People will forget what you said
People will forget what you did
But people will never forget how you made them feel.
Maya Angelou
„Die Menschen werden vergessen, was du gesagt hast. Die Menschen werden vergessen, was du getan hast. Aber sie werden nie vergessen, wie sie sich durch dich gefühlt haben.“
Dieses Zitat von der wunderbaren Maya Angelou hat es in sich.
Ich weiß nicht, was es mit dir macht, aber bei mir geht das ziemlich tief. Nicht weil mir auf Anhieb Menschen einfallen, bei denen ich mich schlecht gefühlt habe.
Sondern, weil ich weiß, dass es mir in verschiedenen Situationen oft am meisten darum ging, etwas ganz klar zu formulieren oder alles richtig zu machen.
Aber die Wahrheit schmerzt manchmal und sowohl Worten als auch Taten alleine machen noch nicht die Qualität einer Beziehung zwischen Eltern und Kindern aus.
Was Kinder von zu Hause wirklich in Erinnerung behalten
Kinder erinnern sich selten an einzelne Geschenke oder perfekt geplante Tage. Was bleibt, ist die Stimmung: ob zu Hause gelacht wurde, ob sie sich sicher gefühlt haben und wie Erwachsene mit ihren eigenen Fehlern umgegangen sind. Genau darauf lässt sich Einfluss nehmen, jeden Tag ein Stück, und das unabhängig von Geld und Zeit.
Übernimm die Verantwortung für die Atmosphäre in deinem Zuhause
Ich möchte dich und mich heute mal herausfordern, dieses Zitat von Maya Angelou auf unseren Alltag mit den Kindern zu übertragen.
Überprüf doch mal genau wie ich folgende Punkte:
1. Ich weiß das ich meine Kinder liebe. Aber wissen sie es?
2. Ich freue mich, wenn meine Kinder fröhlich und unbeschwert sind. Aber bin ich es?
3. Meine Kinder reden gerne. Aber fangen sie an zu verstummen, weil sie denken, dass es mich nicht interessiert?
Ich weiß, nicht wie eure Routine ist. Ob die Kids schon in den Kindergarten oder in die Schule gehen. Ob du die Familie managst oder auch noch zusätzlich berufstätig bist.
Aber in einer Sache bin ich mir ziemlich sicher: Du hast alle Hände voll zu tun.
Ich denke manchmal zurück an die Sommerferien, in denen ich 13 Jahre war und in denen mir richtig langweilig war. Es ist das letzte Mal, an das ich mich bewusst an den Zustand der Langeweile erinnern kann. Daran, nicht zu wissen, was ich mit all der zur Verfügung stehenden Zeit machen soll.
Umso wichtiger, dass wir unsere Prioritäten richtig setzen. Ich habe mir vorgenommen, meine Kinder nie merken zu lassen, dass ich sehr viel zu tun habe. Damit meine ich nicht, dass ich etwas vortäusche. Aber das ich meine Prioritäten richtig setze. Ihnen zeige, dass Menschen, vor allem meine Familie, und nicht Checklisten meine Priorität sind.
Meine Kinder sind in einem Alter, in dem sie sich nichts Schöneres vorstellen können, als mit mir Zeit zu verbringen. Was für eine Ehre! Ich wünsche mir, dass es immer so bleibt, aber wir Eltern wissen es besser. 😉
Also setze ich alles daran jetzt so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen. Meine Checklisten ganz bewusst in solchen Momenten zur Seite zu schieben und voll da zu sein. Wenn mich etwas traurig macht, der Traurigkeit ins solchen Momenten keinen Raum zu geben, sondern die Zeit mit meinen Kindern zu genießen, zu lachen, zu toben und im Hier und Jetzt zu leben. Das tut nicht nur meinen Kindern gut, sondern auch mir.
Morgen kommt bestimmt. Es bringt nichts den heutigen Tag mit Sorgen zu verbringen. Dadurch hast du nicht mehr von dem Tag, sondern weniger. Natürlich gibt es Herausforderungen, aber lass uns versuchen lösungsorientiert zu sein. Und viele Dinge, die uns Sorgen machen, muss man einfach abwarten. Im Nachhinein hat es selten etwas gebracht, deshalb traurig oder schlecht gelaunt zu sein. Es hat nur das Hier und Jetzt verdorben.
Ich bin jeden Tag ganz bewusst dankbar für all die wunderbaren Dinge in meinem Leben. Auf die fokussiere ich mich. Nicht auf all die Dinge, die nicht so laufen oder die ich mir überhaupt noch wünsche. Natürlich arbeite ich an der Lösung, aber ich lasse nicht zu, dass es meine positive Einstellung verändert.
If we are bold, love strikes away the chains of fear from our souls. Maya Angelou
Durch diesen Fokus kann ich ganz anders auf meine Kinder eingehen. Mit einer Freude und Leichtigkeit, zu der ich sonst nicht fähig wäre.
Ich möchte lernen meinen Kindern nicht nur viele wichtige und wahre Sachen zu sagen. Oder richtige und gute Dinge zu tun. Sondern ihnen immer die Gewissheit und das Gefühl geben geliebt zu sein. Dafür zu kämpfen, dass sie ihre Unbeschwertheit so lange wie möglich behalten. Vielleicht für immer. Und nicht nur bei meinen Kindern, sondern bei jedem viel mehr darauf achten, dass mein Gegenüber sich wertgeschätzt und geliebt fühlt. ich freue mich, wenn du mitmachst.
Love costs all we are
and will ever be.
Yet it is only love
which sets us free.
A Brave and Startling Truth.
Maya Angelou
Ab welchem Alter erinnern sich Kinder überhaupt?
Bewusste, erzählbare Erinnerungen setzen bei den meisten Menschen zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr ein, die Zeit davor ist als infantile Amnesie bekannt. Das heißt allerdings nicht, dass die ersten Jahre folgenlos bleiben. Kinder speichern früh, wie sich Nähe anfühlt, ob auf Weinen jemand reagiert und ob der Alltag verlässlich ist. Diese Erfahrungen prägen, ohne dass später eine Szene dazu erzählt werden kann.
Was tun, wenn man laut geworden ist?
Das Wichtigste kommt danach. Kinder nehmen keinen Schaden davon, dass Eltern gelegentlich die Nerven verlieren, sondern davon, dass es ohne Erklärung im Raum stehen bleibt. Geh später noch einmal hin, sag in einfachen Worten, dass du zu laut warst, dass es dir leidtut und dass es nicht an dem Kind lag. Diese Wiedergutmachung ist selbst eine der Erinnerungen, die bleiben: Kinder lernen daran, dass man Fehler zugeben kann, ohne dass die Beziehung dadurch gefährdet wird.
Wie schafft man eine gute Stimmung im Zuhause?
Über Kleinigkeiten, die sich wiederholen. Ein fester Punkt am Tag, an dem alle zusammenkommen. Musik beim Aufräumen statt Ermahnungen. Ein Satz zur Begrüßung, der jedes Mal gleich ist. Und Erwachsene, die aussprechen, was sie am Zusammenleben mögen, statt es nur zu denken. Nichts davon kostet etwas, und alles davon merken Kinder sofort.