Kindertag: welcher Termin gilt wann?
Der Internationale Kindertag wird am 1. Juni gefeiert und war in der DDR sowie in vielen Ländern der Welt üblich. In Deutschland gibt es zusätzlich den Weltkindertag am 20. September und den Tag der Kinderrechte der Vereinten Nationen am 20. November. Alle drei erinnern daran, dass Kinder eigene Rechte haben.
Hallo ihr Helden und Weltveränderer,
ich bin so froh, dass es euch gibt!
Ihr seid die Zukunft dieser Welt, ihr werdet sie prägen, gestalten, und hoffentlich zu einem besseren Ort machen. Wir möchten euch dabei helfen.
Ich möchte euch heute Danke sagen.
Dafür, dass es euch gibt.
Und dafür, dass ihr uns so viel lehrt, ohne es zu beabsichtigen.
Ich klinge vielleicht kitschig, aber ich wünschte, wir wären mehr so wie ihr.
Ja, ihr tragt so viel Hoffnung in euch: Alles an euch strahlt Hoffnung aus, lasst sie euch niemals rauben.
Ihr könnt groß träumen, ihr glaubt, dass ihr alles erreichen könnt. Lasst euch das von niemandem klein Reden.
Ihr lebt im Hier und Jetzt. Und ihr könnt selbst über Kleinigkeiten lachen.
Lauthals und unbeschwert.
Durch euch lernen wir Verantwortung zu übernehmen.
Wir möchten gute Vorbilder sein.
Gute Entscheidungen treffen, für uns und für euch, damit ihr lernt die guten Entscheidungen für euer Leben zu wählen.
Wir haben kein Anrecht darauf, euch in unserem Leben zu haben, niemand hat das.
Ihr seid ein umso größeres Geschenk und wir wissen es so sehr zu schätzen!
Sobald ihr in unserer Nähe seid, wird unser Leben bunt.
Manchmal anstrengend, aber immer farbenfroh.
Ein bisschen wild, aber endlich lernen wir es, uns lockerzumachen.
Den eigentlichen Plan aufzugeben und uns ins Abenteuer zu stürzen.
Das aufregende, verspielte, fröhliche Abenteuer namens Kindheit. Danke, dass ihr uns daran teilhaben lasst. Und wir durch euch wieder jung werden.
Wisst ihr was? Ich freue mich so sehr über euch, dass ich beschlossen habe, auch immer ein Stück Kind zu bleiben, voller Hoffnung und großer Träume.
Warum gibt es in Deutschland mehrere Kindertage?
Weil sich in Ost und West unterschiedliche Termine etabliert haben. Der 1. Juni geht auf einen Beschluss von 1949 zurück und wurde in der DDR sowie in vielen sozialistischen Staaten als Internationaler Kindertag gefeiert. In der Bundesrepublik setzte sich ab 1954 der 20. September als Weltkindertag durch. Nach der Wiedervereinigung blieben beide Termine bestehen, in den östlichen Bundesländern wird der 1. Juni bis heute stärker begangen. Der 20. November ist wiederum der Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention von 1989.
Welche Rechte haben Kinder?
Die UN-Kinderrechtskonvention nennt vier Grundprinzipien: das Recht auf Gleichbehandlung, den Vorrang des Kindeswohls, das Recht auf Leben und bestmögliche Entwicklung sowie das Recht, gehört zu werden und mitzubestimmen. Daraus folgen konkrete Rechte auf Bildung, Gesundheit, Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie auf Spiel und Freizeit. Deutschland hat die Konvention 1992 ratifiziert. Für Kinder lassen sich diese Rechte gut erklären, weil sie sehr konkret sind: Du darfst zur Schule gehen, du darfst deine Meinung sagen, dich darf niemand schlagen.
Wie feiert man den Kindertag zu Hause?
Mit etwas, das die Kinder bestimmen dürfen. Genau darin liegt der Sinn des Tages: einmal entscheiden, was gegessen wird, was gespielt wird und wie der Nachmittag aussieht. Ein Ausflug ist nicht nötig, ein Kuchen und ein Vorrecht reichen. Und ein Brief an das eigene Kind, in dem steht, was man an ihm mag, ist ein Geschenk, das Jahre später noch gelesen wird. Aufheben lohnt sich, deshalb kommt ein Datum darunter.
Wie erklärt man Kindern ihre Rechte?
Über Beispiele aus ihrem Alltag statt über Paragrafen. Du darfst sagen, was du denkst. Dich darf niemand schlagen. Du darfst zur Schule gehen. Du darfst spielen. Kinder verstehen das sofort, weil es an ihre eigenen Erfahrungen anschließt. Für ältere Kinder eignen sich die Kinderrechte als Gesprächsanlass darüber, dass es Kindern in anderen Ländern anders geht, ohne dass daraus eine Belehrung wird.
Titelfoto: Markus Spiske auf Unsplash