Zeitlose Basics: was von den Modetrends bleibt

Von den meisten Saisontrends bleibt nach zwei Jahren nichts übrig, von einigen Teilen dagegen alles. Verlässlich sind das Streifenshirt, der Maxirock, das schlichte Maxikleid, die lange Weste, der Midirock, das Cape und alles in Schwarz und Weiß. Diese Seite fasst zusammen, welche Stücke sich lohnen und wie man sie kombiniert.

Streifen: der Klassiker, der nie verschwindet

Das Bretonshirt gibt es seit dem 19. Jahrhundert, es war ursprünglich Teil der Uniform der französischen Marine und ist seit den 1930er Jahren ein Modeklassiker. Schmale Streifen wirken ruhig, breite auffälliger. Zwei gestreifte Teile lassen sich kombinieren, wenn sich die Streifenbreite deutlich unterscheidet und beide dieselbe Grundfarbe teilen. Für Kinder gilt dasselbe, der Marine-Look funktioniert bei Ringelshirts in jeder Größe.

Maxirock, Maxikleid und Midirock

Lange Röcke und Kleider sind die bequemsten Teile im Schrank und gleichzeitig die am schwersten zu kombinierenden. Die Regel lautet weit unten, schmal oben: ein enges Oberteil oder eine Bluse, die in den Bund gesteckt wird, hält das Gleichgewicht. Ein Midirock, der in der Wade endet, streckt am wenigsten, deshalb wirkt er mit Absatz oder spitzem Schuh besser. Und ein Maxikleid lässt sich mit Jeansjacke lässig, mit Blazer angezogen und mit Strickjacke herbstlich tragen, ohne dass man drei Kleider braucht.

Weste, Cape und die langen Schichten

Lange Westen und Capes leisten dasselbe: Sie schaffen eine senkrechte Linie und lassen sich über fast alles ziehen. Genau deshalb funktionieren sie in der Schwangerschaft ebenso wie danach. Wichtig ist der Fall des Stoffes, denn steife Materialien stehen ab und wirken unvorteilhaft. Ein Cape ersetzt keine Jacke bei Wind, weil die Arme frei liegen, es ist ein Übergangsteil für milde Tage.

Schwarz und Weiß, Karo und Trendfarben

Die Kombination aus Schwarz und Weiß ist der sicherste Griff im Kleiderschrank, weil sie zu jedem Schmuck und zu jeder Tasche passt. Karo funktioniert in derselben Rolle als gedämpftes Muster und lässt sich gut über die ganze Familie ziehen, wenn nur ein Teil pro Person kariert ist. Trendfarben dagegen sind der teuerste Teil der Mode: Sie wechseln jede Saison und lassen ein Outfit sofort datiert wirken. Wer Farbe möchte, setzt sie über Zubehör, nicht über die großen Teile.

Wie baut man einen Kleiderschrank, der Jahre hält?

Über eine Grundfarbe und wenige Teile. Wenn Hosen, Röcke und Mäntel in zwei bis drei zusammenpassenden Farben gehalten sind, passt jedes Oberteil zu jedem Unterteil, und aus zwölf Teilen entstehen dutzende Kombinationen. Kaufe die Basisteile in der besten Qualität, die möglich ist, und die auffälligen Stücke günstig, denn sie werden seltener getragen und schneller ersetzt. Ein einfacher Test vor jedem Kauf: Fallen dir spontan drei vorhandene Teile ein, zu denen das neue passt? Wenn nicht, bleibt es hängen.

Was macht man mit aussortierten Kleidungsstücken?

Verkaufen, verschenken oder spenden, in dieser Reihenfolge. Gut erhaltene Marken- und Festkleidung lässt sich über Second-Hand-Plattformen verkaufen, alles Alltägliche geht schneller weg, wenn man es Freundinnen oder einer Kleiderkammer anbietet. Für Textilien, die niemand mehr anziehen kann, gibt es Altkleidercontainer, allerdings landet ein erheblicher Teil davon nicht als Kleidung im Umlauf, sondern als Putzlappen oder Dämmstoff. Deshalb ist der wirksamste Schritt, vorher weniger zu kaufen und Teile länger zu benutzen.

Warum steht das jetzt alles auf einer Seite?

Weil die einzelnen Beiträge jeweils eine Saison beschrieben haben und dadurch von selbst veralteten. Was bleibt, sind die Teile und die Kombinationsregeln, und die stehen hier gebündelt. Die alten Einzelseiten leiten seit dieser Zusammenführung hierher.

Welche Teile lohnen sich für die ganze Familie?

Alles, was es in Erwachsenen- und in Kindergrößen gibt und nicht nach Partnerlook aussieht: Ringelshirts, Jeansjacken, Karohemden und weiße Sneaker. Der Trick besteht darin, ein gemeinsames Teil zu wählen und alles andere unterschiedlich zu lassen. Komplett abgestimmte Outfits wirken auf Fotos schnell wie ein Kostüm und werden danach nie wieder angezogen. Für Anlässe wie das Oktoberfest gilt dasselbe: ein gemeinsamer Farbton reicht, alles Weitere darf sich unterscheiden.