuller hat einen belegten Nutzen: Das Saugen beruhigt, und beim Schlafen wird er mit einem niedrigeren Risiko für den plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht. Fällt er im Schlaf heraus, muss er nicht wieder hineingesteckt werden. Schnuller aus Silikon gibt es in Größen nach Alter gestaffelt.

Wann sollte man den Schnuller abgewöhnen?

Zahnärztliche Fachgesellschaften raten, spätestens bis zum dritten Geburtstag damit aufzuhören, besser schon vorher, weil sich sonst der Kiefer und die Zahnstellung verändern können. Ein offener Biss bildet sich bei frühem Verzicht meistens von selbst zurück. Für die Abgewöhnung funktionieren feste Rituale besser als kalter Entzug: Der Schnuller wird erst nur noch zum Schlafen erlaubt, dann an eine Figur abgegeben, in einen Baum gehängt oder gegen ein Geschenk getauscht. Wichtig ist, den Zeitpunkt nicht mit anderen Umbrüchen zu koppeln, also nicht gleichzeitig mit Kita-Start oder Geschwisterkind.

Wie oft muss man Schnuller wechseln?

Alle ein bis zwei Monate, außerdem sofort bei Rissen, klebriger Oberfläche oder Verfärbungen. Latex altert schneller als Silikon und wird mit der Zeit porös. Vor dem ersten Gebrauch werden Schnuller ausgekocht, danach reicht regelmäßiges Auskochen oder Ausspülen mit heißem Wasser. Und ein Punkt, den Fachleute deutlich sagen: Ein heruntergefallener Schnuller gehört nicht in den Mund der Eltern, weil dabei Kariesbakterien übertragen werden.