Jeder, der kleine Kinder hat, weiß: Sie sind einfach on fire! Die meisten lieben es, richtig aktiv zu sein, anstatt lange still zu sitzen, schlechte Voraussetzungen für gelungene Geschwister-Fotos.

Für uns Mamis ein echtes Problem, wenn wir unseren Nachwuchs gerne mal etwas professioneller auf Fotos festhalten möchten. Hier gebe ich dir ein paar Tipps, mit deren Hilfe und ein bisschen Geduld du trotzdem richtig schöne Motive festhalten kannst.

Wie gelingen Geschwister-Fotos von Kindern?

Mit dem richtigen Zeitpunkt und wenig Anweisung. Fotografiere, wenn die Kinder ausgeschlafen und satt sind, wähle einen ruhigen Hintergrund und gib ihnen etwas zu tun, statt sie posieren zu lassen. Die besten Bilder entstehen fast immer nebenbei, kurz vor oder kurz nach dem Moment, den du eigentlich wolltest.

5 Tipps, wie dir gute Geschwister-Fotos von Kleinkindern gelingen

1. Der Zeitpunkt

Müde Kinder sind bekanntlich keine guten Foto-Motive. Überlege dir deshalb vor deinem Foto-Shooting genau, wann deine Kinder richtig wach sind. Vielleicht gleich morgens nach dem Aufstehen, vielleicht nach dem Mittagessen oder am frühen Abend. Du kennst deine Kinder am besten und kannst bestimmt prima einschätzen, wann sich die richtige Gelegenheit für schöne Fotos bietet.

2. Die Stimmung

Geh ganz entspannt an das Fotoshootings ran, denn du gibst bei dir zu Hause die Stimmung vor. Wenn deine Kinder Spaß haben und viel Lachen, freust du dich später über besonders schöne Fotos.

3. Der Joker

Bei kleinen Kindern helfen Anweisungen nur bedingt, bei Babys gar nicht: Setze das aktuelle Lieblingsspielzeug deiner Kinder geschickt ein, damit sie im richtigen Moment innehalten und sich freuen.

4. Die Location

Wähle einen Ort, an dem deine Kinder sich bewegen können und einen eher ruhigen Hintergrund, deine Kinder bringen schon genug Trubel in das Foto-Shooting. 😉

5. Sei bereit

Nachdem ich alles Mögliche ausprobiert habe, habe ich festgestellt, dass Schnappschüsse bei meinen Kindern oft am besten funktionieren, denn die schönsten Szenen schreibt das Leben selbst. Deshalb habe ich meine Kamera immer ganz in der Nähe und mein Smartphone griffbereit in der Hosentasche.

Fehl-Versuche

Sei nicht traurig, wenn das erste Shooting noch kein voller Erfolg ist. Ich zum Beispiel habe Punkt Nr. 1 bei meinem ersten offiziellen Geschwister-Shooting nicht beachtet, und habe versucht mit eher müden Kindern schöne Fotos hinzubekommen. *fail*

Inzwischen ist meistens Punkt Nr. 5 meine Devise, und wenn es doch mal ganz besondere Geschwister-Fotos werden sollen, dann halte ich mich an die ersten 4 Punkte.

Viel Spaß beim Fotoshooting mit deinen süßen Kindern!

Ideen, die je nach Altersunterschied funktionieren

Die fünf Tipps oben gelten für alle. Was sich wirklich unterscheidet, ist die Idee für das Bild, und zwar nach Altersabstand.

  • Baby und Kleinkind: Das Baby liegt oder sitzt gestützt, das größere Kind kommt dazu. Nie umgekehrt, und nie das Kleinkind das Baby halten lassen, ohne dass eine Hand von außen sichert. Aus der Vogelperspektive fotografiert, beide auf einer Decke, ist das der sicherste Aufbau.
  • Zwei Kleinkinder: Gib beiden dieselbe Aufgabe, nicht dieselbe Pose. Zusammen eine Seifenblase jagen, zusammen in ein Buch schauen, zusammen etwas essen. Der Blick in die Kamera kommt von allein, meist genau einmal.
  • Großer Abstand, etwa Schulkind und Baby: Das größere Kind bekommt eine Rolle, nicht eine Anweisung. Wer das Baby zum Lachen bringen soll, schaut nicht in die Kamera und ist genau deshalb echt auf dem Bild.
  • Drei und mehr: Nicht nebeneinander aufstellen, sondern gestaffelt. Eine Treppenstufe, ein Sofa oder eine Bank sorgt automatisch für Höhenunterschiede und verhindert die Reihe wie beim Klassenfoto.

Licht, Hintergrund und Kleidung

Licht. Am besten am Fenster, seitlich, ohne direkte Sonne. Draußen ist die Stunde vor Sonnenuntergang die dankbarste, mittags entstehen harte Schatten unter den Augen. Der Blitz der Kamera macht Kinderaugen flach und sollte aus bleiben.

Hintergrund. Alles, was nicht zum Bild gehört, lenkt ab. Eine leere Wand, eine Wiese, ein Bettlaken. Vor dem Auslösen einmal bewusst durch den Sucher an den Kindern vorbeischauen: Wäschekorb, Steckdose und Spielzeug fallen im Ausdruck sofort auf.

Kleidung. Zwei bis drei Farben aus einer Familie, keine großen Schriftzüge, keine Comicfiguren. Partnerlook ist nicht nötig, aufeinander abgestimmt reicht und wirkt in fünf Jahren weniger verkleidet.

Häufige Fragen zu Geschwister-Fotos

Wie bekomme ich beide Kinder gleichzeitig zum Lachen?

Gar nicht auf Kommando. Was zuverlässig funktioniert, ist ein Geräusch hinter der Kamera, ein albernes Wort oder jemand, der etwas fallen lässt. Halte in dem Moment einfach drauf und mach zehn Bilder statt einem.

Wie lange sollte ein Fotoshooting mit Kleinkindern dauern?

Zwanzig Minuten, höchstens dreißig. Danach kippt die Stimmung, und man sieht es den Bildern an. Lieber an zwei Nachmittagen kurz fotografieren als an einem lang.

Welche Kameraeinstellung eignet sich?

Eine kurze Belichtungszeit, damit nichts verwackelt, also mindestens ein Fünfhundertstel, wenn sich die Kinder bewegen. Dazu eine offene Blende für den unscharfen Hintergrund. Wer mit dem Handy fotografiert, nutzt den Porträtmodus und wischt die Linse vorher ab, das bringt oft mehr als jede Einstellung.

Was mache ich, wenn ein Kind nicht mitmachen will?

Nicht überreden und keine Belohnung versprechen, das steht auf jedem zweiten Bild geschrieben. Fotografiere stattdessen das Kind, das mitmacht, und warte. In den meisten Fällen kommt das andere von allein dazu, sobald es nicht mehr das Ziel ist.

Lohnt sich ein professionelles Geschwister-Shooting?

Wenn es um ein Bild für die Wand geht, ja: Ein Profi bringt Licht, Geduld und eine zweite Person mit, die die Kinder beschäftigt. Für den Alltag schlagen die eigenen Bilder das Shooting trotzdem, weil sie öfter entstehen und die Kinder die Kamera nicht ernst nehmen.

Wie kann ich die Fotos später aufbewahren?

Einmal im Jahr die besten dreißig auswählen und drucken lassen. Alles andere liegt auf Festplatten und wird nie wieder angesehen. Ein Fotobuch pro Jahr ist die Menge, die sich tatsächlich durchhalten lässt.

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Titelfoto: Christian Bowen auf Unsplash