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Am 11. November 2017 ist der Martinstag und sicherlich gibt es mindestens einen Martinsumzug in deiner Nähe. Viele Kindergärten, Kitas und andere Einrichtungen feiern diesen besonderen Tag mit den Kindern und Eltern gemeinsam.
Und mittlerweile ist es fast schon ein kleiner Bastelwettbewerb unter den Mamas geworden, denn schließlich muss etwas Besonderes her. Ein besonders schöner Lampion für die Tochter oder den Sohnemann.
Wir zeigen dir aus diesem Grund ein paar süße und schnelle DIY-Ideen für selbst gebastelte Laternen.
Laternen für den Martinsumzug selbst basteln
Laternen lassen sich aus wenig Material selbst machen: ein Rohling oder eine leere Milchtüte, Transparentpapier, Kleber und ein LED-Licht. Beliebt sind Einhörner, Füchse, Eulen, Igel und Raketen. Wichtig ist nur, dass die Laterne leicht bleibt und der Bügel mittig sitzt, damit sie am Stab nicht kippt und das Licht nicht am Papier anliegt.
Laterne basteln: die Grundanleitung in fünf Schritten
Fast jede Laterne folgt demselben Aufbau. Wer den einmal kennt, bastelt jedes Motiv daraus, ob Einhorn, Fuchs oder Rakete.
- Den Körper vorbereiten. Eine leere Milchtüte ausspülen, trocknen lassen und den oberen Verschluss abschneiden. Wer keine Tüte hat, nimmt einen runden Laternenrohling aus Pappe oder einen leeren Getränkekarton.
- Fenster ausschneiden. In jede der vier Seiten ein Fenster schneiden und dabei einen Rand von etwa zwei Zentimetern stehen lassen. Der Rand hält die Form, ohne ihn knickt die Laterne beim ersten Windstoß ein.
- Transparentpapier einkleben. Die Fenster von innen mit buntem Transparentpapier bekleben. Von innen deshalb, weil die Klebekanten dann nicht zu sehen sind, wenn das Licht brennt.
- Das Motiv aufbringen. Ohren, Schnauze, Hörner und Flügel werden aus Tonpapier ausgeschnitten und außen aufgeklebt. Alles, was übersteht, gehört an die Seiten und nicht nach oben, sonst hängt es später im Bügel.
- Bügel anbringen. Zwei Löcher gegenüberliegend am oberen Rand einstechen, Draht oder festes Band durchziehen. Der Bügel muss genau mittig sitzen, sonst kippt die Laterne am Stab und das Papier gerät ans Licht.
Was du dafür brauchst
Eine leere Milchtüte oder einen Laternenrohling, Transparentpapier, Tonpapier, Bastelkleber, eine Schere, Draht oder Band für den Bügel und einen Laternenstab mit LED. Mehr ist es nicht, und das meiste davon liegt ohnehin im Haus.
Eine Kerze gehört nicht hinein. Papier und offene Flamme in Kinderhand ist genau die Kombination, die den Abend beendet. LED-Stäbe leuchten heller, halten den ganzen Umzug und gehen nicht aus, wenn es windig wird.
Zwölf Ideen zum Nachbasteln
Alle Anleitungen stammen von anderen Bastelseiten und sind dort Schritt für Schritt beschrieben.
Einhörner
Das Einhorn ist seit Jahren das meistgebastelte Motiv. Bei Villa Josefina gibt es ein Einhorn mit Glitzermähne, das sich beliebig verzieren lässt. Wer Upcycling mag, findet bei Schönste Bastelzeit eine Einhorn-Laterne aus dem Müslikarton.
Tiere aus Wald und Wiese
Diese Motive passen für Mädchen und Jungen gleichermaßen. Es gibt den frechen Fuchs, eine Eulen-Laterne in Pastell, einen Igel, in den sich getrocknetes Herbstlaub einarbeiten lässt, eine Kuh, einen Flamingo und einen kecken Dachs aus dem Tetrapak.
Aus Papptellern entstehen Frosch und Fuchs, und wer es exotisch mag, bastelt eine Giraffe oder für die Dinosaurierfans eine Dino-Laterne.
Für Fortgeschrittene
Ein Fliegenpilz braucht etwas mehr Geduld, weil die Punkte einzeln aufgeklebt werden. Die Sonnen-Laterne aus Papptellern ist dagegen in einer halben Stunde fertig. Für den Nachwuchs mit Vorliebe für hohe See gibt es eine Piraten-Laterne.
Laternen, die danach hängen bleiben
Nicht jede Laterne muss an den Stab. Lampions aus Stickrahmen sehen nach dem Martinsfest im Kinderzimmer oder auf dem Balkon weiter gut aus.
Die häufigsten Fehler beim Laternenbasteln
Zu viel Kleber. Transparentpapier wellt sich, wenn es nass wird. Ein dünner Streifen am Rand genügt.
Das Motiv zu groß. Ohren und Flügel, die weit überstehen, verhaken sich im Gedränge und reißen ab. Kompakt bauen hält länger.
Der Bügel zu kurz. Hängt die Laterne zu dicht unter dem Stab, kippt sie beim Laufen nach vorn. Zwanzig Zentimeter Abstand sind ein guter Wert.
Am Vorabend anfangen. Kleber braucht Zeit zum Trocknen, und eine Laterne, die noch klebt, verzieht sich unterwegs. Zwei Tage vorher ist kein Luxus.
Wann ist der Martinstag?
Der Martinstag fällt immer auf den 11. November, den Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Die Umzüge finden je nach Kindergarten und Gemeinde in den Tagen davor oder danach statt, weil nicht alle am selben Abend Laufen können. In manchen Regionen heißt der Brauch Laternenfest oder Sankt-Martins-Umzug, in Teilen Norddeutschlands wird stattdessen am 10. November das Martinssingen gefeiert.
Kerze oder LED in der Laterne?
LED, und das ohne lange Diskussion. Eine echte Kerze in einer Papierlaterne kippt beim ersten Stolpern, und genau das passiert bei einem Umzug mit vielen Kindern in der Dunkelheit ständig. LED-Stableuchten kosten wenig, halten mehrere Jahre und leuchten gleichmäßiger, was auf Fotos sogar besser aussieht. Wer die klassische Optik möchte, nimmt eine LED mit flackerndem Licht. Wichtig ist außerdem ein Stab mit Bügel statt eines starren Hakens, denn nur damit bleibt die Laterne beim Laufen aufrecht.
Wie lange dauert eine selbst gebastelte Laterne?
Mit einem gekauften Rohling und Transparentpapier etwa 45 Minuten, komplett selbst gebaut eher zwei Stunden. Der Zeitfresser ist das Trocknen des Klebers, deshalb lohnt es sich, an einem Abend zu kleben und am nächsten zu verzieren. Für Kinder unter vier Jahren übernehmen Erwachsene das Schneiden und Zusammenbauen, die Kinder kleben Formen auf. Ab etwa sechs Jahren gelingt eine einfache Laterne fast allein.
Titelfoto: Debendra Das auf Pexels