Dieses Mal kamst du noch viel schneller als erwartet. Klar, du kommst nicht überraschend und genau nach Terminplan, aber die letzten Tage sind einfach unfassbar schnell gerannt.

Eigentlich bin ich erst heute richtig in 2017 angekommen, ich habe mir nämlich direkt am 1. Januar erst mal einen fiesen Reizhusten eingefangen, besonders schön, wenn es nur noch ein paar Tage bis zum Geburtstermin sind. Bloß nicht das Baby zu doll durchschütteln. :/

Seit heute ist es nur noch etwas Schnupfen mit einem kleinen, normalen Husten, ich bin ganz schön erleichtert, dass das diesmal so schnell vorbeiging. Mit den Weihnachtsfeiertagen plus Kindergeburtstag zwischen den Jahren (Bericht und Fotos folgen noch) und einem schönen Silvesterabend mit Freunden war letzte Woche aber auch einfach ganz schön viel los.

Welche Vorsätze halten wirklich?

Die, die klein genug sind, um an einem schlechten Tag noch zu klappen. Ein Vorsatz wie mehr Sport scheitert an der Unschärfe, zehn Minuten nach dem Frühstück nicht. Und Vorsätze, die eine Richtung beschreiben statt ein Ziel, halten länger, weil man sie nicht verfehlen kann: ruhiger werden, weniger vergleichen, öfter danke sagen.

Meine Vorsätze für 2017

Wie schon erwähnt, komme ich erst heute dazu, mir Gedanken über 2017 zu machen. Hier ist, was ich mir vorgenommen habe:

  1. Wie jedes Jahr:

    Dieses Jahr wird das beste Jahr meines Lebens!

  2. Jeden Moment genießen:

    Gerade die Zeit mit kleinen Kinder, sie werden einfach viel zu schnell groß.

  3. Kein Stress:

    Immer einen Schritt nach dem anderen machen und nicht an der To-Do-Liste verzweifeln, das bringt nur Falten und graue Haare. 😉

  4. Alles nicht zu ernst nehmen:

    Über etwas zu lachen ist gesünder, als darüber zu weinen, es kommt eben oft anders, als man denkt.

  5. Nicht versuchen, es allen recht zu machen:

    Gestern habe ich ein sehr gutes Zitat bei Facebook gelesen: „Wenn du für die Anerkennung anderer lebst, stirbst du an ihrer Ablehnung.“

  6. Mich nicht mit anderen vergleichen:

    Wenn du den Vergleich gewinnst, hältst du dich für etwas Besseres, wenn du verlierst, fühlst du dich schlecht, beides nicht so clever, schließlich bist du ganz besonders und niemand kann tun, was du tun kannst und sein, wer du sein kannst. Jeder von uns hat seinen Platz.

  7. Einen Unterschied machen:

    Da helfen, wo ich helfen kann. Nicht gleichgültig sein, gegenüber dem Kampf und der Not meiner Mitmenschen.

  8. Authentisch leben:

    Meine Kids lassen sich nicht durch Worte erziehen, mein Umfeld nicht durch Besserwisserei prägen. Was ich nicht vorlebe, werde ich auch nicht in meiner Familie und meinem Einflussbereich sehen.

  9. Ein Zuhause sein:

    Meine Familie und ich wollen nicht exklusiv nur für uns leben, es gibt so viele Menschen, die kein schönes Zuhause haben und sich nach einem sehnen. Wir wollen aktiv dabei helfen, dass sie einen Platz finden, an dem sie nach Hause kommen können. Das bedeutet Zeit für andere zu haben, ein offenes Ohr und ganz viel Annahme. Uns liegen da besonders junge Menschen auf dem Herzen.

  10. Meinen Fokus behalten und regelmäßig auftanken:

    Hier hat jeder sein ganz persönliches Rezept. Für mich als Christ heißt es, zu einem liebenden Gott eine enge Beziehung zu haben, und regelmäßig einen guten Kaffee zu trinken.

Warum scheitern die meisten Vorsätze im Februar?

Weil sie zu groß sind und weil ein einziger Fehltag als Scheitern zählt. Wer sich vornimmt, jeden Tag zu laufen, hat beim ersten verpassten Tag den Vorsatz gebrochen und hört meistens ganz auf. Wirksamer ist die Regel, nie zweimal hintereinander auszulassen. Zweiter Grund ist der Zeitpunkt: Anfang Januar ist der Alltag noch nicht zurück, und was in einer ruhigen Woche leicht wirkt, kollidiert Ende Januar mit allem anderen.

Wie formuliert man einen Vorsatz, der hält?

In drei Teilen: was, wann und woran man merkt, dass es passiert ist. Also nicht mehr lesen, sondern jeden Abend zehn Minuten vor dem Schlafen ein Buch statt des Telefons. Das Wann ist der wichtigste Teil, weil es den Vorsatz an etwas hängt, das ohnehin geschieht. Und wähle höchstens zwei Vorsätze gleichzeitig. Wer sechs auf die Liste schreibt, kommt bis Februar bei allen sechs ins Hintertreffen, statt bei zweien durchzuhalten.

Sind Vorsätze für Eltern überhaupt realistisch?

Ja, aber nicht die üblichen. In einer Lebensphase mit kleinen Kindern ist die verfügbare Zeit nicht der Engpass, sondern die verfügbare Ruhe. Vorsätze, die an feste Momente andocken, funktionieren deshalb am besten: beim Zähneputzen, beim Warten in der Kita, nach dem Zubettbringen. Und ein Vorsatz, der sich mit Kind umsetzen lässt, hat eine deutlich höhere Chance als einer, der Betreuung voraussetzt.

Was tun, wenn ein Vorsatz schon gerissen ist?

Weitermachen, ohne die Bilanz aufzumachen. Der zerstörerische Teil ist nicht der ausgefallene Tag, sondern der Gedanke, dass das Jahr jetzt verdorben ist. Setz einfach am nächsten Tag wieder an, und wenn ein Vorsatz nach zwei Monaten immer noch jeden Tag Überwindung kostet, war er wahrscheinlich der falsche. Ihn zu ändern ist kein Scheitern, sondern eine Korrektur.