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Warum feiern wir Ostern eigentlich, und wie erkläre ich es meinen Kindern? Darüber hat Jacqueline schon geschrieben. Hier geht es um die andere Frage, die sich kurz vor dem Fest stellt: Was kommt ins Osternest? Sortiert nach Alter, und mit dem, was sich bei uns bewährt hat.
Ostergeschenke für Kinder: was sich bewährt hat
Ostergeschenke müssen nicht groß sein. Bewährt haben sich Bücher zur Ostergeschichte, Sandspielzeug für den beginnenden Frühling, ein Stapelturm für die Kleinsten und etwas für draußen. Für ältere Kinder funktionieren Spiele und Bastelsets deutlich besser als noch mehr Süßigkeiten.
Ab 1 Jahr: greifen, stapeln, buddeln
In diesem Alter zählt, was sich anfassen lässt. Ein Stapelturm aus Holz oder Pappe begleitet Kinder oft zwei Jahre lang, weil sich das Spiel mitentwickelt: erst umwerfen, dann stapeln, später Zahlen und Tiere benennen. Achte auf abgerundete Kanten und darauf, dass die kleinsten Teile nicht in den Mund passen.
Passend zum Frühling ist Sandspielzeug ein Klassiker im Osternest. Ein Set aus Eimer, Sieb, Gießkanne und Förmchen deckt alles ab, was im Sandkasten gebraucht wird. Modelle aus recyceltem Kunststoff oder Bioplastik halten inzwischen genauso gut wie die alten.
Ab 2 Jahren: die Ostergeschichte erzählen
Wer das Fest nicht nur mit Hasen und Eiern verbinden möchte, findet für dieses Alter gute Bücher. Ein Wimmelbuch zur Ostergeschichte zeigt den Weg von Palmsonntag bis Ostersonntag in Bildern, sodass Kinder ihn selbst nacherzählen können. Für die Kleinsten eignen sich Ausgaben, die die Kreuzigung aussparen und beim Osterwunder bleiben, etwa "Der kleine Himmelsbote". Kinderbücher zur Ostergeschichte gibt es in jeder Altersstufe, und die Unterschiede sind größer, als der Titel vermuten lässt. Ein Blick in die Leseprobe lohnt sich deshalb.
Ebenfalls schön für dieses Alter: ein Bibel-Memory zur Schöpfungsgeschichte. Das Spielprinzip kennen Kinder ab etwa zwei Jahren, und die Bilder geben Anlässe zum Erzählen, ohne dass daraus eine Lektion wird.
Ab 3 Jahren: basteln und überraschen
Jetzt wird geschnitten, geklebt und gefaltet. Bastelsets mit vorgestanzten Motiven sind der einfachste Einstieg, weil das Ergebnis auch beim ersten Versuch gelingt. Enthalten sein sollte eine Kinderschere mit Sicherheitsklinge, sonst schneidet am Ende doch wieder ein Erwachsener.
Der Klassiker im Nest bleiben Überraschungseier von Playmobil, die es jedes Jahr in neuen Motiven gibt. Sie sind groß genug, dass nichts verschluckt wird, und die Figuren passen zu vorhandenen Sets. Wer lieber etwas hat, das länger beschäftigt, greift zu einer Magnettafel aus Holz, die zugleich zum Malen und zum Legen taugt.
Ab 6 Jahren: bauen und ausprobieren
Für Schulkinder sind kleine Bausets die sichere Wahl, LEGO Ostersets etwa erscheinen jedes Frühjahr neu und sind in ein bis zwei Stunden gebaut. Genauso gut kommen Experimentiersets an, Samentütchen zum Aussäen oder eine Lupe für den Garten. In diesem Alter gilt: lieber eine Sache, die etwas auslöst, als drei Kleinigkeiten, die nach zwei Tagen in der Kiste liegen.
Wie viel schenkt man zu Ostern?
Deutlich weniger als zu Weihnachten, das ist die verbreitete Regel und sie hat einen guten Grund: Ostern lebt vom Suchen, nicht vom Auspacken. Ein kleines Geschenk pro Kind, dazu ein paar versteckte Kleinigkeiten im Garten oder in der Wohnung, reicht völlig. Wer mehrere Kinder hat, achtet darauf, dass alle ungefähr gleich viel finden, denn gezählt wird garantiert. Und bei sehr kleinen Kindern lohnt es sich, die Verstecke gut sichtbar zu wählen, sonst endet die Suche in Tränen.
Warum feiern wir Ostern?
Ostern ist im Christentum das Fest der Auferstehung Jesu und damit der wichtigste Feiertag des Kirchenjahres. Es folgt auf die Karwoche mit Gründonnerstag und Karfreitag. Der Termin ist beweglich: Ostern fällt auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, deshalb liegt es zwischen dem 22. März und dem 25. April. Für Kinder lässt sich das gut über die Jahreszeit erklären, weil vieles zum Thema passt: Alles wird wieder hell, Pflanzen treiben aus, aus Eiern wird Leben.
Was schenkt man ohne Süßigkeiten?
Alles, was zum Frühstart nach draußen einlädt. Sandspielzeug, Seifenblasen, eine Gießkanne, Kreide, Samentütchen zum Aussäen, eine Lupe für den Garten. Für drinnen funktionieren Bücher, Stifte und einfache Spiele. Bei kleinen Kindern kommt das Verpacken oft besser an als der Inhalt, deshalb lohnt sich ein Nest aus Papierschnipseln mehr als eine teure Kleinigkeit.
Titelfoto: Alex Gallegos auf Unsplash