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Manche Familien feiern Weihnachten ganz entspannt und gemütlich und manche im eleganten und großen Familienrahmen. Bei uns kommen meistens meine Eltern über Heiligabend zu Besuch, mein Bruder feiert schon mit seiner eigenen kleinen Familie. Theos große Familie mit vielen Geschwistern besuchen wir dann oft über die Weihnachtsfeiertage.

Eigentlich findet unser Weihnachtsfest immer im legeren Rahmen statt, trotzdem mag ich es vor allem an Heiligabend, wenn wir uns festlich kleiden.

Weihnachtskleidung für Babys: festlich und bequem

Weihnachtskleidung für Babys darf festlich aussehen und muss bequem bleiben. Bewährt haben sich Kleider aus Jersey mit Tüllrock, Cordhosen mit weichem Bund, Strickjacken statt Sakkos und ein Body mit aufgedrucktem Kragen. Rot, Dunkelgrün, Creme und Gold sind die Farben, die immer funktionieren.

Was ein festliches Baby-Outfit ausmacht

Der Unterschied zwischen einem Weihnachtsoutfit, das den Abend übersteht, und einem, das nach einer Stunde im Schlafanzug endet, liegt nicht im Preis. Er liegt in vier Details.

Der Bund und die Nähte

Alles, was am Bauch drückt, wird nach dem Essen zum Problem. Weiche Bündchen statt Knopfleisten, Innennähte ohne Grat, keine Etiketten im Nacken. Ein festliches Weihnachtsoutfit fürs Baby darf steif aussehen, aber es darf sich nicht so anfühlen.

Der Zugang zur Windel

Das ist der Punkt, den man beim Kaufen übersieht und am Abend bereut. Ein Kleid mit Body darunter, ein Strampler mit Druckknöpfen im Schritt oder ein Zweiteiler funktionieren. Ein Einteiler mit Reißverschluss im Rücken bedeutet: komplett ausziehen, bei jedem Wickeln.

Der Stoff

Jersey, Feinstrick und Baumwolle mit etwas Elasthan sind bequem und sehen trotzdem festlich aus. Tüll und Spitze kratzen häufig, deshalb gehört bei einem Tüllkleid ein weiches Futter dazu. Wolle direkt auf der Haut ist bei Babys selten eine gute Idee.

Die Schichten

Wohnzimmer an Heiligabend sind warm, der Weg zur Kirche ist kalt. Eine festliche Strickjacke über einem einfachen Body löst beides, weil sie sich in Sekunden ausziehen lässt. Ein Sakko oder eine Weste tut das nicht.

Outfits, die für Mädchen und Jungen funktionieren

Die meisten Kombinationen sind keine Frage des Geschlechts, sondern des Schnitts.

  • Body mit aufgedrucktem Kragen und dunkle Cordhose. Sieht aus wie Hemd und Hose, ist aber ein Body.
  • Strickkleid oder Strickpullover in Creme oder Dunkelgrün, dazu eine Leggings oder Strumpfhose.
  • Latzhose aus Cord oder Samt über einem Langarmbody. Wächst länger mit als jede Hose mit festem Bund.
  • Tüllrock oder Tüllkleid mit Jerseyoberteil, wenn es funkeln soll.
  • Weiche Schuhe oder Stoppersocken. Feste Schuhe braucht ein Baby an Heiligabend nicht, und rutschige Sohlen auf Parkett sind ein eigenes Thema.

Die Farben, die immer funktionieren

Rot, Dunkelgrün, Creme, Camel und Gold. Sie sehen auf Fotos festlich aus, ohne dass das Kind wie verkleidet wirkt, und sie lassen sich untereinander kombinieren, wenn ein Teil unterwegs unbrauchbar wird.

Was auf Fotos regelmäßig untergeht, sind sehr dunkle Töne: Ein Baby in Marineblau vor einem dunklen Weihnachtsbaum verschwindet, sobald das Licht gedimmt wird.

Was zieht man einem Baby an Heiligabend an?

Etwas, das ohne komplettes Ausziehen gewickelt werden kann. Bodys und Strampler mit Druckknöpfen im Schritt sind deshalb allen Zweiteilern überlegen. Darüber kommt eine Strickjacke oder ein Cardigan, der bei Wärme einfach ausgezogen wird. Für Kleider gilt: Tüll gehört nie direkt auf die Haut, ein weiches Unterkleid oder ein Body darunter verhindert das Kratzen. Und plane ein zweites komplettes Outfit ein, denn an Heiligabend geht garantiert etwas daneben. Festliche Kinderkleidung gibt es für Babys in vielen Größen.

Lohnt sich festliche Babykleidung überhaupt?

Als Einzelstück selten, als Kombination schon. Babys wachsen so schnell, dass ein reines Festkleid oft nur einmal passt. Sinnvoller ist ein gutes Basisteil in einer festlichen Farbe, das auch im Alltag funktioniert, und das Festliche über Zubehör zu ergänzen: eine Strumpfhose mit Glitzer, ein Haarband, Söckchen mit Rüschen. Second Hand lohnt sich bei Festkleidung besonders, weil solche Teile praktisch neu sind.

Wie hält man das Baby an Heiligabend bei Laune?

Mit einem realistischen Zeitplan. Der Abend ist lang, laut und voller fremder Menschen, und das überfordert Säuglinge schnell. Plane einen ruhigen Raum ein, in den ihr euch zurückziehen könnt, halte die gewohnten Schlafenszeiten so weit wie möglich ein und mache die Fotos früh, solange alle noch frisch sind. Bescherung vor dem Essen funktioniert mit kleinen Kindern meistens besser als danach.

Wie fotografiert man Babys in festlicher Kleidung?

Bei Tageslicht und früh am Tag. Am Abend ist die Wohnung dunkel, das Kind müde und die Kleidung schon fleckig. Stelle das Baby seitlich zu einem Fenster, verzichte auf Blitz und fotografiere aus Augenhöhe des Kindes statt von oben. Ein zweiter Erwachsener hinter der Kamera, der Grimassen schneidet, bringt mehr als jede technische Einstellung.

Welche Größe kauft man für Weihnachten?

Eine Nummer größer als aktuell nötig, wenn das Fest noch einige Wochen entfernt ist. Babys wachsen im ersten Jahr sehr schnell, und ein Teil, das im Oktober perfekt sitzt, kann im Dezember zu klein sein. Prüfe außerdem die Größenangabe der jeweiligen Marke, denn sie fällt sehr unterschiedlich aus. Bei Strampler und Body ist eher zu groß besser als zu knapp, weil beides ohnehin über der Windel sitzt.

Titelfoto: Q. Hưng Phạm auf Pexels