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Eine Baby Shower ist die schönste Art, sich vor der Geburt gemeinsam zu freuen. Bei uns war es ein Nachmittag mit Freundinnen, blauer Deko, viel zu viel Süßem und einem Spiel, das bis heute in der Erinnerung hängengeblieben ist.
Hier steht, was wir gemacht haben und was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Deko, Candy Bar, Aktionen und Photo Booth, dazu die Fragen, die mir seitdem am häufigsten gestellt wurden.
Was gehört zu einer Baby Shower?
Vier Dinge, mehr braucht es nicht: etwas Deko, etwas Süßes, eine gemeinsame Aktion und ein paar Fotos. Alles andere ist Zugabe. Der Nachmittag lebt davon, dass die werdende Mutter nichts organisieren muss, deshalb übernimmt die Ausrichtung üblicherweise eine Freundin oder die Schwester.
Eine durchgehende Farbe hält das Ganze zusammen, auch wenn die Einzelteile aus verschiedenen Läden kommen. Bei uns war es Blau in drei Abstufungen, dazu Weiß und Silber.
Die Deko

Am meisten Wirkung für wenig Geld machen drei Dinge: Papier-Pompons an der Decke, Folienballons als Buchstaben und eine Lichterkette. Die Pompons hängen an Nylonfaden über dem Tisch, die Buchstaben stehen an der Wand hinter dem Buffet, und die Lichterkette macht aus jedem Novembernachmittag warmes Licht.

Ein Tipp, den ich vorher nicht wusste: Folienballons mit Helium halten nur wenige Stunden, luftgefüllt dagegen tagelang. Wenn du am Vortag aufbaust, nimm Luft und klebe sie an die Wand.
Die Candy Bar

Eine Candy Bar sieht nach viel mehr Arbeit aus, als sie ist. Der Trick sind unterschiedliche Höhen: Etageren und Bonbongläser in drei Größen, alles in derselben Farbfamilie gefüllt. Dann wirkt sogar ein Tisch mit Supermarkt-Süßigkeiten wie ein Konzept.

Rechne mit etwa 150 Gramm Süßem pro Gast, das klingt wenig, reicht aber. Und stell kleine Tüten daneben, dann nehmen die Gäste den Rest mit, statt dass er drei Wochen in der Küche steht.
Die Aktionen

Das war der schönste Teil: weiße Bodys und Textilstifte, und jede Freundin gestaltet einen. Man trägt sie später wirklich, und bei jedem Anziehen weiß man, von wem er ist.

Wichtig ist nur: Stifte nehmen, die nach dem Bügeln waschbar sind, sonst ist die schöne Zeichnung nach dem ersten Waschgang blass. Und leg ein Stück Pappe in den Body, sonst drückt die Farbe durch.
Weitere Aktionen, die bei uns oder bei Freundinnen gut funktioniert haben: Wunschkarten für das Kind, die es zum 18. Geburtstag bekommt. Ein Ratespiel, bei dem Babyfotos der Gäste erraten werden. Und die klassische Windeltorte, die praktisch ist, weil man sie danach benutzt.
Der Photo Booth
Eine leere Wand, eine Lichterkette und ein Requisiten-Set mit Schildern und Brillen: Mehr braucht es nicht, und es entstehen die Fotos, die man Jahre später noch anschaut. Ein Stativ mit Selbstauslöser ist besser als ein Handy, das herumgereicht wird, weil dann alle mit aufs Bild kommen.
Wann feiert man eine Baby Shower?
Etwa vier bis sechs Wochen vor dem Termin, also im achten Monat. Früher fehlt die Vorfreude, später wird es für die Schwangere anstrengend, und es besteht die Gefahr, dass das Baby vorher kommt. Ein Nachmittag am Wochenende ist praktischer als ein Abend, und drei Stunden reichen völlig.
Wer richtet die Baby Shower aus und wer bezahlt?
Ausgerichtet wird sie von einer Freundin, der Schwester oder einer kleinen Gruppe, nicht von der werdenden Mutter selbst. Das ist der ganze Sinn der Sache. Die Kosten teilen sich üblicherweise die Gastgeberinnen, oft zahlt jede Gästin einen kleinen Beitrag für Essen und Deko. Wer knapp kalkulieren möchte: Deko und Candy Bar für zehn Gäste sind mit fünfzig bis achtzig Euro machbar, wenn die Gläser und Etageren geliehen sind.
Was schenkt man zur Baby Shower?
Kleinigkeiten, keine Erstausstattung. Üblich sind Dinge, die verbraucht werden: Windeln in verschiedenen Größen, Pflegeprodukte, ein Buch, ein Paar Söckchen. Das große Geschenk gehört nach der Geburt. Wer etwas Persönliches sucht, schreibt einen Brief an das Kind, den es später bekommt.
Welche Spiele funktionieren wirklich?
Die, bei denen niemand vorgeführt wird. Bodys gestalten, Babyfotos erraten und Wünsche aufschreiben laufen von selbst. Spiele, bei denen der Bauchumfang geschätzt oder Babybrei erraten wird, sind für die Schwangere selten so lustig wie für die Gäste. Zwei Aktionen für drei Stunden genügen, dazwischen wollen alle reden.
Ist eine Baby Shower vor der Geburt in Deutschland üblich?
Inzwischen ja, sie kommt aber aus den USA und war hier lange unbekannt. Manche Familien feiern lieber nach der Geburt, weil es sich vorher nach Vorgriff anfühlt. Beides ist richtig, entscheidend ist, was die Schwangere möchte. Wer unsicher ist, feiert klein und ohne große Geschenke, dann bleibt es das, was es sein soll: ein Nachmittag mit den Menschen, die einen begleiten.
