Werbehinweis: Dieser Beitrag enthält Partnerlinks. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis derselbe.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Die Sonne scheint, es ist warm draußen und die Blumen in deinem Garten blühen herrlich bunt. Da macht es Spaß, den gesamten Tag draußen zu verbringen. Doch was, wenn bei den Kindern schnell Langeweile einzieht?
Dann solltest du vielleicht über ein cooles Spielgerät nachdenken. Es gibt richtig tolle Spieltürme, Spielhäuser und Klettergerüste auf dem Markt. Egal ob für Groß oder Klein, für jeden Garten gibt es das passende Modell. Damit kommt garantiert keine Langeweile auf!

Spielturm, Spielhaus oder Klettergerüst: was passt in welchen Garten?

Für kleine Kinder reicht ein niedriges Spielhaus mit kurzer Rutsche, ab etwa drei Jahren wird ein Spielturm mit Podest und Schaukel interessant, und ab sechs Jahren kommen Kletterwand, Netz und Reckstange dazu. Entscheidend ist weniger das Modell als der Platz drumherum, denn rings um jedes Gerät gehört eine freie Fläche zum Fallen.

Spielturm, Spielhaus oder Klettergerüst: die drei Bauarten

Die Begriffe werden durcheinander verwendet, gemeint sind aber drei verschiedene Dinge. Welches davon in den Garten passt, hängt weniger vom Budget ab als von der Fläche und vom Alter der Kinder.

Der Spielturm

Eine Plattform auf Stelzen, dazu Leiter und meist eine Rutsche. Er ist die häufigste Wahl, weil er auf wenig Grundfläche viel bietet und sich später erweitern lässt. Ein Spielturm aus Holz braucht mehr Platz, als die Maße vermuten lassen: Rund um das Gerät sollen zwei Meter frei bleiben, ohne Zaun, Mauer, Baum oder Terrassenkante.

Das Spielhaus

Ein Häuschen zu ebener Erde, mit Tür und Fenstern. Es ist die richtige Wahl für Kinder unter drei Jahren, weil nichts geklettert werden muss. Ein Spielhaus aus Holz wird später zum Rückzugsort, zum Kaufmannsladen oder zum Lager, und es verliert seinen Reiz deutlich langsamer als eine Rutsche.

Das Klettergerüst

Reine Kletterstruktur ohne Haus, oft als Kuppel oder als Netz. Ein Klettergerüst für den Garten fordert mehr als ein Turm und ist deshalb für Schulkinder oft die bessere Wahl. Es braucht dafür einen weichen Untergrund rundum.

Worauf du vor dem Kauf achten solltest

  • Der Fallraum. Rund um das Gerät sollen zwei Meter frei bleiben, bei Schaukeln in Schwungrichtung mehr. Kein Zaun, keine Mauer, kein Baumstamm und schon gar kein zweites Spielgerät. Das ist der Punkt, an dem die meisten Gartenpläne scheitern.
  • Der Untergrund. Im Privatgarten ist Fallschutz auf gewachsenem Rasen in der Regel nicht vorgeschrieben, anders als auf öffentlichen Spielplätzen. Sinnvoll ist er trotzdem, sobald es höher hinaufgeht: Rindenmulch, Holzschnitzel oder Sand, ab etwa zwei Metern Fallhöhe rund vierzig Zentimeter hoch, darüber eher fünfzig. Die genaue Schichtdicke gibt der Hersteller vor.
  • Das Holz. Kesseldruckimprägnierte Kiefer ist der Standard und hält bei jährlicher Pflege gut zehn Jahre. Douglasie und Lärche halten länger und kosten mehr. Unbehandeltes Fichtenholz ist die Variante, die nach drei Jahren wackelt.
  • Die Verankerung. Bodenanker gehören einbetoniert, nicht eingeschlagen. Ein Turm, an dem drei Kinder gleichzeitig hängen, entwickelt erhebliche Hebelkräfte.
  • Die Norm. Für den häuslichen Gebrauch gilt die DIN EN 71-8, die Spielzeugnorm für Schaukeln, Rutschen und Klettergeräte. Geräte nach EN 1176 sind für öffentliche Spielplätze gebaut und deutlich strenger geprüft, also im Zweifel die langlebigere Wahl.

Erst klein anfangen, dann erweitern

Viele Türme lassen sich nachrüsten. Eine Schaukel, ein Kletternetz, eine Rutschstange oder ein Sandkasten unter der Plattform kommen später dazu, wenn das Kind so weit ist. Das ist nicht nur günstiger, es hält den Turm auch interessant: Ein Gerät, das jedes Jahr etwas Neues bekommt, wird länger bespielt als eines, das von Anfang an alles kann.

Wie viel Platz braucht ein Spielturm im Garten?

Rechne rund um das Gerät mit etwa zwei Metern freier Fläche, bei Schaukeln in Schwungrichtung eher mit drei. Für öffentliche Spielplätze schreibt die Norm DIN EN 1176 solche Fallräume vor. Im privaten Garten gilt sie nicht verbindlich, ist aber ein guter Maßstab. Ab einer Fallhöhe von etwa 60 Zentimetern sollte der Boden nachgeben: Rasen genügt bis ungefähr einen Meter, darüber sind Rindenmulch, Hackschnitzel oder Sand die einfachste Lösung. Platten, Beton und gepflasterte Wege haben unter einem Spielgerät nichts verloren. Spieltürme für den Garten gibt es von der kleinen Plattform bis zur großen Anlage mit Turm und Rutsche.

Braucht ein Spielturm eine Genehmigung?

In den meisten Fällen nicht. Spielgeräte im eigenen Garten sind nach den Landesbauordnungen der Bundesländer in aller Regel verfahrensfrei, solange sie eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Weil die Grenzen von Land zu Land verschieden sind, lohnt bei hohen Türmen mit Dach eine kurze Nachfrage beim Bauamt. Wichtiger ist in der Praxis das Nachbarrecht: Wer den Turm direkt an die Grundstücksgrenze stellt, bekommt schnell Ärger, weil vom Podest aus in den Nachbargarten geschaut werden kann. Ein paar Meter Abstand ersparen viele Gespräche.

Holz oder Kunststoff?

Kunststoff ist leichter, günstiger und wartungsfrei, verblasst aber in der Sonne und ist für größere Kinder schnell zu klein. Holz hält länger, sieht besser aus und lässt sich erweitern, muss aber alle paar Jahre gestrichen werden. Achte bei Holz auf kesseldruckimprägnierte oder lasierte Ware und kontrolliere jedes Frühjahr die Schrauben, die Seile und die Stellen am Boden. Klettergerüste für den Garten lassen sich bei vielen Herstellern später um Schaukel, Rutsche oder Kletternetz ergänzen.

Titelfoto: Sergej auf Pexels