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Ein Haarreif ist das Accessoire, bei dem Selbermachen sich wirklich lohnt: Der Rohling kostet fast nichts, und was darauf kommt, bestimmt allein den Preis im Laden.

Hier steht die Anleitung, die bei fast jeder Variante gleich bleibt, danach vier Ausführungen vom schlichten Stoffreif bis zum Kopfschmuck im Stil der Zwanzigerjahre.

Wie macht man einen Haarreif selber?

Für einen selbst gemachten Haarreif brauchst du einen Rohling aus Metall oder Kunststoff, ein Band zum Umwickeln und Heißkleber. Das Band wird eng und überlappend um den Reif gewickelt, an beiden Enden verklebt, danach kommt die Verzierung darauf. Der ganze Vorgang dauert etwa zwanzig Minuten.

Was du brauchst

  • Einen Haarreif-Rohling. Metall hält länger und drückt weniger, Kunststoff lässt sich leichter biegen, wenn die Weite nicht passt.
  • Schmales Satin- oder Samtband, etwa einen Meter für einen Reif. Schmal ist wichtiger als hübsch: Ab zwei Zentimetern wirft das Band Falten in der Kurve.
  • Heißkleber. Textilkleber hält auch, braucht aber Stunden statt Sekunden, und man muss so lange festhalten.
  • Eine Schere und ein Feuerzeug. Die Bandenden kurz anschmelzen, sonst franst Satin sofort aus.

Die Anleitung in fünf Schritten

  1. Bandende an einer Innenseite des Reifs festkleben, ein Zentimeter genügt. Innen, nicht außen, dort sieht man später nichts.
  2. Das Band eng und leicht überlappend um den Reif wickeln. Überlappend heißt: Jede Runde deckt die vorige zu einem Drittel. Wer auf Stoß wickelt, hat nach der ersten Kurve Lücken.
  3. In der Rundung fester ziehen als auf der Geraden. Genau dort löst sich später alles, wenn man es nicht tut.
  4. Am anderen Ende innen verkleben, Rest abschneiden, Kante kurz mit dem Feuerzeug versiegeln.
  5. Erst jetzt die Verzierung aufkleben, und zwar nicht mittig, sondern seitlich über dem Ohr. Mittig sieht nach Verkleidung aus.

Vier Ausführungen

Schlicht mit Stoff

Nur gewickelt, ohne Verzierung. Wirkt unspektakulär und ist der einzige, der jeden Tag getragen wird. In der Farbe der Lieblingsjacke gewickelt fällt er gar nicht auf, und das ist der Sinn.

Mit Blüten

Kunstblüten vom Stiel schneiden und in einer lockeren Gruppe seitlich aufkleben. Drei ungleich große sehen besser aus als fünf gleiche, und eine dritte Farbe macht es unruhig.

Mit Perlen

Perlen einzeln aufkleben, nicht als fertige Borte. Es dauert länger und sieht danach nicht nach Meterware aus. Wer Zeit sparen will, setzt eine dichte Gruppe an eine Stelle statt einer gleichmäßigen Reihe über den ganzen Reif.

Im Stil der Zwanzigerjahre

Das ist die Variante, für die es kaum fertige Ware gibt und die deshalb am meisten lohnt. Statt eines starren Reifs nimmst du ein breites Band, das quer über die Stirn läuft und im Nacken geknotet wird. Darauf kommt eine einzelne Brosche oder eine Federspange, seitlich, nie mittig. Dazu gehören glatte Haare oder eine tiefe Welle, sonst rutscht das Band.

Häufige Fragen

Wie lange hält ein selbst gemachter Haarreif?

Bei Heißkleber und einem Metallrohling Jahre. Die Schwachstelle ist nie der Kleber, sondern das Bandende an der Innenseite, weil es beim Aufsetzen jedes Mal streift. Wer dort zwei Zentimeter statt einem verklebt, hat das Problem nicht.

Welcher Rohling drückt am wenigsten?

Ein schmaler Metallreif mit leicht nach innen gebogenen Enden. Breite Kunststoffreifen sitzen im ersten Moment bequemer und drücken nach zwei Stunden hinter den Ohren.

Geht das auch mit Kindern?

Ab etwa acht, wenn ein Erwachsener die Heißklebepistole führt. Das Wickeln selbst können sie, und es ist die Sorte Arbeit, bei der man das Ergebnis nach zwanzig Minuten aufsetzen kann.

Was kostet ein selbst gemachter Haarreif?

Deutlich weniger als ein gekaufter, weil Rohling und Band im Mehrfachpack kommen. Aus einer Rolle Band werden je nach Breite acht bis zwölf Reifen, der Preis pro Stück fällt also mit dem zweiten.