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Es wird kälter, der Bauch wird größer, und die eigene Jacke geht irgendwann nicht mehr zu. Genau dann stellt sich die Frage, ob es wirklich eine eigene Umstandsjacke sein muss oder ob es auch anders geht.
Die kurze Antwort: Es geht auch anders, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Hier steht, welche Jacke zu welchem Monat passt, worauf es bei der Größe ankommt und welche Lösung sich über die Schwangerschaft hinaus lohnt.
Braucht man wirklich eine Umstandsjacke?
Bis etwa zum sechsten Monat meistens nicht. Eine weit geschnittene Jacke aus dem eigenen Schrank, ein Poncho oder ein Mantel, den man offen trägt, reichen erstaunlich lange. Ab dem siebten Monat wird es unbequem, weil der Wind vorn hineinzieht und der Rücken kalt wird.
Wer nur die letzten Wochen überbrücken möchte, kommt mit einer Jackenerweiterung aus. Das ist ein Einsatz mit Reißverschluss, der in die vorhandene Jacke eingezippt wird und sie um einige Zentimeter weitet. Praktisch daran: Viele dieser Einsätze lassen sich später umdrehen und als Tragehilfe für das Baby nutzen.
Welche Jacke passt zu welcher Jahreszeit?
Für den Herbst
Ein Übergangsmodell oder ein weiter Trenchcoat, den man offen trägt. In dieser Jahreszeit lohnt sich das größte Sparpotenzial: Ein Mantel eine Nummer größer sieht auch nach der Schwangerschaft noch gut aus, eine Umstandsjacke mit Bauchpartie dagegen nicht.
Für den Winter

Hier führt kaum ein Weg an einer richtigen Umstandswinterjacke vorbei. Achte auf drei Dinge: eine Kapuze, die auch über eine Mütze passt, Ärmel, die lang genug bleiben, wenn der Stoff vorn gespannt ist, und einen Reißverschluss, der von unten nach oben zugeht. Bei gefütterten Parkas ist die Länge entscheidend: Alles, was über den Po geht, hält deutlich wärmer.
Für alles dazwischen
Ein Wollmantel in Umstandsschnitt ist die eleganteste Lösung und funktioniert vom Büro bis zum Weihnachtsmarkt. Wolle wärmt auch dann, wenn sie nicht ganz zugeht, deshalb verzeiht sie die letzten Wochen besser als eine steife Steppjacke.
Welche Größe kauft man bei Umstandsjacken?
Die gewohnte Größe, denn Umstandsjacken haben die Weite bereits eingearbeitet. Wer stattdessen eine normale Jacke zwei Nummern größer kauft, bekommt zwar Platz für den Bauch, aber auch zu weite Schultern und zu lange Ärmel. Probiere immer mit einem dicken Pullover darunter, und geh in die Hocke: Wenn der Saum dabei vorn hochrutscht, ist die Jacke zu kurz.
Lohnt sich eine 3-in-1-Jacke mit Tragefunktion?
Wenn du danach tragen möchtest, ja. Diese Jacken mit Wechseleinsatz begleiten dich durch die Schwangerschaft und danach durch das erste Jahr mit Trage oder Tuch, und du sparst dir eine zweite Anschaffung. Wer nicht trägt, sondern schiebt, braucht sie nicht: Im Kinderwagen ist das Kind ohnehin eigenständig eingepackt.
Gebraucht kaufen oder leihen?
Bei Umstandsjacken lohnt sich das besonders, weil sie im Schnitt nur ein bis zwei Wintermonate getragen werden und entsprechend gut erhalten sind. Achte beim Gebrauchtkauf auf den Reißverschluss, das ist das einzige Teil, das wirklich verschleißt. Und frag im Bekanntenkreis: Eine Umstandswinterjacke liegt in vielen Kellern und wird gern weitergegeben.
Was zieht man in den letzten Wochen an, wenn nichts mehr passt?
Schichten statt einer dicken Jacke. Ein langer Cardigan, darüber ein weiter Mantel, der offen bleibt, dazu ein großer Schal, der vorn den Bauch abdeckt. Das ist wärmer, als es aussieht, und kostet nichts. Für den täglichen Weg zur Kita oder zur Arbeit ist eine richtige Jacke trotzdem angenehmer, weil man die Hände frei hat.
Was sonst noch in der Schwangerschaft funktioniert, von Schnitten bis zu besonderen Anlässen, steht im Überblick Umstandsmode: worauf es wirklich ankommt.