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Neulich im Kinderzimmer meiner besten Freundin: mein Patenkind, seine zwei Geschwister und ein kleines Tipi. Als ich das gesehen habe, dachte ich sofort: Das muss ich auch irgendwann mal haben! Das Tipi, was wirklich wie ein kleines buntes Zelt aussieht, ist Spielspaß pur. Doch auch neben all den Spaßfaktoren hat es einige praktische Vorteile für Mama und Kind.

Tipi im Kinderzimmer: lohnt sich das?

Ein Tipi ist Rückzugsort und Spielhöhle zugleich und wird deshalb länger benutzt als die meisten Spielsachen. Interessant wird es ab etwa zwei Jahren und hält bis ins Grundschulalter, weil es je nach Alter Höhle, Leseecke oder Versteck ist. Wichtiger als das Modell sind der Platz drumherum und ein weicher Boden.

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Aber was genau sind denn nun die Vorteile eines solchen Tipi Spielzeltes? Diese haben wir für dich einmal genau recherchiert:

Das Tipi, nur Dekoration oder auch Spielspaß?

Mein Patenkind und seine Brüder spielen natürlich Entdecker oder Ritter damit. Das Tipi dient als perfekter Unterschlupf für die kleinen Abenteurer. Sogar ein Erwachsener kann die Behausung von innen bestaunen, das habe ich selbst getestet #gehtabernursitzend. Ich bin mir sicher, dein Kind ist damit bei Freunden DIE Besuchsattraktion!

Aber nicht nur für Jungs ist das Tipi ein super Spielzelt, es bietet auch für Mädchen viele Vorteile. Kleine Prinzessinnen finden im Tipi den perfekten Platz zum Träumen oder um sich zu verstecken. Außerdem dient das Tipi als Puppen- und Stofftierhaus. Mittlerweile gibt es viele passende Designs für Jungen und Mädchen.

Wie du das Tipi Spielzelt für deinen kleinen Schatz einrichten kannst, erfährst du in unserem Beitrag zu passenden Deko-Artikeln und Accessoires für Tipis.

Das Tipi im Praxistest

Die meisten Modelle lassen sich recht schnell aufbauen und sind in jedem Fall der Hingucker im Kinderzimmer. Viele Hersteller achten zudem auf eine ökologisch faire Produktion und setzen Stoffe und Materialien ein, die für die Gesundheit deines Kindes unbedenklich sind.

Ein weiterer wichtiger Pluspunkt für alle Mamis: Der Stoffbezug ist waschbar! Einzig die Größe des Tipis könnte bei kleinen Kinderzimmern ein Nachteil sein. Der Durchmesser am Boden reicht von ca. 1,00 m bis 1,50 m. Alle Modelle werden in Handarbeit gefertigt und bestechen durch hochwertige Verarbeitung. Daher sind die Spielzelte nicht ganz so günstig, bringen deinem Kind aber umso länger Freude.

Worauf es beim Kauf ankommt

Tipis sehen sich äußerlich ähnlich und unterscheiden sich in fünf Punkten, die man auf Produktfotos nicht sieht.

Die Stangen. Massives Holz statt beschichteter Rundstäbe, und oben eine feste Verbindung statt einer losen Schnur. Daran hängt die Standfestigkeit, und die entscheidet, ob das Tipi ein Jahr hält oder fünf.

Der Stoff. Baumwolle statt Polyester, dicht genug, dass es innen dämmrig wird. Ein abnehmbarer Bezug ist der Unterschied zwischen waschbar und nicht waschbar.

Die Größe. Am Boden zwischen einem Meter und anderthalb. Kleiner wird schnell zu eng für zwei Kinder, größer passt in viele Kinderzimmer nicht mehr.

Die Bodenmatte. Sie hält die Stangen unten zusammen und macht aus dem Zelt einen Sitzplatz. Wer sie später einzeln kauft, zahlt meistens mehr als im Set.

Innen oder außen. Für den Garten braucht es beschichteten Stoff und Heringe. Ein Zimmertipi im Regen ist danach ein Fall für die Tonne.

Was in ein Tipi hineingehört

Wenig. Eine Matte, zwei Kissen, eine Decke, eine flache Kiste. Alles Weitere schleppen die Kinder ohnehin selbst hinein und wieder hinaus, und genau das ist der Sinn der Sache. Eine Lichterkette macht aus der Höhle abends einen Ort, an dem Kinder freiwillig lesen; sie sollte batteriebetrieben sein, damit kein Kabel quer durchs Zimmer führt.

Wie viel Platz braucht ein Tipi?

Rechne mit etwa anderthalb mal anderthalb Metern für ein normales Tipi und einem halben Meter frei ringsum, damit die Stangen nicht bei jedem Vorbeigehen angestoßen werden. In kleinen Zimmern funktioniert eine Ecke besser als die Raummitte, weil zwei Seiten dann ohnehin geschützt sind. Wichtig ist, dass die Öffnung nicht zur Tür zeigt, sonst wird die Höhle vom Flur aus einsehbar und verliert genau den Reiz, um den es geht.

Was spielen Kinder in einem Tipi?

Anderes, als Erwachsene erwarten. In den ersten Jahren wird vor allem ein- und ausgeräumt, das Tipi wird zum Laden, zum Zuhause der Kuscheltiere und zum Verstecken. Ab etwa vier Jahren kommt das Rollenspiel dazu, ab dem Schulalter wird es fast ausschließlich zur Leseecke. Genau deshalb lohnt es sich, den Inhalt mit dem Alter mitzuändern: erst eine Kiste mit Tüchern und Tieren, später eine flache Bücherkiste am Eingang. Ein Tipi fürs Kinderzimmer gibt es mit und ohne Bodenmatte, die Matte lohnt sich fast immer.

Was ist bei der Sicherheit zu beachten?

Vor allem die Standfestigkeit. Die Stangen müssen oben fest verbunden und unten durch ein Band oder die Bodenmatte gesichert sein, damit das Tipi nicht kippt, wenn sich ein Kind daran hochzieht. Lange Kordeln gehören gekürzt, weil sie in Kinderzimmern eine Gefahrenquelle sind. Ein Tipi ist außerdem kein Schlafplatz für Babys und gehört nicht über oder in ein Bett. Lichterketten nur mit LED, weil sie kalt bleiben, und ohne Kabel, das quer durch den Raum führt.

Wie wäscht man ein Tipi?

Stoff abnehmen und bei 30 Grad in die Maschine, sofern der Hersteller es erlaubt, danach leicht feucht wieder über die Stangen ziehen, dann glättet er sich von selbst. Nicht in den Trockner, weil Baumwolle einläuft und der Bezug danach nicht mehr passt. Prüfe beim Wiederaufbau die Verbindungen, denn dort lockert sich mit der Zeit etwas.

Titelfoto: Curtis Adams auf Pexels