Ich wünsche dir ein wundervolles, aufregendes und glückliches Jahr 2016! Oft starten wir mit vielen neuen Vorsätzen in das nächste Jahr. Wie sieht das bei dir aus: Abnehmen, sportlicher werden, eine Sucht loswerden oder mehr Zeit mit deinen Lieben verbringen?

Ich habe mir mal ein paar Gedanken darüber gemacht, wie ich das Thema angehe, und möchte die wichtigsten Punkte mit euch teilen:

Wie setzt man gute Vorsätze wirklich um?

Mit sechs Dingen, von denen keines Willenskraft heißt. Erreichbare Ziele statt großer Vorhaben, jemandem davon erzählen, sich Hilfe holen, nach einem Fehltag weitermachen statt aufzugeben, unabhängig vom Datum anfangen und sich klarmachen, was passiert, wenn nichts geschieht.

6 Tipps, wie du deine guten Vorsätze 2016 wirklich umsetzen kannst

1. Setze dir erreichbare Ziele

Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, wenn man anlässlich des neuen Jahres mal ein bisschen reflektiert und sich für das nächste Jahr neu ausrichtet. Viel wichtiger als Ziele wie Abnehmen oder erfolgreich werden, finde ich persönlich an Dingen zu arbeiten, die mir an meinem Verhalten negativ aufgefallen sind. Das können zum Beispiel Dinge wie Ungeduld, Faulheit, Aggressivität, Lieblosigkeit und viele mehr sein.

Egal, was du dir vornimmst, setzte dir Ziele, die realistisch sind und nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Manchen Menschen hilft es zwar, wenn sie von einem Tag auf den anderen komplett auf Zigaretten und Süßigkeiten verzichten und anfangen viel Sport zu machen. Manche hingegen geben dann schon nach 2 Tagen wieder alle Vorhaben auf. Du kennst dich am besten und weißt, ob dir einen Schritt-für-Schritt-Plan machen solltest oder radikal auf alles verzichtest, was dir schadet.

2. Erzähle jemandem von deinen Vorsätzen für 2016

Mache deine Entscheidung bei einer Person deines Vertrauens fest. Oft hilft es, wenn es jemanden gibt, der uns liebevoll aber ernsthaft an gute Vorsätze erinnert. Ich habe schon öfter in einer Gruppe von Freunden Vorsätze fürs nächste Jahr gefasst. Da haben wir allerdings nicht uns untereinander davon erzählt, sondern jeder hat an sich selber einen Brief geschrieben.

Einer von uns hat alle verschlossenen Briefe eingesammelt und war dafür verantwortlich, sie nach 6 Monaten an jeden zuzuschicken. Ich persönlich finde es sehr hilfreich nach ein paar Monaten, meine selbst formulierten Vorsätze noch einmal zu lesen, und wenn es nötig ist, noch einmal neu mit der Umsetzung zu starten, wenn ich es in der Zwischenzeit vergeigt habe.

3. Hole dir Hilfe bei der Umsetzung

Mein Schatz und ich haben uns tatsächlich fürs neue Jahr einen Klassiker vorgenommen: wieder etwas fitter zu werden. Bisher haben wir eher getrennt voneinander Sport gemacht, nämlich die typischen Männer- und Frauen-Sportarten. Heute haben wir beide zum ersten Mal zusammen Sport gemacht und hatten so viel Spaß, dass wir total motiviert sind, das jetzt mehrmals die Woche zu machen.

Gerade wenn du mit Rauchen oder zu viel Alkohol trinken aufhören möchtest, benötigst du oft professionelle Hilfe. Sei nicht zu stolz diese anzunehmen, schließlich braucht jeder mal Hilfe. Und es wird dein Leben und deine Lieben so positiv beeinflussen, wenn du es schaffst, schlechte Angewohnheiten zu besiegen..

4. Gib deine Vorsätze nicht auf

Manchmal starten wir besonders zu Jahresbeginn total motiviert mit neuen Vorsätzen und geben dann komplett auf, wenn wir einmal nicht durchhalten. Ich finde es überhaupt nicht schlimm einmal zu scheitern, solange man sich davon nicht unterkriegen lässt. Versuche es so lange, bis du dich durchgebissen hast und ein guter Vorsatz zu einer guten Gewohnheit geworden ist.

Gerade Verhaltensweisen verändern sich meist nicht von heute auf morgen, sondern werden jeden Tag ein bisschen besser, kein Grund aufzugeben, nur weil man nicht sofort am Ziel ist.

5. Es kommt nicht auf das Datum an

Wann immer dir etwas Negatives in deinem Leben auffällt, du musst kein bestimmtes Datum abwarten! Natürlich hilft es, ein einschneidendes wie den Jahreswechsel wählen, aber jeder neue Tag ist deine Chance, dein Leben zum Positiven zu ändern. Mich stören schlechte Angewohnheiten oder Verhaltensweisen von mir meistens so sehr, dass ich sofort versuche sie zu ändern, sobald sie mir auffallen.

6. Entschlossenheit: Mache dir die Konsequenzen klar

Das ist überhaupt das Wichtigste, du benötigst Entschlossenheit, um überhaupt etwas an deinem Leben zu ändern. Mache dir klar, was eine schlechte Angewohnheit oder ein schlechter Verhaltenszug für deine Gesundheit, deine Familie und deine Zukunft bedeuten und wie schlecht es diese Bereiche beeinflusst. Nur dann kannst du es wirklich schaffen, die nötige Entschlossenheit aufzubringen.

Ich wünsche dir, dass du alle deine Vorsätze im nächsten Jahr umsetzen kannst, du schaffst es!

Warum hilft es, anderen davon zu erzählen?

Weil ein ausgesprochener Vorsatz verbindlicher wird und weil Nachfragen von außen über Tage hinweghelfen, an denen die eigene Motivation fehlt. Am wirksamsten ist es, einer einzelnen Person zu erzählen, die nachfragen darf, statt es breit anzukündigen. Noch stärker wird es, wenn ihr euch gegenseitig begleitet, also beide etwas vorhabt und in festen Abständen berichtet. Fünf Minuten alle zwei Wochen genügen dafür.

Was tun, wenn ein Vorsatz gerissen ist?

Am nächsten Tag weitermachen, ohne die Bilanz zu ziehen. Der Schaden entsteht nicht durch den ausgefallenen Tag, sondern durch den Gedanken, jetzt sei alles hinfällig. Eine brauchbare Regel lautet: nie zweimal hintereinander auslassen. Damit ist ein Fehltag eingeplant statt verboten, und genau das macht den Unterschied zwischen einem Vorsatz, der im Februar endet, und einem, der im Juni noch läuft.

Muss man am 1. Januar anfangen?

Nein, und für viele ist es sogar der schlechteste Zeitpunkt. Anfang Januar ist der Alltag noch nicht zurück, die Umstände sind untypisch, und was in einer ruhigen Woche leicht wirkt, kollidiert Ende des Monats mit allem anderen. Ein Vorsatz, der in einer normalen Woche startet, wird von Anfang an unter echten Bedingungen getestet. Und ein Anfang im März ist genauso viel wert wie einer im Januar.

Wie viele Vorsätze auf einmal?

Höchstens zwei, besser einer. Jeder Vorsatz braucht Aufmerksamkeit, und die ist im Alltag begrenzt. Wer sechs Punkte auf die Liste schreibt, kommt bei allen sechs ins Hintertreffen, statt bei einem durchzuhalten. Wenn der erste nach ein paar Monaten selbstverständlich geworden ist, kommt der nächste dazu. Das dauert länger und ist der einzige Weg, bei dem am Jahresende tatsächlich etwas anders ist.