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In ein paar Tagen ist Muttertag und ich habe heute mit den Kids eine total schöne Idee ausprobiert, mit Materialien, die jeder von uns Zuhause hat: wunderschöne Blumen-Anhänger aus Salzteig!
Bei den Blumen-Anhänger benutzt man natürlich die Salzteig-Variante ohne Backen, denn das würde den Blumen nicht so gut tun.

Wir haben zum ersten Mal Salzteig gemacht und es ist ja wirklich ganz einfach. Das Beste: Die Blumen-Anhänger halten unbehandelt ein paar Wochen, mit einer abschließenden Behandlung mit Klarlack halten sie sogar dauerhaft.

Ich schreibe euch erstmal das klassische Salzteig-Rezept auf, falls ihr das verwenden wollt:

Salzteig-Rezept: die Mengen auf einen Blick

Das klassische Salzteig-Rezept besteht aus 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, 1 Tasse Wasser und ein paar Tropfen Öl. Gib das Wasser langsam dazu, bis der Teig die Konsistenz von Knete hat. Mit Speisestärke lautet das Verhältnis 1,5 Tassen Mehl, 0,5 Tasse Speisestärke, 1 Tasse Salz, 1 Tasse Wasser.

Das klassische Salzteig-Rezept

2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser
1 paar Tropfen Öl

Alles miteinander vermengen, fertig. Grundsätzlich würde ich das Wasser immer langsam hinzugeben, damit ihr rechtzeitig merkt, ob der Teig schon biegsam genug ist, bevor er zu feucht wird.

Die Konsistenz sollte etwa die von Knete sein. Wenn er doch mal zu feucht wird, gebt einfach wieder soviel Mehl dazu, dass es wieder passt.

Ich habe übrigens das Salzteig-Rezept mit Speisestärke ausprobiert und bin damit ganz zufrieden. Hier ist das Verhältnis so:

Salzteig-Rezept mit Speisestärke

1,5 Tassen Mehl
0,5 Tasse Speisestärke
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser

Wenn der Teig schön biegsam geknetet ist, kann es losgehen.

So werden die Blumen-Anhänger aus Salzteig gemacht

Zum Verarbeiten könnt ihr die Arbeitsplatte und das Nudelholz mit etwas Mehl bestäuben oder gleich eine Silikon-Arbeitplatte und ein Silikon-Nudelholz verwenden.

Noch ein paar schöne Ausstecher vom Plätzchenbacken raussuchen und los geht’s. Ach halt, ich habe ja noch vergessen zu erwähnen, dass vorher noch ein paar Blümchen gesammelt werden müssen. Das ist auch schon ein großer Spaß für die Kinder, also ab auf die Wiese nebenan und schon haben sie auch erstmal genug Frischluft getankt und dabei eine schöne Zeit gehabt.

Jetzt einfach den Teig ausrollen, Ausstecher austechen, Blütenköpfe nach Belieben andrücken und mit dem Nudelholz nochmal vorsichtig darüber rollen, damit sie auch gut fixiert sind.

Damit es auch Anhänger werden, mache einfach mit einem Schaschlik-Spieß ein kleines Loch.

Wenn alle kleinen Künstler fertig sind, wird ein bisschen Geduld benötigt. Denn es kann ein paar Tage dauern, bis der Salzteig komplett getrocknet ist. Wie oben schon erwähnt können die Blumen-Anhänger nun mit Klarlack dauerhaft haltbar gemacht werden.

Viel Spaß beim Basteln und dekorieren oder verschenken.

Oder am Besten beides! 🙂

So werden die Blumen-Anhänger wirklich haltbar

Unbehandelt halten die Anhänger ein paar Wochen, dann werden die Blüten braun und der Teig bröselt an den Rändern. Zwei Dinge entscheiden darüber, ob aus dem Bastelnachmittag ein Geschenk wird, das ein Jahr später noch am Fenster hängt.

Erstens richtig trocknen. Salzteig ohne Backen braucht Luft und Zeit, nicht Wärme. Lege die Anhänger auf ein Kuchengitter, damit auch die Unterseite trocknet, und dreh sie einmal am Tag um. Je nach Dicke dauert das zwei bis vier Tage. Auf der Heizung geht es schneller und reißt fast immer.

Zweitens versiegeln. Erst wenn der Teig durch und durch trocken ist, kommt Klarlack darauf, am besten matt und in zwei dünnen Schichten statt einer dicken. Der Lack schließt das Salz ein, und genau darum geht es: Salz zieht Feuchtigkeit aus der Luft, ein unversiegelter Anhänger wird an einem feuchten Tag wieder weich.

Was du für die Blumen-Anhänger brauchst

  • Mehl, Salz und Wasser, alles aus dem Vorratsschrank
  • Ausstechformen, gern die vom Plätzchenbacken
  • ein Nudelholz und etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • einen Schaschlikspieß oder einen Strohhalm für das Loch
  • frische Blüten von der Wiese, flach und nicht zu dick
  • Band oder Bastelschnur zum Aufhängen

Häufige Fragen zu Salzteig ohne Backen

Wird Salzteig ohne Backen wirklich hart?

Ja, nur langsamer. An der Luft dauert es zwei bis vier Tage, im Backofen bei 50 Grad ein paar Stunden. Für Blumen-Anhänger ist die Luft der bessere Weg, weil Hitze den Blüten die Farbe nimmt und sie braun werden lässt.

Welche Blüten eignen sich am besten?

Alles, was flach ist und wenig Wasser enthält: Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen, kleine Kleeblüten und einzelne Blütenblätter größerer Blumen. Dicke, fleischige Blüten drücken sich zwar schön ein, schimmeln aber im Teig.

Warum bekommt mein Salzteig Blasen oder Risse?

Blasen entstehen durch zu viel Wärme beim Trocknen, Risse durch zu viel Wasser im Teig. Wenn der Teig beim Kneten an den Händen klebt, fehlt Mehl. Er soll sich anfühlen wie Knete und nicht wie Kuchenteig.

Wie lange halten die Anhänger aus Salzteig?

Unbehandelt ein paar Wochen. Mit zwei Schichten Klarlack und einem trockenen Platz halten sie Jahre. Was ihnen zusetzt, ist nicht die Zeit, sondern Feuchtigkeit: Das Badezimmerfenster ist der falsche Ort.

Kann man Salzteig einfärben?

Ja, mit Lebensmittelfarbe im Wasser, bevor du es zum Mehl gibst. Bei Blumen-Anhängern lohnt es sich selten, weil der helle Teig die Blüten deutlicher zeigt.

Ab welchem Alter können Kinder mitmachen?

Kneten und Ausstechen geht ab etwa zwei Jahren, das Blüten-Andrücken braucht ruhige Finger und klappt ab vier. Das Loch mit dem Spieß und der Klarlack bleiben Sache der Erwachsenen.

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