Es ist Frühlingszeit! Naja zumindest scheint es nun auch in Deutschland etwas wärmer zu sein. Was gibt es Schöneres, als mit den lieben Kleinen ein paar Kinderlieder anzustimmen?

Eins meiner Lieblingslieder als Kind war „Kommt ein Vogel geflogen“. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Lieblingskuscheltier ein Vogel war, der mit den Jahren dann eher wie ein Fisch aussah. Aber gut, Spaß macht es dennoch zu singen. Und daher gibt es wieder ein Kinderlied von uns mit erfrischenden brasilianischen Rhythmen.

Kommt ein Vogel geflogen: ein Frühlingslied für Kinder

Kommt ein Vogel geflogen ist ein deutschsprachiges Volkslied, das seit dem frühen 19. Jahrhundert überliefert ist. Die Melodie bewegt sich in kleinen Schritten und ist deshalb leicht zu treffen, schon Zweijährige summen mit. Gesungen wird es traditionell im Frühling, gut mit Bewegungen zu jeder Zeile.

Ein Frühlingslied für Kinder: Kommt ein Vogel geflogen

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Welche Bewegungen passen zu dem Lied?

Die einfachste Variante braucht nur die Hände. Für den fliegenden Vogel werden die Arme zu Flügeln, für das Sitzen am Fuß wandern die Hände nach unten, und für den Zettel im Schnabel wird eine Hand wie ein Schnabel geöffnet und geschlossen. Größere Kinder können das Lied als Kreisspiel singen: Alle stehen im Kreis, ein Kind läuft als Vogel außen herum und bleibt bei einem anderen stehen. Bewegungen helfen kleinen Kindern, sich den Text zu merken, lange bevor sie ihn verstehen.

Ab welchem Alter singen Kinder Volkslieder mit?

Zuhören und wippen ab etwa einem Jahr, einzelne Wörter zwischen achtzehn Monaten und zwei Jahren, ganze Zeilen ab etwa zweieinhalb. Entscheidend ist die Tonlage: Erwachsene beginnen Kinderlieder oft zu hoch, weil sie selbst tiefer singen und automatisch nach oben ausweichen. Setze deshalb tiefer an, als es sich richtig anfühlt. Und wiederhole dasselbe Lied über Wochen, denn Kinder mögen Wiederholung und lernen genau dadurch.

Welche Frühlingslieder passen noch dazu?

Alle meine Entchen, Ein Männlein steht im Walde, Der Kuckuck und der Esel und Es tönen die Lieder gehören zum verbreiteten Bestand und sind wie dieses Lied schlicht gebaut. Praktisch ist, drei bis vier Lieder als festes Repertoire zu haben statt zwanzig halb gekonnte. Wer sie mit einer Ukulele oder Gitarre begleiten möchte, kommt bei den meisten mit zwei Akkorden aus.

Wovon handelt das Lied eigentlich?

Von einem Vogel, der einen Gruß von jemandem bringt, der weit weg ist. In der bekanntesten Fassung ist es ein Zettel im Schnabel mit einem Gruß von der Mutter. Genau dieses Bild macht das Lied bis heute anschlussfähig: Es geht um Sehnsucht und darum, dass eine Nachricht Nähe herstellen kann. Für Kinder ist das leicht zu verstehen, weil es einen konkreten Gegenstand gibt, den Zettel, und ein Tier, das ihn bringt.

Wie singt man mit Kindern, die noch nicht sprechen?

Genauso wie mit allen anderen, nur mit mehr Bewegung. Babys reagieren zuerst auf Rhythmus und Tonhöhe, nicht auf Wörter. Halte den Takt mit sanftem Wippen oder Klopfen auf dem Rücken, singe langsam und wiederhole dieselbe Melodie über Wochen. Wenn ein Kind mitsummt oder an der richtigen Stelle die Arme hebt, hat es das Lied verstanden, lange bevor es die erste Zeile spricht.

Wie lernt ein Kind einen Liedtext?

Über Wiederholung und über die Melodie, nicht über den Inhalt. Kinder merken sich zuerst den Rhythmus und die Endsilben der Zeilen, deshalb singen sie oft die letzten Wörter mit, bevor sie eine ganze Zeile können. Hilfreich ist, an bekannten Stellen bewusst eine Pause zu lassen, damit das Kind das Wort selbst ergänzt. Und gesungen wird immer dieselbe Fassung, denn wechselnde Textvarianten verwirren mehr, als sie bereichern.