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Seit ein paar Tagen spielen meine Kinder wieder so viel mit unserer Murmelbahn, dass ich euch diesen Tipp nicht vorenthalten möchte. Falls ihr noch ein Geschenk sucht, das länger als eine Woche hält: Das hier ist eines.
Unser Großer hat sich seine Murmelbahn zwei Jahre lang gewünscht, seit er zwei war. Ich dachte lange, es lohnt sich nicht, weil so etwas doch nur kleinen Kindern gefällt. Zum vierten Geburtstag hat er dann von Omi und Opi eine bekommen. Seitdem bauen wir sie regelmäßig für zwei, drei Wochen ab, und jedes Mal, wenn sie wieder aufgebaut wird, ist es ein Ereignis.
Inzwischen ist er fast sechs, und beim letzten Mal hat er sich seinen Aufbau ganz allein ausgedacht. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Murmelbahn für Kleinkinder und einer, die mitwächst: Bei der einen gibt es einen richtigen Weg, bei der anderen unendlich viele.
Welche Murmelbahn passt zu welchem Alter?
Bis etwa drei Jahre eine feste Bahn mit großen Kugeln, weil kleine Murmeln verschluckt werden können und der Aufbau nichts sein darf, was zusammenfällt. Ab drei funktionieren Stecksysteme mit wenigen Teilen. Ab vier lohnt sich ein Bausatz, bei dem das Kind selbst plant, misst und umbaut, denn dann wird aus dem Spielzeug eine Beschäftigung für Jahre. Und ab sechs kommen Bahnen mit Kurven, Weichen und Fallrohren dazu, bei denen es auf Neigung und Geschwindigkeit ankommt.
Holz hat dabei zwei Vorteile: Die Bahnen sind fast unkaputtbar, und sie sehen auch nach Jahren noch gut aus. Bei uns steht sie deshalb im Wohnzimmer, ohne dass es weh tut.
Murmelbahnen für Kleinkinder ab 1 bis 3 Jahren
In diesem Alter zählt, dass nichts verschluckt werden kann. Achte auf die Altersangabe des Herstellers, sie steht nicht ohne Grund darauf.
- Kugelbahnen mit großen Holzkugeln, oft mit Autos oder Figuren statt Murmeln
- Kullerbü-Bahnen von HABA, die sich Stück für Stück erweitern lassen
- Klangbahnen, bei denen die Kugel über Xylofonstäbe läuft
Murmelbahnen ab 4 Jahren
Ab hier wird gebaut statt gesteckt. Wir haben ein Bausatzsystem, bei dem sich Türme, Kurven und Fallschächte frei kombinieren lassen, und genau das macht den Reiz aus: Jeder Aufbau ist anders, und wenn eine Kugel steckenbleibt, wird eben umgebaut.
- Quadrilla-Bausätze von Hape, das System, das wir selbst haben
- Große Holz-Murmelbahnen ab vier Jahren mit vielen Bauteilen
- Murmeln zum Nachfüllen, denn sie verschwinden zuverlässig unter dem Sofa
Lohnt sich eine Murmelbahn als Geschenk?
Ja, und zwar aus einem bestimmten Grund: Sie ist eines der wenigen Geschenke, das mit dem Kind mitwächst, wenn man das richtige System wählt. Ein Bausatz, der zum vierten Geburtstag kommt, wird mit sechs anders bespielt als mit vier und mit acht wieder anders. Zum Verschenken eignen sich Erweiterungssets besonders gut, weil sie günstiger sind als ein neuer Kasten und trotzdem etwas Neues bringen. Wer zu Weihnachten schenkt, sollte früh bestellen: Die beliebten Bausätze sind im Dezember regelmäßig vergriffen.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Auf drei Dinge. Erstens die Standfestigkeit: Bahnen, die bei jedem Anstoßen umfallen, machen keinen Spaß. Zweitens die Erweiterbarkeit, denn ein System, für das es Nachschub gibt, hält Jahre. Drittens das Material der Kugeln: Glasmurmeln laufen schöner, Holzkugeln sind für kleine Geschwister sicherer. Wer beides im Haus hat, kauft eine Bahn mit Holzkugeln und hebt die Murmeln auf, bis das jüngste Kind aus dem Alter heraus ist.
Wie viel Platz braucht eine Murmelbahn?
Weniger, als man denkt. Ein Bausatz für vier- bis sechsjährige Kinder steht auf einer Fläche von etwa einem halben Quadratmeter, wächst dafür in die Höhe. Praktisch ist ein fester Platz, an dem sie stehen bleiben darf, denn der Aufbau ist die halbe Beschäftigung, und jedes Mal wieder abbauen zu müssen nimmt die Lust. Bei uns steht sie auf einem niedrigen Regal, dann ist sie für alle Kinder auf Augenhöhe.
Titelfoto: Grant Durr auf Unsplash