(Anzeige)

Meine Kinder lieben Geschichten! Und das haben alle unsere Kinder gleich: Sie lernen dadurch so viele Dinge und erleben die besten Abenteuer. Und wir lieben es, in ihre leuchtenden Augen zu schauen, wenn sie sich in ihren Gedanken auf die Reise der jeweiligen Geschichte begeben.

Und trotzdem ist jedes Kind anders. Mein ältester Sohn zum Beispiel ist totaler Realist. Er liebt es einfach, sachliche Geschichten zu hören. Am Besten ist es, wenn sie im echten Leben spielen und alles über Autos, Flugzeuge, Züge und Co. erklären. Meine Tochter hingegen ist eine totale Träumerin. Sie denkt sich selber gerne Geschichten aus und sie können ihr gar nicht verrückt und fabelhaft genug sein. Sie hat unglaublich viel Fantasie und ich muss aufpassen, das sie den Leuten nicht irgendwelche Geschichten als wahr verkauft, die sie sich ausgedacht hat. 😉

Buch, CD oder Hörbuch: was passt zu welchem Kind?

Alle drei, aber zu verschiedenen Zeiten. Das Bilderbuch funktioniert im Arm eines Erwachsenen und lebt vom Zeigen. Die CD oder das Hörspiel füllt Zeiten, in denen niemand vorlesen kann. Das Hörbuch bringt längere Geschichten mit, sobald ein Kind einer Handlung über mehrere Kapitel folgen kann, meist ab vier oder fünf.

Unsere Routine beim Geschichtenerzählen

Unsere Bücher-Routine:

Natürlich darf bei uns abends auf keinen Fall die Gutenacht-Geschichte fehlen, die meist ihr Papi den beiden Großen vorliest, während ich den Jüngsten ins Bett bringe. An den meisten Tagen darf sich jeder eine eigene Geschichte aussuchen, an manchen Tagen, an denen es schnell gehen muss, einigen sich beide Kids dann auf eine.

Auch tagsüber lesen sie oft. Sie kommen gut an ihr gut gefülltes Bücherregal und können sich dort einfach selbst die Bücher auswählen. Immer öfter kommt es zurzeit vor, dass sich die Beiden die Inhalte der Bücher merken und sie sich gegenseitig, uns Eltern oder ihren Puppen und Teddybären „vorlesen“, was unglaublich süß ist!

Unsere CD-Routine:

Vor ein paar Monaten haben wir einen CD-Player für die Kids geschenkt bekommen, mit ein paar schönen Kinder-CDs. Da sind meine beiden Großen zum ersten Mal auf den Geschmack gekommen, Geschichten zu hören, ohne die Bilder gleich vor Augen zu haben. Das war erst mal schon eine Umstellung, aber inzwischen finden sie es super.

CDs haben nur leider zwei große Nachteile: In Kinderhänden, besonders in sehr jungen, gehen sie einfach schnell kaputt und außerdem kosten sie doch relativ schnell Platz in unserem, nicht übertrieben großen Kinderzimmer. Eine richtige Routine haben wir mit CDs nicht. Sobald die Kinder eine bestimmte Geschichte hören wollen, hören wir sie, aber wir haben keine wirkliche Regelmäßigkeit dabei.

Unsere Hörbücher-Routine:

Die Kinder und ich lieben Hörbücher, am liebsten im Abo, wie es sie zum Beispiel bei Audible gibt. Audible ist die größte Plattform für Hörbücher, etwa so, wie es Spotify für Musik ist. Und Hörbücher haben den Vorteil, dass sie einfach online gespeichert sind, keinen Platz im Kinderzimmer benötigen und wir im Abonnement so viele, wie wir möchten anhören können.

Meine zwei älteren Kinder kommen gegen 14 Uhr aus dem Kindergarten nach Hause und haben dann meistens noch mal Hunger, obwohl sie gerade erst im Kindergarten Mittag gegessen haben. (Wer von euch kennt das noch? ^^) Nach dem Essen möchte ich, dass die Kids etwas runterkommen, weil sie dann manchmal ziemlich aufgedreht sind.

Und hier kommen die Hörbücher von Audible ins Spiel. Ich lasse sie zurzeit gemeinsam eine Geschichte aussuchen (aktuell steht Feuerwehrmann Sam hoch im Kurs). Dann setzen sie sich etwa eine halbe Stunde gemeinsam auf die Couch, wo sie je nach Länge ein bis zwei Hörbücher anhören, was sie ihnen total Spaß macht und wobei sie ganz andächtig sind. Anschließend wird es dann aber natürlich auch wieder Zeit ein bisschen draußen zu spielen.

In nächster Zeit teste ich die Kinder-Hörbücher auch auf Autofahrten testen und ich bin überzeugt, dass sie da sogar noch besser ankommen werden. 🙂

Ich werde Hörbücher übrigens immer Zeichentrick-Filmen vorziehen. Denn ich finde es so wichtig, dass die Fantasie von Kindern angeregt wird, indem sie sich Handlungen vorstellen müssen und ihnen nicht alles auf dem Tablett serviert wird.

Was sind Eure Erfahrungen und Routinen beim Geschichtenanhören oder vorlesen? Ich freue mich, wenn ihr mir schreibt oder unter dem Social Media Post kommentiert. 🙂

#InfreundlicherZusammenarbeitmitAudible

Ab welchem Alter sind Hörspiele sinnvoll?

Kurze Geschichten funktionieren ab etwa drei Jahren, längere Hörspiele ab vier bis fünf. Entscheidend ist weniger das Alter als die Länge: Ein Dreijähriges hält zehn Minuten durch, ein Sechsjähriges eine halbe Stunde. Achte auf die Machart, denn viele Hörspiele arbeiten mit Musik, Geräuschen und schnellen Wechseln, was manche Kinder aufdreht statt beruhigt. Für den Abend ist eine ruhig gelesene Geschichte fast immer die bessere Wahl als ein Hörspiel mit vielen Stimmen.

Ersetzt Hören das Vorlesen?

Nein, und der Unterschied ist gut belegt genug, um ihn ernst zu nehmen. Beim Vorlesen entsteht ein Gespräch: Das Kind fragt, zeigt, unterbricht, und genau daran wächst der Wortschatz. Ein Hörspiel läuft weiter, egal was das Kind denkt. Beides hat seinen Platz, aber das eine ist Beziehung und Sprache, das andere Beschäftigung und Fantasie. Wer wenig Zeit hat, sollte deshalb eher beim Vorlesen kürzen als es ganz durch Hören ersetzen.

Wie viel Hörzeit ist in Ordnung?

Weniger nach Minuten gerechnet als nach Wirkung. Ein Kind, das nach dem Hören ausgeglichen ist und wieder frei spielt, verträgt mehr als eines, das danach quengelig und unruhig ist. Feste Zeiten helfen mehr als eine Höchstdauer: eine Geschichte nach dem Mittagessen, eine vor dem Schlafen. Und die Geräte, die Kinder selbst bedienen können, brauchen eine klare Regel, sonst läuft der Ton den ganzen Tag im Hintergrund.

Wie findet man passende Geschichten?

Über das, was das Kind ohnehin interessiert, nicht über Empfehlungslisten. Ein Kind, das Fahrzeuge mag, hört Sachgeschichten lieber als Märchen, und ein Kind, das gern erschrickt, verträgt Spannung, die ein anderes nachts wachhält. Büchereien verleihen Hörspiele kostenlos, das ist der günstigste Weg zum Ausprobieren. Und wenn eine Geschichte zwanzigmal gehört wird, ist das kein Problem, sondern genau das, was Kinder in diesem Alter brauchen.