Das erste Mal war ich vor 15 Jahren in Paris, zusammen mit anderen Fashion Design Studenten. Wir wohnten in einem kleinen Hostel mit noch kleineren Zimmern ganz in Dunkelrot, die wir uns jeweils zu zweit teilten. 

An Sehenswürdigkeiten kann ich mir nur an Sacre Coeur und Moulin Rouge erinnern, denn unser eigentliches Ziel war eine Stoffmesse, denn wir waren ja schließlich nicht zum Vergnügen hier.

Es waren viel zu kurze und trotzdem total aufregende Tage. 

Damals war ich mir sicher, dass Paris nicht unbedingt die Stadt ist, die man sich gemeinsam mit Kindern anschauen möchte.

Lohnt sich Paris mit Kindern?

Ja, wenn man das Programm halbiert. Paris hat auf engem Raum sehr viele Parks, und zwischen zwei Sehenswürdigkeiten liegt fast immer einer. Wer zwei Punkte am Tag plant statt fünf und die Metro für die Strecke nimmt, erlebt eine Stadt, die Kindern gefällt. Wer den Reiseführer abarbeitet, nicht.

Warum Paris mit Kindern doch eine richtig gute Idee ist

Als es dieses Jahr allerhöchste Zeit wurde dieser wunderschönen Stadt wieder einen Besuch abzustatten, habe ich es mir anders überlegt und nicht im Geringsten bereut.

Paris ist nicht nur die romantische Stadt der Turteltauben und Liebenden, sondern ein toller Kultur- und City Trip für die ganze Familie.

Ich verrate euch, warum wir unsere Reise nach Paris mit den Kindern nicht bereut haben und wie sie ein Erfolg geworden ist.

Welche Unterkunft mit Kindern in Paris?

Zuerst die harten Fakten, damit ihr unsere Ausgangslage kennt:

Wir haben drei Kinder im Alter von 5, 7 und 9 Jahren und waren als Familie 6 Tage in Paris.

Es ist eine echte Herausforderung, die richtige Unterkunft in Paris zu finden, besonders mit Kindern. Für uns mit drei Kindern ist die klassische Zimmer-Aufteilung in Hotels zum Beispiel immer eine Herausforderung. Außerdem wollten wir auf keinen Fall mitten im Pariser Tourismus-Trubel landen, sondern trotz etwas Sightseeing so oft wie möglich ins echte Pariser Lebensgefühl eintauchen.

Deshalb haben wir es bei dieser Reise mit einem Airbnb-Apartment in dem angesagten Pariser Viertel Bastille/Marais versucht und es war die beste Idee!

Das Airbnb-Apartment für unseren Trip mit Kindern in Paris war zwar klein, aber gut geschnitten. Und da wir uns außer zu übernachten sowieso kaum dort aufgehalten haben, war es mit seiner zentralen Lage genau richtig für uns.

Nebenan gab es eine tolle, klassische Boulangerie, die ihr Gebäck vor Ort anfertigen und zu den guten und gemütlichen kleinen Cafés und Restaurants haben wir nie mehr als ein paar Gehminuten benötigt.

City Trip in Paris mit Kindern: die richtige Dosis Kultur

Es war uns wichtig, den Kindern in Paris so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich zu zeigen, aber ohne dass es zu anstrengend wird. Deshalb haben wir uns entschieden, immer gleich morgens nach dem Frühstück zu dem Kultur-Programm des Tages aufzubrechen, damit wir uns dann den ganzen Nachmittag in unserem Stadtviertel treiben lassen und den Pariser Lifestyle genießen konnten.

So haben wir unser Kultur-Programm aufgeteilt, damit es den Kindern nicht zu viel wird:

1. Tag: Eiffelturm, bei Tag & Fahrt auf der Seine

2. Tag: Sacre Coeur & Moulin Rouge & Künstlerviertel Montmatre

3. Tag: Louvre (Tipp: unbedingt vorher online reservieren)

4. Tag: morgens Notre Dame & Shakespeare & Co Bookstore, abends der funkelnde Eiffelturm

5. Tag: Versailles

Abendprogramm für kleine Pariser Wohnungen 

Unsere Kinder schauen nur sehr selten fern, sie sind mit Hörspielen total zufrieden und im Alltag haben wir auch nicht wirklich Zeit dafür.

Für unseren Paris-Trip haben wir eine Ausnahme gemacht und uns ein paar Filme rausgesucht, die sie ein bisschen auf Paris einstimmen oder Wiedererkennen lassen.

Netter Nebeneffekt: Sie haben nicht allzu wild in unserem kleinen Apartment herumgetobt.

Diese Filme haben wir angeschaut:

Ratatouille

Ballerina

Der Glöckner von Notre-Dame

Cars 2

Im Nachhinein kann ich es gar nicht glauben, dass ich so lange nicht in Paris war, aber dafür war unser City Trip einer der schönsten, die wir bisher gemacht haben.

Häufige Fragen zu Paris mit Kindern

Ab welchem Alter lohnt sich Paris mit Kindern?

Ab etwa fünf Jahren, wenn Kinder eine halbe Stunde laufen können und sich an etwas erinnern. Mit Kleinkindern geht es auch, dann aber mit einem Programmpunkt am Tag statt drei und mit einem Wagen, der Treppen aushält.

Wie viele Tage braucht man?

Vier Nächte sind der gute Kompromiss. Bei zwei Nächten geht die Hälfte für An- und Abreise drauf, ab fünf Tagen wird es für Kinder anstrengend. Drei Sehenswürdigkeiten und ein Park pro Tag sind das Maximum, meistens sind es zwei.

Lohnt sich der Museumspass mit Kindern?

Selten. Kinder sind in den meisten Pariser Museen ohnehin frei, und mit Kindern schafft man weniger Häuser, als der Pass rentabel macht. Was sich lohnt, sind Zeitfenster-Tickets online, weil sie das Anstehen ersparen.

Wie kommt man mit Kindern durch die Stadt?

Metro für die Strecke, zu Fuß für den Rest. Die Metro ist schnell und günstig, hat aber viele Treppen und selten Aufzüge; mit Kinderwagen wird das anstrengend. Eine Trage ist in Paris oft die bessere Wahl als ein Buggy.

Was tun, wenn die Kinder nicht mehr wollen?

Einen Park ansteuern. Paris hat auf engem Raum sehr viele, und fast alle haben einen Spielplatz. Eine Stunde Rennen zwischen zwei Sehenswürdigkeiten rettet den ganzen Nachmittag und ist besser investiert als das dritte Museum.