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Endlich hält der Sommer, was er verspricht. Umso wichtiger, dass unsere Kinder beim Baden und auch sonst in der Sonne sicher vor UV-Strahlen geschützt sind.
Kleine Kinder sollten nie länger als ein paar Minuten in der direkten Sonne sein. Ihre Haut ist noch zu zart und durchlässig. Damit man nicht ständig auf die Uhr schauen muss, ist UV-Schutzkleidung die einfachste Lösung, und sie sieht inzwischen auch noch gut aus.
Welche Badekleidung schützt Kinder vor UV-Strahlung?
Kleidung mit ausgewiesenem UV-Schutzfaktor, erkennbar am UV Standard 801 oder an der Angabe UPF 50+. Sie deckt die Flächen ab, die man beim Eincremen am ehesten vergisst: Schultern, Rücken, Nacken. Dazu ein Hut mit Nackenschutz und Sonnencreme auf alles, was frei bleibt. Für Babys unter einem Jahr gilt: gar keine direkte Sonne.
Sonnenmütze mit UV-Schutz
Besonders achte ich auf die Wahl der richtigen Sonnenmütze. Meine Kinder haben sehr helle Haut und helle Haare, die noch so zart sind, dass die Kopfhaut überall durchschimmert. Und obwohl es viele süße Kindermützen gibt, halte ich mich bei direkter Sonne an einen bestimmten Schnitt: mit Schirm und Nackenschutz.
Jede Sommermütze, besonders die für kleine Kinder, sollte UV-Schutz 50+ haben und atmungsaktiv sein. Zum Schwimmen ist Polyester am praktischsten, so trocknet die Mütze schnell und sieht länger neuwertig aus.
- Sonnenhüte mit Nackenschutz für die ganz Kleinen, mit Bindeband unter dem Kinn
- Badekappen von Playshoes, eng anliegend und schnell trocknend, ideal zum Schwimmen
- Sonnenhüte von Lässig mit breiter Krempe rundum, unsere Wahl für den Spielplatz
Schwimmanzüge mit langem Arm
Badekleidung, die Schultern und Rücken bedeckt, ist ausgesprochen praktisch. Das Beste: Durch den Surf-Trend ist sie auch noch schön. Die Kinder können plantschen, ohne sich einen Sonnenbrand zu holen. Freie Hautstellen creme ich trotzdem mit Lichtschutzfaktor 50 ein, und zu lange in der prallen Sonne bleiben wir nicht.
Manchmal beginnt UV-Badekleidung erst bei Größe 74. Das ist kein Problem, denn ein bis zwei Nummern größer ist ohnehin von Vorteil. Der erste Schwimmanzug meines Großen war Größe 74, obwohl er selbst erst um die 62 Zentimeter maß, und er saß trotzdem gut.
- Badeanzüge für Mädchen mit UPF 50+, mit kurzem oder langem Arm
- Schwimmanzüge für Jungen mit langem Arm, die den Rücken vollständig bedecken
- Zweiteilige Sets aus Badeshirt und Hose, praktisch beim Wickeln und beim Toilettengang
Achte beim Kauf auf das Etikett: Steht dort nur „UV-Schutz“ ohne Zahl und ohne Prüfzeichen, ist das eine Werbeaussage und keine geprüfte Angabe.
Wasserschuhe für ungebremstes Spielvergnügen
In München haben wir viele schöne Seen in der Nähe, zum Beispiel den Starnberger See. Mir gefällt das Gefühl von Natur lieber als das klassische Freibad. Der Nachteil: Auf dem Weg vom Handtuch ins Wasser liegen oft kleine Steine, autsch.
Für Kinder sind Wasserschuhe deshalb die einfachste Lösung. Sie schützen auch vor heißem Boden und vor Scherben, und sie trocknen am Körper. Wichtig ist eine feste Sohle, dünne Neoprensocken bringen an steinigen Ufern zu wenig.
Schwimmweste, Schwimmflügel oder Schwimmscheiben?
Zur Unterstützung hatten wir zuerst die klassischen Schwimmflügel, dann fanden wir Schwimmwesten gut, inzwischen überzeugen mich die Schwimmscheiben am meisten. Mit ihnen hat unser Großer im Schwimmkurs schwimmen gelernt, und man kann die Zahl der Scheiben mit dem Fortschritt verringern.
- Schwimmflügel für den Anfang, am besten mit zwei Luftkammern
- Schwimmwesten aus Neopren, die das Kind aufrecht halten
- Schwimmscheiben, die sich Stück für Stück abnehmen lassen
Und der wichtigste Satz dazu: Keine Schwimmhilfe ersetzt Aufsicht. Ein Kind mit Schwimmhilfe bleibt in Armreichweite, nicht in Sichtweite.
Schwimmwindeln
Vielleicht findest du es nicht schlimm, wenn dein Baby in den Badeteich macht, aber aus Rücksicht auf die anderen Badegäste sind Schwimmwindeln wirklich ein Muss. Ein kleiner Schritt für dich, eine große Hilfe für alle anderen. Sie halten Festes zurück, saugen aber kein Wasser, deshalb kommen sie unter die Badehose und werden regelmäßig gewechselt.
Woran erkennt man guten UV-Schutz?
An zwei Angaben. Der UV Standard 801 prüft den Stoff im gedehnten, nassen und getragenen Zustand, also so, wie Kleidung am Kind tatsächlich sitzt. Die Angabe UPF 50+ bedeutet, dass weniger als ein Fünfzigstel der UV-Strahlung durchkommt. Ein normales weißes Baumwollshirt liegt nass bei einem Bruchteil davon, deshalb ist gewöhnliche Kleidung im Wasser kein Ersatz. Achte außerdem auf lange Ärmel und einen hohen Kragen, das schützt genau die Stellen, die schnell verbrennen.
Wie schützt man ein Baby in der Sonne?
Durch Schatten, Kleidung und Zeitplanung, in dieser Reihenfolge. Babys im ersten Lebensjahr gehören nicht in die direkte Sonne, weil ihre Haut den Eigenschutz noch nicht aufgebaut hat. Sonnencreme ist bei ihnen die letzte Wahl, nicht die erste, und kommt nur auf die kleinen freien Flächen wie Gesicht und Handrücken. Meidet die Mittagsstunden zwischen elf und fünfzehn Uhr. Und denkt daran, dass Wasser und heller Sand die Strahlung zurückwerfen, im Schatten eines Sonnenschirms ist man deshalb nicht vollständig geschützt.
Welche Schwimmhilfe ist die richtige?
Für kleine Kinder eine, die den Körper in aufrechter Lage hält, also Schwimmweste oder Schwimmscheiben. Achte auf die Norm EN 13138-1 und auf die passende Gewichtsangabe. Aufblasbare Ringe und Tiere sind Spielzeug und keine Sicherheitsausrüstung, sie können kippen und wegtreiben.
Was gehört noch in die Badetasche?
Wasserschuhe gegen heißen Boden und scharfe Steine, ein großes Handtuch als Schattenfläche, ein Wechselset trockener Kleidung und mehr zu trinken, als man denkt. Und ein Punkt, den man leicht vergisst: Nasse Kleidung kühlt kleine Kinder schnell aus, auch bei dreißig Grad. Nach dem Baden umziehen ist keine Kleinigkeit.