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Baby-Mobile selber basteln: der kurze Überblick

Ein Baby-Mobile lässt sich auf vier Wegen selbst machen: gehäkelt, aus Filz genäht, aus Papier gefaltet oder schnell aus Pompons und Federn. Am wenigsten Übung braucht die Papier- und Pompon-Variante, am längsten dauert Häkeln. Hänge das Mobile so auf, dass dein Kind es sehen, aber nicht erreichen kann.

Häufige Fragen zum Baby-Mobile

Wie hoch über dem Bett hängt ein Mobile?

Etwa dreißig bis vierzig Zentimeter über dem Gesicht des Babys, und nicht direkt darüber, sondern seitlich versetzt am Rand des Bettes. So schaut das Kind zur Seite statt starr nach oben.

Ab wann und bis wann ist ein Mobile sinnvoll?

Ab etwa sechs Wochen, wenn ein Baby Kontraste erkennt. Sobald es sich aufsetzen oder hochziehen kann, gehört das Mobile aus dem Bett heraus, spätestens mit fünf Monaten.

Welche Farben sieht ein Baby am besten?

In den ersten Wochen starke Kontraste, also Schwarz auf Weiß, nicht Pastell. Farben werden erst nach und nach unterschieden, deshalb wirken zarte Töne auf ein Neugeborenes wie eine graue Fläche.

Worauf muss ich beim Aufhängen achten?

Auf die Befestigung. Alles, was ein Kind erreichen kann, wird irgendwann daran ziehen. Schnüre kurz halten und nichts verwenden, was sich lösen und verschluckt werden könnte.

Die Zeit, kurz bevor unsere Babies geboren werden, ist eine ganz besondere Zeit. Wir verbringen sie mit vorbereiten, warten und träumen. Und wenn du ein bisschen bist wie wir, dann kommt da auch ein kleiner kreativer Drang hervor, alles besonders schön zu machen und sogar selbst ein bisschen zu basteln. Also vielleicht hast du ja Lust, demnächst mal wieder deine Bastelkiste öffnen und kreativ werden. Natürlich nur, wenn sich dafür auch die Zeit bietet.

Und wenn nicht, mach dir keine Gedanken, es gibt auch fertige Mobiles und Halterungen fürs Babybett, wenn dir gerade die Zeit fehlt.

Zuerst einmal zu den süßen DIY-Vorlagen für Baby-Mobile, die du ganz einfach selber basteln kannst. Das Gute daran: Du kannst jedem Mobile deine eigene persönliche Note verleihen, beispielsweise durch den Namen deines Kindes oder deine Wunschfarben. Was du dafür brauchst und wie das Mobile am Ende gerade hängt, steht gleich hier darunter.

Baby-Mobile selber basteln: die Anleitung

Das Einzige, woran ein selbst gebautes Mobile wirklich scheitert, ist das Gleichgewicht. Schiefe Schnitte verzeiht es, eine zu groß geratene Wolke auch. Ein Mobile, das schief hängt, sieht dagegen sofort falsch aus. Deshalb steht hier zuerst, wie es gerade wird.

Was du brauchst

Als Rahmen einen Stickrahmen aus Holz mit 20 Zentimetern, zwei gekreuzte Rundhölzer oder einen geraden Ast. Der Stickrahmen ist der einfachste Anfang, weil er von allein rund bleibt. Für die Formen Bastelfilz in einem Millimeter Stärke, festes Papier ab 200 Gramm oder dünne Pappe. Filz franst nicht und hängt schön schwer, Papier ist schneller und dreht sich lebhafter. Zum Aufhängen durchsichtigen Nylonfaden. Er verschwindet optisch und verdreht sich weniger als Nähgarn. Für die Pompon-Variante lohnt ein Pompon-Set in mehreren Größen, damit die Kugeln gleich groß werden.

So gehst du vor

  1. Jede Form zweimal ausschneiden. Die beiden Hälften werden später Rücken an Rücken verklebt, dann sieht das Mobile von beiden Seiten gleich aus. Das ist der Unterschied zwischen selbst gemacht und billig.
  2. Den Faden zwischen die beiden Hälften legen und erst dann verkleben. So hängt die Form gerade und nicht am Rand angeknotet.
  3. Die Fäden locker an den Rahmen knoten, es wird noch verschoben.
  4. Das Mobile am fertigen Platz aufhängen und ansehen. Was zu tief hängt, wird gekürzt, was den Rahmen kippen lässt, wandert nach innen. Schweres nach innen, Leichtes nach außen.
  5. Erst wenn es hängt, wie es soll, die Knoten festziehen und die Enden kürzen.
Die vier Aufhängefäden zum Deckenhaken bindest du zuletzt und alle gleich lang. Ein Mobile, das schon leer schief hängt, wird auch behängt nicht gerade.

Vorlagen zum Ausdrucken

Elf Formen zum Ausschneiden, dazu die Anleitung und die Sicherheitshinweise auf sechs Seiten: Baby-Mobile Vorlagen als PDF herunterladen. Kostenlos, ohne Anmeldung. Enthalten sind Wolke, Stern in zwei Größen, Tropfen, Mond, Herz, Blatt, Vogel, Regenbogen und zwei Kreise. Die Größen passen zu einem Rahmen von 20 Zentimetern; für einen größeren Rahmen druckst du die Vorlage auf 120 Prozent.

Zwölf Mobile-Ideen, nach Material sortiert

Alle folgen dem Aufbau aus der Anleitung oben: ein Ring, vier bis sechs Anhänger, Faden. Was sich unterscheidet, ist das Material und damit der Aufwand.

Gehäkelt

1. Kugeln in drei Größen

Kleine Kugeln häkeln, mit Füllwatte stopfen, zunähen. Für ein Mobile reichen fünf bis sieben Stück. In drei Größen gehäkelt wirkt es lebendiger als in einer. Wichtig: Die Maschen dicht arbeiten, sonst schaut die Füllung durch.

2. Waldtiere oder Nilpferd

Figuren sind ein Projekt für Geübte. Rechne pro Tier mit ein bis zwei Stunden. Wer noch nicht sicher häkelt, fängt mit Kugeln an und ergänzt später eine einzelne Figur als Mittelstück.

3. Einhorn mit Mähne

Dieselbe Technik wie beim Tier, die Mähne entsteht aus eingeknoteten Garnstücken. Sie ist der Teil, der am ehesten ausfranst, deshalb die Knoten einzeln festziehen und die Enden gerade schneiden.

Aus Filz

4. Waldtiere als Scherenschnitt

Filz ist das dankbarste Material, weil er nicht ausfranst. Motiv auf Papier zeichnen, zweimal auf Filz übertragen, ausschneiden, an drei Seiten zusammennähen, füllen, schließen. Ein Tier dauert etwa zwanzig Minuten.

5. Heißluftballons

Ein gefüllter Filzballon, darunter ein Körbchen aus einem Streifen Filz, verbunden mit vier Fäden. Die Fäden gleich lang zu bekommen, ist der einzige knifflige Teil: Erst alle vier anheften, dann prüfen, dann festnähen.

Wer nicht nähen möchte, findet unter den fertigen Mobiles aus Filz Modelle, die sich mit eigenen Figuren ergänzen lassen.

Aus Papier

6. Origami-Vögel

Der klassische Kranich, sechs Stück in verschiedenen Papieren. Falten dauert nach etwas Übung zwei Minuten pro Vogel. Zum Aufhängen den Faden nicht durch den Rücken stechen, sondern mit einem Tropfen Kleber ansetzen, sonst reißt das Papier ein.

7. Kreise im Farbverlauf

Aus Tonpapier Kreise stanzen, jeweils zwei Rücken an Rücken auf einen Faden kleben, sodass beide Seiten farbig sind. Fünf Fäden mit je vier Kreisen ergeben eine ruhige Fläche, die sich in der Luft bewegt.

8. Geometrische Formen

Dreiecke und Sechsecke aus festem Karton, an den Kanten geknickt und zu Körpern geklebt. Wirkt moderner als Tiere und passt auch in ein Zimmer, das nicht als Babyzimmer eingerichtet ist.

In einer halben Stunde

9. Bänder und Stoffreste

Bänder in verschiedenen Breiten an einen Ring knoten, unten schräg abschneiden. Das ist die schnellste Variante überhaupt und die einzige, die ohne Nadel und Kleber auskommt.

10. Pompons

Pompons in zwei Größen, an Fäden gereiht. Sie sind leicht, deshalb dreht sich das Mobile schon bei wenig Luftzug. Beachte: Pompons fusseln anfangs. Vor dem Aufhängen einmal kräftig ausschütteln.

11. Trockenblumen

Kleine Sträußchen aus Trockenblumen mit Garn an den Ring binden. Sieht zart aus, ist aber zerbrechlich und gehört deshalb außerhalb der Reichweite des Kindes, nicht über das Bett.

12. Federn

Federn einzeln an Fäden knoten, oder mit Makramee-Knoten zu einer Reihe verbinden. Für ein Babybett ungeeignet, weil sich Federn lösen können. Als Deko an der Wand dagegen ist es eines der schönsten Modelle.

Für welche Variante du dich auch entscheidest: Über dem Babybett hängt ein Mobile außerhalb der Greifhöhe, und es kommt weg, sobald sich das Kind aufsetzen kann. Alles Weitere steht oben in den häufigen Fragen.