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Vor ein paar Tagen haben wir dir schon unsere Schlitten-Favoriten vorgestellt. Und auch Jacqueline hat bereits in unserer Januar-Wunschliste ein paar Winteroutfits für Babys vorgestellt, damit die kalte Jahreszeit doch kuschelig warm wird.
Aber vielleicht planst du gerade den ersten Winterurlaub mit deinen Kleinsten und weißt noch nicht, welche Klamotten dafür am besten sind? Dann zeigen wir dir mit unserer Winter-Checkliste, was unbedingt in den Koffer muss!
Winterurlaub mit Kind: die Packliste auf einen Blick
Für den Winterurlaub mit Kind brauchst du vor allem drei Dinge: warme Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, wasserdichte Schneestiefel mit rutschfester Sohle und guten Sonnenschutz für Gesicht und Lippen. Dazu kommen Mütze, Schal und Handschuhe zum Wechseln, denn nass wird alles schneller, als du denkst. Skifahrende Kinder brauchen zusätzlich einen passenden Helm.
Winterkleidung für Kinder: die fünf Schichten, auf die es ankommt
Die Reihenfolge ist wichtiger als die Marke. Wer von innen nach außen denkt, kauft weniger und friert trotzdem nicht.
1. Das Zwiebelprinzip, richtig aufgebaut
Drei Lagen genügen, mehr behindern eher. Nach innen gehört Funktionsunterwäsche für Kinder, die Feuchtigkeit nach außen gibt, statt sie zu speichern. Baumwolle kann das nicht, sie saugt sich voll und kühlt dann aus, und genau daran scheitern die meisten Winterausflüge.
Darüber kommt eine Fleecejacke oder ein dünner Pullover, nach außen der Schneeanzug. Bei den Socken gilt dasselbe: Kniestrümpfe aus Wolle oder Funktionsfaser statt dicker Baumwollsocken, die im Stiefel Falten werfen und drücken.
2. Schneeanzug oder Zweiteiler
Für Kleinkinder ist der einteilige Schneeanzug die bessere Wahl. Es rutscht nichts hoch, kein Schnee kommt zwischen Jacke und Hose, und es gibt keine Träger, die verrutschen. Ab dem Schulalter wird der Zweiteiler praktischer, weil sich die Jacke allein anziehen lässt, wenn es nur auf den Schulhof geht.
Worauf du achten solltest, unabhängig von der Bauart: eine Wassersäule ab 5.000 Millimetern, verschweißte Nähte, Schneefang an Beinen und Ärmeln, und Reflektoren. Ein bis zwei Nummern größer zu kaufen klingt sparsam, ist aber der häufigste Fehler: Der Anzug schlägt Falten, Schnee kommt hinein, und die Ärmel hängen über die Handschuhe.
3. Mütze, Schal und Handschuhe
Die Mütze sollte die Ohren bedecken und innen gefüttert sein, ein Bindeband hält sie beim Toben an Ort und Stelle. Beim Schal ist ein Loopschal sicherer als ein langer Schal, der sich an Schlitten oder Ästen verfangen kann.
Bei den Händen entscheidet sich, wie lange ein Kind draußen bleibt. Wollhandschuhe halten genau bis zum zweiten Griff in den Schnee, danach sind sie nass. Gebraucht werden wasserdichte Handschuhe, bei kleinen Kindern besser Fäustlinge als Fingerhandschuhe, weil die Finger sich gegenseitig wärmen. Ein zweites Paar zum Wechseln gehört immer dazu.
4. Winterstiefel, die trocken bleiben
Drei Dinge machen einen guten Winterstiefel aus: eine rutschfeste Profilsohle, ein wasserdichtes Obermaterial und ein herausnehmbarer Innenschuh, der über Nacht trocknen kann. Ohne den ist der Stiefel am zweiten Tag noch klamm.
Beim Anprobieren sollte ein Daumen breit Platz vor den Zehen sein, aber nicht mehr. Zu große Stiefel rutschen, und in einem rutschenden Stiefel wird der Fuß kalt, egal wie gut er gefüttert ist.
5. Sonnen- und Kälteschutz im Gesicht
Im Schnee kommt die Sonne zweimal an: von oben und von unten. Das wird regelmäßig unterschätzt, gerade an bedeckten Tagen. Auf die Haut gehört eine fetthaltige Wind- und Wettercreme mit Lichtschutzfaktor, keine wasserhaltige Feuchtigkeitscreme: Wasser auf der Haut kühlt bei Frost aus.
Dazu Lippenpflege mit Lichtschutz und eine Sonnenbrille, die auch seitlich abdeckt. Für die Kinderaugen ist das kein Zubehör, sondern der eigentliche Schutz.
Und wenn es auf die Piste geht
Für den ersten Skikurs kommen zwei Dinge dazu. Ein Skihelm für Kinder ist in den meisten Skigebieten für Kinder ohnehin vorgeschrieben, und Modelle mit integriertem Visier ersparen die separate Skibrille. Der Helm muss ohne Verschluss fest sitzen und darf beim Kopfschütteln nicht wandern.
Protektoren lassen sich in den meisten Skischulen vor Ort ausleihen. Das lohnt sich, solange nicht feststeht, ob das Kind beim Skifahren bleibt.
Ein letzter Punkt, der nichts kostet: kräftige Farben. Auf einer Piste, auf der sich Rodel- und Skistrecken kreuzen, wird ein Kind in Schwarz oder Beige schlechter gesehen als eines in Rot oder Gelb.
Die Checkliste zum Abhaken
Für einen Tag im Schnee vor der Haustür:
- Funktionsunterwäsche, lang
- Fleecejacke oder dünner Pullover
- Schneeanzug oder Schneehose mit Jacke
- Kniestrümpfe aus Wolle oder Funktionsfaser
- Mütze mit Ohrenschutz, Loopschal
- Wasserdichte Handschuhe, dazu ein zweites Paar
- Winterstiefel mit herausnehmbarem Innenschuh
- Wind- und Wettercreme, Lippenpflege
Für den Winterurlaub kommt dazu:
- Zweiter Schneeanzug oder zweite Hose zum Wechseln
- Zwei bis drei Garnituren Funktionsunterwäsche
- Sonnenbrille mit Seitenschutz
- Skihelm, falls ein Kurs gebucht ist
- Hausschuhe für die Unterkunft
- Wärmflasche oder Kirschkernkissen
Was du nicht brauchst
Drei Dinge stehen auf vielen Listen und lohnen sich selten. Ein zweites Paar Winterstiefel für den Fall der Fälle: Ein Stiefel mit herausnehmbarem Innenschuh trocknet über Nacht, das genügt. Gefütterte Jeans als Schneehose: Der Stoff saugt sich voll und trocknet tagelang nicht. Teure Skibekleidung in Erwachsenenqualität für Anfänger: Kinder wachsen schneller aus dem Anzug heraus, als die Membran altert.
Was sich dagegen fast immer lohnt, sind gebrauchte Sachen. Schneeanzüge werden oft nur eine Saison getragen und sind auf Kleiderbörsen oder in Secondhand-Portalen in gutem Zustand zu finden.
Damit die Sachen halten, was sie versprechen
Wasserdichte Kleidung bleibt es nicht von selbst. Nach etwa zehn Wäschen lässt die Imprägnierung nach, erkennbar daran, dass Wasser nicht mehr abperlt, sondern in den Stoff zieht. Dann hilft ein Imprägnierspray oder eine Waschmittelzugabe zum Nachimprägnieren.
Gewaschen wird mit Spezialwaschmittel für Funktionskleidung, ohne Weichspüler. Weichspüler legt sich in die Poren der Membran und macht genau das kaputt, wofür der Anzug gekauft wurde.
Welche Schneekleidung braucht ein Kleinkind wirklich?
Drei Schichten reichen: innen ein langärmeliges Funktionsshirt, darüber Fleece oder Wolle, außen eine wasserdichte Schneehose mit Jacke oder ein Schneeanzug am Stück. Für Kinder unter drei Jahren ist der einteilige Anzug praktischer, weil im Schnee nichts verrutscht. Wichtiger als die Marke ist die Wassersäule: alles ab 5.000 Millimetern hält einen Vormittag im nassen Schnee aus. Gefütterte Schneestiefel für Kinder sollten innen genug Platz für dicke Socken lassen, ohne dass der Fuß darin rutscht.
Braucht mein Kind beim Rodeln schon einen Helm?
Auf der Piste ja, und beim Rodeln ist er ebenfalls sinnvoll. In Österreich und Italien gilt für Kinder auf Skiern und Snowboards je nach Region eine Helmpflicht bis 14 oder 15 Jahre, in Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht. Unabhängig davon: Ein Fahrradhelm ist kein Ersatz, weil er die Schläfen und den Hinterkopf anders schützt. Ein Skihelm für Kinder sollte ohne Verschluss schon sitzen und sich beim Kopfschütteln nicht bewegen.
Wie viel Wechselkleidung gehört in den Koffer?
Rechne pro Kind und Tag mit einem kompletten Satz Unterwäsche und Socken, dazu zwei Paar Handschuhe und zwei Mützen für die ganze Woche. Schneehosen und Jacken trocknen über Nacht auf der Heizung, Handschuhe fast nie. Deshalb sind es genau diese kleinen Teile, die am Ende fehlen.
Titelfoto: Bulat Khamitov auf Pexels