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Zimt, Spekulatius und Co.: es weihnachtet sehr! In all den Supermärkten und Interior-Geschäften wimmelt es nur so von Weihnachtsprodukten. Daher kannst du dir spätestens jetzt Gedanken über deinen diesjährigen Adventskalender machen.
Egal ob für deine Kids, den Ehemann oder liebe Freunde, mit diesen 20 schönen und ausgefallenen Adventskalendern zum selber machen, liegst du garantiert richtig.
Adventskalender basteln: was jeder Kalender braucht
Alle zwanzig Ideen unten folgen demselben Aufbau: 24 Behälter, eine Art sie zu befestigen, und Zahlen. Was sich unterscheidet, ist nur der Behälter. Wer das einmal verstanden hat, baut jede Variante daraus, auch eine, die hier nicht steht.
Die Zahlen kommen zum Schluss, nicht am Anfang. Erst befüllen, dann nummerieren: So landen die dicken Päckchen in den großen Behältern und die Wochenendtage bei den Unternehmungen. Umgekehrt fehlt am 22. der Platz. Fertige Zahlen zum Aufkleben sparen die Schreibarbeit, ein dicker Stift tut es genauso.
Die Aufhängung entscheidet über den Aufwand. Eine Schnur mit Klammern ist in zehn Minuten fertig, ein Ast braucht zwei Haken in der Decke, ein Regalbrett eine Bohrmaschine. Plane das zuerst, nicht zuletzt.
In einer halben Stunde fertig
1. Papiertüten an der Schnur
Der Klassiker, und aus gutem Grund. Du brauchst 24 kleine Papiertüten, eine Schnur, Wäscheklammern und zwei Nägel. Tüten befüllen, oben zweimal umknicken, mit der Klammer an die Schnur hängen. Wer mag, locht den Umschlag und zieht ein Band durch.
Der Trick: Die Schnur nicht straff spannen, sondern durchhängen lassen. Straff sieht nach Wäscheleine aus, durchhängend nach Girlande.
2. Muffinförmchen auf einem Tablett
24 Muffinförmchen aus Papier auf ein Blech oder Tablett stellen, befüllen, mit einem Kreis Transparentpapier abdecken und mit einem Gummiband schließen. Das steht auf der Kommode und braucht keine einzige Schraube.
3. Pappteller als Tüten
Zwei Pappteller aufeinanderlegen, am Rand zusammentackern, eine Öffnung lassen. Befüllen, zutackern, an die Wand kleben. Bemalt ergeben sie eine Reihe bunter Kreise, und sie kosten fast nichts.
4. Pappbecher am Mobile
24 Pappbecher, ein Stickrahmen oder ein Reifen, Bänder in verschiedenen Längen. Becher befüllen, mit einem Kreis Papier verschließen, an Bändern aufhängen. Das dreht sich, sobald jemand die Tür öffnet, und genau das mögen Kinder daran.
5. Kleiderbügel und Klammern
Ein Holzbügel, 24 Klammern, kleine Tüten. Der Bügel hängt an einem Haken, die Klammern in zwei Reihen. Braucht keinen Nagel in der Wand, weil er über eine Türklinke passt.
Ein Abend Arbeit
6. Milchtüten als Häuserdorf
Leere Getränkekartons ausspülen, trocknen, oben gerade abschneiden. Mit Kraftpapier bekleben, Fenster ausschneiden, ein Dach aus Pappe aufsetzen. Nebeneinander aufgereiht ergibt das ein Dorf, und mit einer Lichterkette dahinter leuchten die Fenster.
Wichtig: Die Kartons trocknen langsamer, als man denkt. Am Vorabend ausspülen, sonst weicht der Kleber auf.
7. Klorollen als Tannenwald
24 Rollen, grün angemalt, oben zweimal eingeknickt, sodass ein Zickzack entsteht. Das sieht von Weitem aus wie eine Baumreihe. Wer die Rollen unterschiedlich hoch abschneidet, bekommt Tiefe hinein.
8. Gläser aus dem Altglas
Marmeladengläser sammeln, Etiketten in heißem Wasser ablösen, mit mattem Sprühlack oder Kreidefarbe streichen. Deckel separat lackieren. Gläser eignen sich für alles, was nicht zerdrückt werden darf, und sie sind das Einzige aus dieser Liste, das jahrelang hält.
9. Blechdosen an der Wand
Konservendosen ausspülen, Ränder mit Schleifpapier entschärfen, außen lackieren. Mit einem Nagel ein Loch in den Boden schlagen und an einer Leiste aufhängen. Die Dosen sind schwer, deshalb gehört die Leiste gedübelt und nicht geklebt.
10. Kleine Kartons im Regal
Faltschachteln oder fertige Kartons zum Befüllen in ein Regalfach stellen, alle gleich einschlagen, nur die Zahl unterscheidet sie. Das ist die ruhigste Variante und die einzige, die auch im Wohnzimmer eines Erwachsenen gut aussieht.
11. Papierdiamanten
Aus festem Tonpapier eine Diamantenform falten, an drei Kanten kleben, befüllen, die vierte schließen. Vorlagen gibt es fertig zum Ausdrucken. Sie hängen an Fäden und fangen Licht, wenn das Papier metallisch ist.
12. Drahttanne
Aus Basteldraht eine Tannenform biegen, an den Zweigen 24 kleine Tüten aufhängen. Der Draht muss kräftig genug sein, dass er das Gewicht hält: unter zwei Millimeter Stärke gibt er nach, sobald die Tüten voll sind.
Ein Wochenendprojekt
13. Winterliche Berglandschaft
Aus Tonkarton dreieckige Berge in drei Höhen schneiden, hintereinander auf ein Brett kleben, dazwischen die Geschenke verstecken. Weiße Spitzen aufmalen, eine Lichterkette dahinter. Der Aufwand liegt im Zuschnitt, das Ergebnis steht danach als Deko den ganzen Winter.
14. Holzhaus mit Fächern
Ein Setzkasten oder ein selbst gebautes Regal mit 24 Fächern, jedes Fach mit Stoff oder Papier verhängt. Das ist die aufwendigste Variante und die einzige, die man jedes Jahr wieder hervorholt, ohne etwas nachzukaufen.
15. Filzkalender zum Nähen
Aus Bastelfilz 24 Täschchen nähen und auf eine große Filzbahn setzen. Filz franst nicht, deshalb braucht keine Kante gesäumt zu werden, und das macht ihn zum geduldigsten Material für Nähanfänger.
16. Wandutensilo aus Stoff
Dieselbe Idee in Stoff, mit Saum. Nach der Adventszeit hängt es im Kinderzimmer weiter und nimmt Kleinkram auf. Wer nicht nähen will, findet fertige Stoffkalender, die sich genauso weiterverwenden lassen.
17. Stoffsäckchen am Ast
Einen Ast im Wald suchen, trocknen lassen, waagerecht an zwei Schnüren aufhängen. Daran 24 Stoffsäckchen. Der Ast muss länger sein, als man schätzt: unter einem Meter hängen die Säckchen übereinander.
18. Haken an der Tür
Eine Hakenleiste an die Tür oder Wand, daran kleine Beutel. Nimmt keinen Platz weg und ist die Lösung für schmale Flure. Die Leiste bleibt danach hängen und nimmt Schlüssel und Taschen auf.
19. Skandinavisch mit Kraftpapier
Alles in Kraftpapier, weiße Schnur, keine Farbe außer Rot an einer Stelle. Das ist weniger eine Bauart als eine Regel: Wer sich auf zwei Materialien und eine Farbe beschränkt, bekommt automatisch ein ruhiges Ergebnis.
20. Der gebackene Kalender
24 kleine Kekse oder Muffins, jeder mit einer Zahl aus Zuckerguss, auf einem großen Blech. Hält nur, wenn er täglich geleert wird, und ist deshalb der einzige Kalender, bei dem niemand mogelt.
Häufige Fragen zum selbstgemachten Adventskalender
Wann fängt man an, den Adventskalender zu basteln?
Mitte November reicht für die meisten Ideen. Wer näht oder mit Holz arbeitet, plant zwei Wochenenden ein. Und wer die Füllung online bestellt, sollte deutlich früher dran sein als der Kalender selbst.
Was ist der einfachste selbstgemachte Adventskalender?
24 Papiertüten, eine Wäscheleine und Klammern. Nummeriert wird mit einem Stift, aufgehängt an zwei Nägeln. Das dauert eine halbe Stunde und sieht besser aus, als es klingt.
Wie groß müssen die 24 Tütchen sein?
Richte dich nach dem größten Geschenk, nicht nach dem Durchschnitt. Wer erst die Tüten kauft und dann die Füllung, steht am Ende mit drei Päckchen da, die nirgends hineinpassen. Umgekehrt herum ist es leichter.
Was kommt in einen Adventskalender für Erwachsene?
Kleinigkeiten, die verbraucht werden: Tee, Schokolade, Kosmetikproben, handgeschriebene Gutscheine. Alles, was liegen bleibt, wird bis Ostern zum stillen Vorwurf im Regal.
Wie viel kostet ein selbstgemachter Adventskalender?
Der Kalender selbst fast nichts, wenn du Papiertüten oder Klopapierrollen nimmst. Teuer wird die Füllung, und dort hilft eine Zahl vorab: 24 mal zwei Euro sind schon 48. Wer sich das vorher überlegt, kauft entspannter ein.

Titelfoto: Joao Marcelo Martins auf Unsplash