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Bald ist es so weit und du kannst deinem Kind die erste kleine Weihnachtsüberraschung vor die Tür stellen. Am 6. Dezember ist Nikolaus und der füllt ja bekanntlich auf wundersame Art und Weise noch bei manchen Familien die Schuhe über Nacht. Auch wenn diese Rolle schon längst Mama oder Papa übernommen haben, stellt sich dennoch Jahr für Jahr die Frage danach, welches kleine Geschenk du dafür besorgst.

Was schenkt man zum Nikolaus?

Etwas Kleines, das in den Schuh oder einen Stiefel passt. Klassisch sind Mandarine, Nüsse, ein Schokoladennikolaus und eine Kleinigkeit zum Spielen. Der Nikolaus ist nicht Weihnachten: Ein Geschenk pro Kind genügt, und je jünger das Kind, desto weniger braucht es. Am 6. Dezember zählt das Finden, nicht der Inhalt.

Nikolausgeschenke nach Alter

Der Stiefel ist klein, und das ist keine Einschränkung, sondern die Hilfe bei der Auswahl. Was hineinpasst, ist automatisch die richtige Größe.

Ab einem Jahr

In diesem Alter zählt, was sich anfassen, stapeln und in den Mund nehmen lässt. Holzspielzeug für Kleinkinder wie ein Steckwürfel, ein kleines Fahrzeug oder ein Greifling passt gut in einen Stiefel und übersteht das erste Jahr Dauerbenutzung. Dazu ein Pappbilderbuch, das umgeblättert werden darf, ohne dass etwas reißt.

Was in diesem Alter nicht funktioniert: alles mit vielen Kleinteilen und alles, was Batterien braucht.

Ab zwei Jahren

Jetzt beginnt das Rollenspiel. Kleine Tierfiguren, ein Fahrzeug zum Schieben, Knete, dicke Wachsmalstifte oder ein Stapelturm. In diesem Alter ist Wiederholung wichtiger als Abwechslung, deshalb hält ein einzelnes gutes Teil länger als ein Set.

Ab drei bis vier Jahren

Puzzles mit wenigen großen Teilen, Magnetbausteine, ein erstes Kartenspiel, Aufkleberbücher. Auch ein kleines Werkzeug, eine Lupe oder eine Taschenlampe sind in diesem Alter beliebter als das nächste Spielzeug, weil sie echt sind.

Ab sechs Jahren

Schulkinder freuen sich über Dinge, die sie selbst benutzen dürfen: ein Springseil, ein Kartenspiel für unterwegs, ein Notizbuch mit Stift, ein Bausatz. Auch Gutscheine funktionieren jetzt, wenn sie ein Datum tragen und nicht nur eine Absicht.

Was außer Spielzeug in den Stiefel gehört

Der klassische Inhalt hat sich nicht ohne Grund gehalten: eine Mandarine, ein paar Nüsse, ein Schokoladennikolaus, vielleicht ein Lebkuchen. Das füllt den Stiefel sichtbar, kostet wenig und wird tatsächlich gegessen.

Was sich außerdem bewährt hat:

  • Etwas zum Anziehen mit Motiv. Socken, Mütze oder Handschuhe fallen ohnehin an und wirken im Stiefel wie ein Geschenk.
  • Verbrauchsmaterial. Stifte, Aufkleber, Washi-Tape, ein Block. Das geht auf und stapelt sich nicht.
  • Eine gemeinsame Sache. Zwei Kinokarten, ein Ausflug, Plätzchenbacken am Wochenende. Das braucht im Stiefel nur einen Zettel.

Diese Ideen passen für Mädchen und Jungen

Keine der Anregungen oben ist eine Frage des Geschlechts, sondern des Alters und der Interessen. Ein Kind, das gern baut, freut sich über Magnetbausteine, egal ob Tochter oder Sohn. Wer nach dem Interesse auswählt statt nach der Abteilung im Laden, trifft zuverlässiger.

Wer war der heilige Nikolaus?

Nikolaus von Myra war im vierten Jahrhundert Bischof in der heutigen Türkei. Überliefert ist von ihm vor allem eines: Er hat sein Vermögen verschenkt und Menschen in Not geholfen, der Legende nach heimlich bei Nacht. Daraus ist der Brauch entstanden, in der Nacht zum 6. Dezember etwas vor die Tür zu stellen. Kindern lässt sich das gut erzählen, und es gibt dem Tag einen Inhalt, der über Süßigkeiten hinausgeht.

Was kommt in den Nikolausstiefel?

Eine Mischung, die satt aussieht, ohne teuer zu sein. Eine Mandarine oder ein Apfel füllen den Stiefel unten aus, dazu Nüsse, etwas Schokolade und eine Kleinigkeit obendrauf: ein Stift, ein Radiergummi, eine kleine Figur, ein Buch. Bei mehreren Kindern lohnt es sich, gleich viel und möglichst gleich Aussehendes einzupacken, weil am Morgen sofort verglichen wird. Und wer keine Süßigkeiten möchte, nimmt Trockenfrüchte, die ähnlich gut ankommen.

Ab welchem Alter versteht ein Kind den Nikolaus?

Ab etwa zwei Jahren macht der geputzte Stiefel Freude, ab drei kommt die Geschichte dazu. Ein persönlicher Besuch mit Bischofsmütze und Rute ist für kleine Kinder oft zu viel, weil eine große verkleidete Gestalt Angst macht, auch wenn alle anderen lachen. Wenn ein Besuch stattfindet, sollte er kurz sein, freundlich, und niemand sollte etwas vorsagen müssen. Das Buch mit den Verfehlungen des Jahres gehört in keinen guten Nikolausbesuch.

Was passt für welches Alter?

Für Einjährige Holzspielzeug zum Greifen und Stapeln, Puzzles mit wenigen Teilen, ein Bilderbuch. Für Zwei- bis Dreijährige Tiere, Fahrzeuge, erste Steckspiele, Straßenkreide. Ab vier Kartenspiele, Sticker, Malzeug, kleine Bausets. Ab sechs Sammelkarten, ein Buch, ein Springseil, eine Taschenlampe. Alle diese Vorschläge gelten unabhängig davon, ob ein Sohn oder eine Tochter beschenkt wird, die Einteilung im Handel ist keine Empfehlung.

Titelfoto: Gundula Vogel auf Pexels