Vielleicht gehörst du auch zu den vielen, die morgen in den Winterurlaub fahren. Damit die Zeit im Auto weder für dich noch deine Kids zur Qual wird, habe ich dir ein paar Tipps für lange Autofahrten oder im Stau zusammengestellt.
Für manche Inspirationen benötigst du gar keine Vorbereitung und manche Ideen nimmst du einfach dann zur nächsten längeren Autofahrt mit.
Lange Autofahrten mit Kindern: was hilft
Lange Autofahrten mit Kindern werden erträglich, wenn Beschäftigung vorbereitet ist und Pausen fest eingeplant sind. Bewährt haben sich Activity-Karten, Hörbücher, Magnetspiele und Malzeug. Dazu kommen Spiele ganz ohne Material wie Ich sehe was, was du nicht siehst, die auch im Stau funktionieren.
Vorbereitete Ideen für lange Autofahrten oder Staus
1. Vorbereitete Activity-Karten:
Ich habe hier total süße Activity-Karten mit guten Ideen gefunden, um die lange Zeit auf der Autobahn herum zu bekommen. Der Text ist leicht verständlich, aber die Karten erklären sich eigentlich von selbst.
Du kannst die Karten kostenlos ausdrucken.
2. Bilderbücher oder Comics
Je nach Alter deiner Kinder besorgst du einfach ein paar neue bunte Bücher oder Comics und kannst die entspannte Stille auf dem Rücksitz genießen.
Kostenspar-Tipp: Gut erhaltene Bücher kannst du oft auf dem Flohmarkt supergünstig erstehen oder du leihst sie aus der Bücherei aus.
3. Hörbücher auf CD
Suche ein paar spannende Hörbücher heraus oder Musik, bei der deine Kinder gerne mitsingen. So teilt ihr als Familie unterwegs schon ein Abenteuer oder eine besonders spaßige Zeit im Auto.
4. Malbücher, Block und Stifte
Meine Kids malen jetzt schon super gerne und ich kann mit ein paar Stiften und einem Blog schon ein paar ruhige Minuten herausschlagen. Je älter die Kinder desto länger malen viele gerne. Überrasche sie doch mit besonderen Stiften: z.B. in 3D-Optik oder mit Glitzer.
5. Magnetspiele
Auch im Auto kann man mit ein bisschen Hilfe Brettpiele spielen. Das Zauberwort heißt: Magneten.

Spiele für Staus oder lange Autofahrten ohne Vorbereitung
Bei manchen Spielen können schon ganz kleine Kinder mitspielen, wenn sie sprechen können. Manche Spiele sind eher für Kinder im Grundschulalter oder älter gedacht.
1. Ich sehe was, was du nicht siehst
Einer sucht sich einen Gegenstand, zum Beispiel Mamis Handtasche, und benennt seine Farbe. Wichtig ist, dass der Gegenstand für alle sichtbar ist. Dann sagt derjenige zum Beispiel: Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist Blau.
Der Erste, der den Begriff errät, darf weitermachen.
2. Ich packe meinen Koffer
Der Reihe nach packt jemand etwas in den gemeinsamen Koffer. Wichtig ist dabei, die Gegenstände der Vorgänger in der richtigen Reihenfolge wieder mit einzupacken. Der Erste, der einen Fehler macht, bekommt einen Strafpunkt. Derjenige mit den wenigsten Strafpunkten gewinnt das gesamte Spiel.
3. Personenraten
Du überlegst dir eine bekannte oder zumindest euch allen bekannte Person. Die anderen dürfen der Reihe nach Fragen stellen, die du beantwortest. Du darfst die Fragen nur mit ja oder nein beantworten. Ist die Antwort ja, darf die Person eine weitere Frage stellen. Sobald du eine Frage mit nein beantwortest, darf der Nächste dir Fragen stellen.
4. Kennzeichen-Bingo
Jeder darf fünf Kennzeichen aufschreiben und beginnt dann eine Strichliste mit den Autos zu führen, die das richtige Kennzeichen haben.
Bestimmt können Mami und Papi den jüngeren Kids ein paar gute Kennzeichen vorgeben. 😉
3. Ja, Nein, Vielleicht
Stellt euch gegenseitig Fragen. Niemand darf mit ja, nein oder vielleicht antworten. Ein Spiel, das mit kleinen Kinder eine völlige neue Spaßdimension bekommt.
4. Wortschlangen bilden:
Wer ist am einfallsreichsten?
Fußball-Ballsport-Sportplatz-Platzangst-Angsthase- … und, und, und
5. Farben zählen
Ihr legt eine Farbe fest und wer die meisten Autos in der Farbe zählt hat gewonnen. Der Trick: Wer zuerst „Meins!“ ruft, dessen Auto dürfen die anderen nicht mehr zählen.
Wie oft sollte man Pausen machen?
Etwa alle zwei Stunden, mit kleinen Kindern eher öfter. Wichtig ist weniger die Länge als die Bewegung: Fünfzehn Minuten, in denen alle laufen, wirken besser als eine halbe Stunde auf einer Raststättenbank. Plane die Pausen möglichst an Spielplätzen oder Wiesen statt an reinen Tankstellen. Und rechne bei der Reisezeit realistisch: Eine Strecke, die allein vier Stunden dauert, braucht mit Kindern gut sechs. Wer das einplant, gerät nicht unter Druck, wenn eine Pause länger wird.
Was hilft gegen Übelkeit im Auto?
Sitzposition, Blick und Essen. Reiseübelkeit entsteht, wenn die Augen etwas anderes melden als der Gleichgewichtssinn, deshalb hilft ein Blick nach vorn und nach draußen. Genau darum sind Bücher und Bildschirme im Auto für empfindliche Kinder die schlechteste Beschäftigung, während Hörspiele gut funktionieren. Frische Luft, eine leichte Mahlzeit vor der Fahrt statt eines vollen oder leeren Magens und häufige Pausen helfen zusätzlich. Bei starker Neigung zur Reisekrankheit lohnt sich ein Gespräch in der kinderärztlichen Praxis.
Wie packt man das Auto sinnvoll?
Alles Wichtige in den Innenraum, den Rest in den Kofferraum. In Reichweite gehören Wasser, Snacks, ein Wechselshirt, Feuchttücher, ein Müllbeutel und die Beschäftigung. Wichtig ist außerdem, dass keine schweren oder harten Gegenstände lose im Innenraum liegen, denn bei einer Vollbremsung werden sie zu Geschossen. Taschen gehören in den Kofferraum oder in den Fußraum, nicht auf die Hutablage.