Das Wetter kann sich diese Woche nicht entscheiden, ein paar Minuten am Tag heißer Sonnenschein, aber die meiste Zeit leider öder Nieselregen. Zeit, mal wieder ein bisschen zu backen!

Ihr kennt ja inzwischen meine Vorliebe für vegane Kuchen-Rezepte (weil meistens gesund und lecker in einem). Dieses Mal hat es nicht ganz geklappt, es sind nämlich Eier mit drin. Was absolut nichts ausmacht (es sei denn, du bist Veganer), Eier sind nämlich auch ziemlich gesund.

Und vor ein paar Tagen habe ich etwas entdeckt, dass ich unbedingt kaufen musste: Kokosmehl! Deshalb kommt hier ein superschokoladiger Blaubeerkuchen mit viel gesundem Kokosmehl und Kokosöl.

Der Kuchen ist für so einen megaschokoladigen Kuchen ziemlich gesund, er wird nämlich ohne klassisches Mehl und auch ohne ungesunden Industriezucker gebacken. Dabei ist er superreichhaltig und schmeckt wie ein leckerer Schokoriegel. Die Beeren runden den Geschmack mit ihrer fruchtigen Note ab. Insgesamt benötigt ihr nur 5 Zutaten (6 mit den Blaubeeren), um ihn ratzfatz zu backen, genau das Richtige für uns! #momlife

Warum der Blaubeer-Kokos-Schokokuchen ausgerechnet ein Sommerkuchen ist? Weil er frisch aus dem Kühlschrank am besten schmeckt! Also schnell mal ausprobieren. 😉 Kokosmehl, Kokosöl und Kokosblütenzucker gibt es übrigens inzwischen sogar im Drogeriemarkt, ansonsten noch im Reformhaus, Bioläden oder online zu kaufen.

Blaubeer-Kokos-Schokokuchen ohne Mehl und Zucker

Dieser Schokokuchen kommt ohne Weizenmehl und ohne Industriezucker aus. Statt Mehl wird Kokosmehl verwendet, gesüßt wird mit Ahornsirup oder Datteln, dazu kommen Blaubeeren und ein Topping. Kokosmehl bindet sehr viel Flüssigkeit, deshalb braucht der Teig mehr Ei und mehr Milch als gewohnt.

Ratzfatz-Rezept: Blaubeer-Kokos-Schokokuchen

Zutaten für den Blaubeer-Kokos-Schokokuchen

Kuhenteig

110 g Kokosmehl
200 g Kokosblütenzucker
210 g Kokosöl
120 g Backkakao
6 Eier

Topping

125 ml Kokosöl
50 g Backkako
3 EL Kokosblütenzucker
ca. 200 g Blaubeeren (frisch oder gefroren)

Zubereitung des Blaubeer-Kokos-Schokokuchens

Schokoteig mit Kokosmehl:

1. Legt das Glas mit dem Kokosöl etwa 5 Minuten in heißes Wasser, dadurch wird es flüssig und ihr könnt es super dosieren.
2. Jetzt vermengt ihr alle Zutaten miteinander (also Kokosmehl, Kokosblütenzucker, Kokosöl, Backkakao und Eier), bis sich eine gleichmäßige Teigmasse ergibt.
3. Die füllt ihr jetzt am besten in eine Silikonform oder in eine eingefettete Kuchenform, in die ihr ebenfalls etwas Kokosmehl auf den Rändern verteilt habt. Verstreicht den etwas festen Teig gleichmäßig in der Form.
4. Jetzt kommt das Ganze für ca. 20 Minuten bei 180 in den Ofen.

Topping (könnt ihr vorbereiten, wenn der Kuchen im Ofen ist

Vermengt das Kokosöl mit dem Kakao und dem Kokosblütenzucker. Gebt das Schoko-Topping erst auf den Kuchen, wenn er etwa eine halbe Stunde abgekühlt ist und danach auf die Kuchenplatte gestürzt ist. Direkt danach drapiert ihr die Blaubeeren.

Anschließend in den Kühlschrank mit dem Kuchen, hier wird das Schoko-Topping schön knackfest und hält dann auch die meisten Blaubeeren fest.

Kurz vor dem Servieren noch anschneiden und dann genießen!

Tipp: Du kannst den Kuchen in ziemlich kleine Stücke schneiden, denn er macht durch seine Reichhaltigkeit supersatt und ist trotzdem megalecker. 🙂

Wie backt man mit Kokosmehl?

Anders als mit jedem anderen Mehl. Kokosmehl saugt ungefähr das Vier- bis Fünffache seines Gewichts an Flüssigkeit auf, deshalb lässt es sich nicht eins zu eins austauschen. Als Faustregel ersetzt man etwa ein Viertel der Mehlmenge eines Rezepts durch Kokosmehl und gibt dieselbe Menge zusätzliche Flüssigkeit dazu. Außerdem braucht der Teig mehr Bindung, meistens ein zusätzliches Ei pro 30 Gramm Kokosmehl. Lass den fertigen Teig fünf Minuten stehen, bevor er in die Form kommt, dann quillt das Mehl und du siehst, ob noch Flüssigkeit fehlt.

Warum wird der Kuchen trocken?

Weil zu lange gebacken oder zu wenig Fett verwendet wurde. Kuchen ohne Weizenmehl vertragen keine Backzeit auf Verdacht, deshalb ab der angegebenen Zeit alle fünf Minuten mit einem Holzstäbchen prüfen. Es sollte noch feucht sein, aber nicht mit Teig behaftet. Fett ist der zweite Punkt: Kokosöl, Nussmus oder Joghurt halten den Kuchen saftig. Und ein Trick, der fast immer hilft: den Kuchen nach dem Backen zehn Minuten in der Form lassen und dann abgedeckt auskühlen, damit die Restfeuchte im Kuchen bleibt.

Frische oder gefrorene Blaubeeren?

Beides funktioniert, gefrorene sogar oft besser, weil sie beim Backen weniger zerfallen. Gib sie direkt aus dem Gefrierfach in den Teig, ohne sie aufzutauen, sonst färben sie alles blau. Wende sie vorher in einem Löffel Mehl oder Kokosmehl, dann sinken sie nicht auf den Boden. Und rühre sie ganz zum Schluss unter, mit einem Löffel statt mit dem Mixer.