Ein sommerlich warmer Tag schreit gerade nach einem Ausflug zum Spielplatz. Zumindest dann, wenn das Freibad oder der See gerade nicht auf der Tagesordnung stehen.

Aber wie geht das bei 40 Grad Außentemperatur oder sogar mehr? In Rio de Janeiro wird ein wenig anders gespielt und herumgetobt.

Spielplätze in Rio de Janeiro: anders als gedacht

Spielplätze in Rio de Janeiro sehen anders aus als in Deutschland. Wegen der Hitze liegen viele im Schatten oder gleich drinnen, in klimatisierten Einkaufszentren gibt es große Indoor-Spielparadiese mit Betreuung. Klassische Spielplätze im Freien sind seltener und oft schlechter ausgestattet als hierzulande.

Spielparadiese für Kinder in Rio de Janeiro

Die Kindergärten in Rio haben ihre eigenen Spielecken, doch oft sind diese entweder überdacht oder gar indoor. Das liegt zum einen am Platzmangel, da Kindergärten selten einen großen Außenbereich haben. Oder aber an den Temperaturen, da es sich bei riesiger Hitze nicht so gut draußen spielen lässt und die Spielgeräte noch dazu heiß werden.

Die meisten der sogenannten Condomínios, das sind Wohngebäuden und Hausgemeinschaften, besitzen ihre eigene Brinquedoteca. Das ist ein Spielzimmer, das oft liebevoll eingerichtet und von den Kids super angenommen wird. Da darf dann natürlich die Klimaanlage nicht fehlen. 😉

Der Nachteil an normalen Spielplätzen

Wir haben zwar auch einen Outdoor-Spielplatz am Haus und im Park nebenan, aber dieser wird eher selten genutzt. Das liegt oft an den hohen Temperaturen und der direkten Sonneneinstrahlung, der die Kinder ohne Schutz auf dem Spielplatz ausgesetzt sind.

Unser Spielraum im Haus hat viel Platz und allerhand Spielzeug. Außerdem eine riesige Tafel, ein Bällebad und vieles mehr.

Diese Indoor-Spielplätze findest du ziemlich häufig in Brasilien, in fast jedem Shoppingcenter, in vielen Hausgemeinschaften und sogar in manchen Restaurants. In puncto Spaß und Action wird Kindern in Brasilien ziemlich viel geboten, wie ich finde.

Aber sieh selbst, was Arthur dazu sagt:






Die süßen schwarzen Mokassin sind übrigens von Inch Blue. Die sind super bequem und perfekt für Arthurs Spielenachmittage.

Wie spielt man mit Kindern bei großer Hitze?

Früh und spät, aber nicht zwischen elf und sechzehn Uhr. In dieser Zeit ist die UV-Strahlung in den Tropen am stärksten und der Boden auf Spielgeräten wird heiß genug, um Hände zu verbrennen. Was gut funktioniert, sind Wasserspiele im Schatten, der Strand am späten Nachmittag und drinnen alles, was klimatisiert ist. Wichtig sind außerdem Trinken im Rhythmus statt nach Durst, ein Hut mit breiter Krempe und Kleidung mit UV-Schutz, die mehr leistet als jede Creme.

Was ist ein Indoor-Spielparadies?

Eine kostenpflichtige, betreute Spielfläche in einem Einkaufszentrum, in Brasilien meistens als Buffet oder Espaço Kids bezeichnet. Kinder werden am Eingang angemeldet, tragen ein Bändchen und werden von Personal beaufsichtigt, Eltern können in der Zwischenzeit essen oder einkaufen. Die Ausstattung reicht von Bällebad und Klettergerüst bis zu ganzen Themenwelten. Für Familien ist das an heißen Tagen die praktischste Lösung, kostet aber pro Kind und Stunde.

Was ist der Nachteil solcher Spielflächen?

Sie ersetzen keine freie Bewegung im Freien. Kinder, die vor allem drinnen spielen, bekommen weniger Tageslicht, weniger unebenen Untergrund und weniger Gelegenheit, eigene Risiken einzuschätzen. Genau das aber trainiert Gleichgewicht und Selbsteinschätzung. Deshalb lohnt es sich, trotz Hitze feste Zeiten draußen einzuplanen, morgens vor der größten Wärme oder abends nach Sonnenuntergang. In Rio de Janeiro sind dafür die Strandpromenaden gut geeignet, die am Wochenende für Autos gesperrt werden.

Worauf achtet man auf einem Spielplatz im Ausland?

Auf Untergrund, Schatten und Wasser. Fallschutz ist längst nicht überall selbstverständlich, und Beton unter einer Rutsche ist in vielen Ländern normal. Prüfe die Geräte kurz mit der Hand auf Hitze, bevor Kinder darauf klettern, denn dunkler Kunststoff wird in der Sonne heiß genug für Verbrennungen. Und nimm immer eigenes Wasser mit, weil Trinkbrunnen selten sind.