Weihnachten ist für die meisten ein richtig schönes Familienfest, mal mehr, mal weniger anstrengend, aber worum geht es eigentlich?
Ich finde es schon immer ein bisschen erschreckend, wenn Leute für TV-Shows auf der Straße befragt werden und überhaupt nicht mehr wissen, was an diesem Tag eigentlich gefeiert wird.
Aktuell mache ich mir Gedanken darüber, wie ich meinen Kindern Weihnachten altersgerecht näher bringe (Post folgt in ein paar Tagen).
Deswegen freue ich mich immer, wenn Freunde und Bekannte über Social Media Kanäle YouTube-Videos teilen, in denen die Weihnachtsgeschichte mal auf eine etwas andere Art und Weise erzählt wird.
Die Weihnachtsgeschichte für Kinder erzählt
Die Weihnachtsgeschichte lässt sich Kindern auch mit kurzen Videos nahebringen. Gut funktionieren Clips, in denen Kinder selbst erzählen, moderne Kurzfilme ohne Konsumbotschaft und Sand-Animationen ganz ohne Worte. Für kleine Kinder sind drei bis fünf Minuten die richtige Länge, darüber hinaus hält die Aufmerksamkeit selten.
Hier kommen meine YouTube-Favoriten:
Leider sind die meisten Christmas-Videos auf Englisch, aber sie kommen auch teilweise ohne Text aus oder sind durch die Darstellungsweise trotzdem gut verständlich.
Die Weihnachtsgeschichte als YouTube-Clip
Erfrischend: Kinder erzählen die Weihnachtsgeschichte
Eine Kirche aus Neuseeland macht regelmäßig supersüße YouTube-Videos über die Weihnachtsgeschichte. Der Clou: Kinder sind hier die Darsteller und arbeiten teilweise auch am kreativen Prozess mit. Ich habe mir einige Videos schon öfter angeschaut und finde sie einfach immer wieder hinreißend.
Die klassische Weihnachtsgeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven originell erzählt:
Die Weihnachtsgeschichte in den Nachrichten, eine erstaunlich aktuelle Berichterstattung:
Weg von Druck und Konsum: Die Weihnachtsgeschichte als moderner Input
Künstlerisch wertvoll und ohne Worte: die Weihnachtsgeschichte als angesagtes Sketch oder Sand Drawing
Sehenswert, aber nicht ganz so spannungsgeladen. Heißer Tipp: Die Videos unter Einstellungen doppelt so schnell abspielen lassen.
Was ist die Weihnachtsgeschichte eigentlich?
Sie steht im Lukasevangelium im zweiten Kapitel und erzählt von der Geburt Jesu in Bethlehem: von der Reise nach Bethlehem wegen einer Volkszählung, davon, dass in der Herberge kein Platz war, von der Krippe, von den Hirten auf dem Feld und von den Engeln. Die Sterndeuter aus dem Morgenland, die den Stern sehen und Geschenke bringen, kommen aus dem Matthäusevangelium. Im Lauf der Jahrhunderte sind beide Erzählungen zu einer zusammengewachsen, so wie wir sie heute in jedem Krippenspiel sehen.
Ab welchem Alter verstehen Kinder die Geschichte?
Erzählen kann man sie ab etwa zwei Jahren, verstehen im Zusammenhang ab vier bis fünf. Bei den Kleinsten funktionieren Gegenstände besser als Worte: eine Krippenfigur in die Hand geben, das Schaf zeigen, den Stern aufhängen. Ab dem Kindergartenalter wollen Kinder wissen, warum kein Platz war und warum die Hirten Angst hatten, das sind gute Fragen und man darf ehrlich antworten, dass man manches nicht genau weiß. Ab der Grundschule werden die historischen Details interessant.
Wie erzählt man die Geschichte, ohne zu belehren?
Indem man sie erzählt und nicht erklärt. Kinder ziehen ihre eigenen Schlüsse, wenn man ihnen die Bilder überlässt. Hilfreich ist ein festes Ritual, etwa jeden Abend im Advent ein Stück der Geschichte, eine Figur mehr an der Krippe, eine Kerze mehr. So entsteht über vier Wochen ein Zusammenhang, den ein einzelner Vorleseabend am Heiligabend nie erreicht.