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Der Stiefel steht vor der Tür und will gefüllt werden. Hier stehen kleine Geschenke, die wirklich hineinpassen, sortiert nach Alter. Noch mehr Ideen findest du in unserem zweiten Beitrag mit Nikolausgeschenken von 1 bis 8 Jahren.

Was schenkt man zum Nikolaus?

Etwas Kleines, das in den Stiefel passt. Klassisch sind Mandarine, Nüsse, ein Schokoladennikolaus und eine Kleinigkeit zum Spielen. Der 6. Dezember ist nicht Weihnachten: Ein Geschenk pro Kind genügt, und je jünger das Kind, desto weniger braucht es. Was zählt, ist das Finden am Morgen.

Nikolausgeschenke nach Alter

Der Nikolausstiefel gibt die Größe vor: Was hineinpasst, ist klein, und das ist auch gut so. Vier Richtungen, die sich bewährt haben, sortiert nach dem Alter statt nach Junge oder Mädchen. Ein Backset macht keinen Unterschied, wer davorsteht.

Für die Kleinsten, bis etwa zwei Jahre

In diesem Alter zählt, was sich anfassen lässt. Ein Kuscheltier aus Bio-Baumwolle, ein Stoffbeutel zum Befüllen oder eine Stoffkrone, die im Rollenspiel noch jahrelang auftaucht. Alles, was leuchtet und Geräusche macht, hält hier selten länger als eine Woche.

Ab drei Jahren: Nachahmen und Mitmachen

Jetzt beginnt die Zeit, in der Kinder tun wollen, was die Erwachsenen tun. Backsets für Kinder mit Schneebesen, Spatel und Ausstechförmchen passen genau in diese Phase, gerade in der Adventszeit. Wer schon einen Kaufladen zu Hause hat, macht mit Zubehör zum Nachfüllen oft mehr Freude als mit etwas Neuem.

Ab fünf Jahren: selbst etwas herstellen

Was am Ende fertig ist und behalten werden kann, wirkt in diesem Alter am längsten nach. Bastelsets ab fünf Jahren gibt es vom Kronenbasteln bis zum Weben. Achte darauf, dass alles Nötige enthalten ist; Sets, für die man noch Kleber und Schere besorgen muss, bleiben oft liegen.

Für größere Kinder

Ab etwa acht wird der Stiefel zum Ort für Kleinigkeiten mit Gebrauchswert: Stifte, ein Notizbuch, Karten für unterwegs, eine Taschenlampe. Was hier ankommt, hat meist damit zu tun, dass es dem Kind allein gehört und nicht geteilt werden muss.

Und der Stiefel selbst? Ein geputzter Straßenschuh reicht völlig, so war es ursprünglich gedacht. Wer lieber einen eigenen möchte, findet Nikolausstiefel zum Befüllen aus Filz und Stoff, die sich jedes Jahr wiederverwenden lassen.

Was passt zu welchem Alter?

Für Einjährige Holzspielzeug zum Greifen und Stapeln, ein Bilderbuch, eine Kuscheldecke. Für Zwei- bis Dreijährige Backförmchen, Straßenkreide, Tiere, Fahrzeuge. Ab vier Bastelsets, Sticker, Malzeug, erste Kartenspiele. Ab sechs Sammelkarten, ein Buch, Haarschmuck, eine Taschenlampe. Diese Vorschläge gelten unabhängig davon, ob ein Mädchen oder ein Junge beschenkt wird. Die Trennung im Handel ist keine Empfehlung, sondern eine Verkaufslogik.

Wer war der heilige Nikolaus?

Nikolaus von Myra war im vierten Jahrhundert Bischof in der heutigen Türkei. Überliefert ist von ihm vor allem, dass er sein Vermögen verschenkte und Menschen in Not half, der Legende nach heimlich bei Nacht. Daraus ist der Brauch entstanden, in der Nacht zum 6. Dezember etwas vor die Tür zu stellen. Diese Geschichte gibt dem Tag einen Inhalt, der über Süßigkeiten hinausgeht, und Kinder hören sie gern.

Wie viel darf ein Nikolausgeschenk kosten?

Darauf gibt es keine sinnvolle Antwort, aber eine sinnvolle Frage dahinter: Was soll es leisten? Der Nikolaus ist ein Auftakt, kein Fest. Eine Kleinigkeit, die in einen Stiefel passt, erfüllt den Zweck vollständig. Bei mehreren Kindern hilft es mehr, gleich viel und ähnlich Aussehendes einzupacken, als bei jedem denselben Betrag auszugeben. Verglichen wird am Morgen die Menge, nicht der Preis.

Ab welchem Alter versteht ein Kind den Nikolaus?

Ab etwa zwei Jahren macht der geputzte Stiefel Freude, ab drei kommt die Geschichte dazu. Ein persönlicher Besuch mit Mütze und Rute ist für kleine Kinder oft zu viel, weil eine große verkleidete Gestalt Angst macht, auch wenn alle anderen lachen. Wenn ein Besuch stattfindet, sollte er kurz und freundlich sein, und niemand sollte etwas vorsagen müssen. Ein Buch mit den Verfehlungen des Jahres gehört in keinen guten Nikolausbesuch.

Titelfoto: Gundula Vogel auf Pexels