Kann man eine Schwangerschaft sofort erkennen? Bei mir war das nicht der Fall. Aber es gibt ein paar Anzeichen, auf die du achten kannst und die dir dein süßes Geheimnis verraten können.

Was sind die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft?

Das ausbleibende Monatsblut ist das deutlichste, alles davor ist unsicher. Häufig berichtet werden Spannen in der Brust, Müdigkeit, häufigeres Wasserlassen, Übelkeit und eine veränderte Wahrnehmung von Gerüchen. Keines dieser Zeichen beweist etwas, denn dieselben Beschwerden treten auch vor dem Einsetzen der Regel auf.

So habe ich erkannt, dass ich schwanger bin

Doch vorher kurz zu meinem Erfahrungsbericht. Als mein Mann und ich beschlossen mit der Familienplanung zu starten, waren wir weder großartig vorbereitet noch sonderlich informiert, was eine Schwangerschaft so mit sich bringt und wie diese überhaupt startet. Ich habe einfach alles ganz gelassen gesehen.

Schließlich wusste ich nicht, ob ich sofort schwanger werden würde oder unsere Familienplanung noch ein wenig auf sich warten lässt.

Ich habe zuvor auch mit meiner Mama gesprochen und sie meinte noch zu mir, sie habe bei mir sofort bemerkt, dass sie schwanger war. Eins kann ich an dieser Stelle vorwegnehmen: ich habe rein gar nichts bemerkt.

Allerdings erinnere ich mich noch an einen kurzen Ausflug nach Petrópolis. Als wir am nächsten Morgen zurück nach Rio fahren wollten, war mir ein wenig übel. Ich habe das aber eher auf das Essen im Hotel geschoben. Bis heute weiß ich nicht, ob das nicht vielleicht der Beginn meiner Schwangerschaft war?

Nachdem wir wieder in Rio angekommen waren, ging es mir am nächsten Tag nach unserem Kurztrip richtig schlecht. So etwas hatte ich noch nie. Ich fühlte mich schwach und ich wollte lieber im Bett bleiben. Nach ein paar Stunden war das dann aber auch wieder in Ordnung und die Tage vergingen, bis ich meine Periode bekommen sollte. Allerdings lies die auf sich warten und ich war mir damit sicher: „Ich bin schwanger!“

Doch meine Euphorie wurde ungefähr zwei Tage später getrübt, denn ich bekam meine Monatsblutung. Und zwar recht normal, aber eben circa eine Woche später als gedacht. Und ich bin sonst jemand, der sich einen Wecker danach stellen könnte.

Im nächsten Monat war alles ziemlich normal. Ich kann mich an kein besonderes Vorkommnis erinnern. Doch am Ende dieses Zyklus blieb meine Periode aus. Kurz darauf habe ich einen Schwangerschafts-Test aus der Apotheke geholt und der zeigte dann ziemlich eindeutig: schwanger!

Somit wurde Arthurs eigentlicher Geburtstermin ab Ausbleiben meiner Periode berechnet. Letztendlich ist Arthur aber 3 Wochen und 3 Tage früher zur Welt gekommen. Wir wissen also bis heute nicht genau, ab wann ich denn nun wirklich schwanger war. 🙂

Die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft

An diesen 10 Anzeichen kannst du erkennen, ob du womöglich schwanger bist.

  1. Das Ausbleiben der Monatsblutung
  2. Ein Ziehen in den Brüsten oder empfindliche, geschwollene Brüste
  3. Übelkeit
  4. Müdigkeit
  5. Vermehrter Ausfluss
  6. Heißhunger
  7. Die Dunkelfärbung des Brustwarzenhofes
  8. Eine leichte Schmierblutung
  9. Häufiger Harndrang
  10. Der positive Schwangerschaftstest

Bei mir trafen letztlich nur sehr wenige der Punkte zu und auch nur in einem recht geringen Ausmaß. Mir war zum Beispiel nie wirklich übel, sodass ich mich übergeben musste.

Wenn du deinen Körper ganz genau kennst, wirst du ein paar dieser Anzeichen und Veränderungen in der Schwangerschaft sicherlich bewusster wahrnehmen. Ich kenne meinen Körper zwar, mache mir aber meist keinen Kopf, wenn mal etwas ein wenig anders ist als normal. Daher habe ich meine Schwangerschaft vermutlich auch erst spät bemerkt.

Lass dir deine Schwangerschaft von einem Arzt bestätigen

Einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke kannst du bereits am ersten Tag nach dem Ausbleiben der Periode machen, damit dieser ein zuverlässiges Ergebnis liefert. Im besten Fall am Morgen, da dann die Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG im Blut am höchsten ist.

Sollte der Test negativ ausfallen, kannst du aber trotzdem schwanger sein. Gehe bei einem positiven Schwangerschaftstest oder der Vermutung schwanger zu sein am besten zu deinem Gynäkologen, um dir ganz sicher zu sein.

Ich bin keine Medizinerin und dies ist mein ganz persönlicher Bericht. Daher solltest du nicht auf diese Anzeichen vertrauen oder sie als Maßstab nehmen und eine mögliche Schwangerschaft immer von deinem Gynäkologen bestätigen lassen.

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest zuverlässig?

Ab dem Tag, an dem die Regel ausbleibt. Handelsübliche Tests messen das Schwangerschaftshormon hCG im Urin, und dessen Menge verdoppelt sich in der Frühschwangerschaft etwa alle zwei Tage. Frühtests versprechen ein Ergebnis einige Tage vorher, sind aber deutlich unsicherer. Der zuverlässigste Zeitpunkt ist der Morgenurin, weil er am wenigsten verdünnt ist. Ein negativer Test bei ausbleibender Regel sollte nach einigen Tagen wiederholt werden.

Warum sollte eine Ärztin es bestätigen?

Weil ein Test nur sagt, dass hCG vorhanden ist, nicht wo. Im Ultraschall lässt sich sehen, ob die Schwangerschaft in der Gebärmutter liegt, wie weit sie ist und ob es mehr als ein Kind ist. Außerdem beginnt dort die Vorsorge, also Mutterpass, Blutuntersuchung und die Beratung zu Ernährung und Medikamenten. Melde dich in der Praxis an, sobald du es weißt, denn Termine sind vielerorts knapp und einige Untersuchungen haben Zeitfenster.

Was sollte man ab dem positiven Test lassen?

Alkohol und Rauchen vollständig, dazu rohes Fleisch, rohen Fisch, Rohmilchprodukte und rohe Eier wegen Listerien und Toxoplasmose. Bei Medikamenten gilt: nichts eigenmächtig absetzen und nichts eigenmächtig nehmen, sondern mit der Ärztin klären. Für die Frage, ob ein bestimmtes Medikament in der Schwangerschaft geeignet ist, gibt es das Portal Embryotox der Charité, das auch Fachleute nutzen. Folsäure sollte möglichst früh eingenommen werden, am besten schon vor der Schwangerschaft.

Wann sollte man es anderen erzählen?

Das entscheidet jede selbst, es gibt keine Regel. Viele warten die zwölfte Woche ab, weil das Risiko einer Fehlgeburt danach deutlich sinkt. Andere erzählen es früh, weil sie im Fall der Fälle nicht allein damit sein möchten, und das ist ein ebenso guter Grund. Dem Arbeitgeber muss man es nicht sofort mitteilen; ab dem Zeitpunkt, an dem er informiert ist, gelten allerdings die Schutzvorschriften des Mutterschutzgesetzes.