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Lätzchen sind eine dieser Kleinigkeiten, über die man vor dem ersten Kind nie nachdenkt und ab dem ersten Brei täglich. Welches Modell passt zu welchem Alter, was hält im Alltag, und wie bekommt man Karotte wieder heraus? Hier steht, was sich bei uns bewährt hat.

Was ist ein Lätzchenhalter?

Ein Halter aus Filz oder Silikon, der um den Hals gelegt wird und in den ein normales Küchen- oder Stofftuch eingeklemmt wird. Statt ein Lätzchen zu waschen, wechselt man einfach das Tuch. Der Vorteil zeigt sich unterwegs und beim Essen mit Soße: Es gibt immer ein sauberes Tuch, und der Halter bleibt derselbe.

Warum ein Halter im Alltag oft praktischer ist

Vielleicht kennst du das auch:

  1. Lätzchen zum Zubinden sind umständlich an- und auszuziehen, besonders wenn das Kind gerade keine Lust hat.
  2. Bei Klettverschlüssen hält der Klett entweder nach dem ersten Waschen nicht mehr, oder er ist so kräftig, dass er in der Maschine andere Kleidungsstücke beschädigt.
  3. Nach einiger Zeit gehen die Flecken einfach nicht mehr heraus, und das Lätzchen sieht auch sauber noch benutzt aus.

Mit einem Halter ziehst du stattdessen ein Küchenpapier oder eine Stoffserviette durch, und schon steht ein frisches Lätzchen bereit. Für zu Hause reicht ein Satz einfacher Stofflätzchen, für die Phase des Selbstessens lohnt sich ein Modell aus Silikon mit Auffangrand.

Personalisiert als Geschenk zur Geburt

Ein Lätzchen mit dem Namen des Kindes ist eines der wenigen Babygeschenke, das noch keiner mitgebracht hat, und es wird oft aufgehoben. Personalisierte Lätzchen gibt es bestickt oder bedruckt, auch mit Sprüchen statt Namen. Für den Alltag zu Hause würde ich trotzdem einfache nehmen, denn davon braucht man mehrere.

Und noch ein Tipp für später: Ein Halter ist auch mit größeren Kindern noch nützlich. Er hält das Superhelden-Cape zusammen und schließt die selbst gebastelte Schürze.

Welches Lätzchen passt zu welchem Alter?

Bis etwa acht Monate genügt ein weiches Stofflätzchen, weil das Kind sitzt und gefüttert wird. Ab dem Selbstessen lohnt sich ein abwaschbares mit Auffangrand, weil ein großer Teil des Essens nicht im Mund landet. Ab etwa zwei Jahren reicht wieder ein flaches Modell oder eben ein Halter mit Tuch. Ärmellätzchen sind praktisch beim Malen und Matschen, beim Essen aber vielen Kindern zu warm.

Wie bekommt man Flecken aus Lätzchen?

Sofort auswaschen, kalt, und erst danach waschen. Warmes Wasser fixiert Eiweiß aus Milch und Ei, kaltes Wasser löst es. Bei Karotte und anderen Farbstoffen aus Gemüse hilft Sonne mehr als jedes Mittel: nass in die Sonne legen, und der Fleck bleicht innerhalb eines Tages aus. Gallseife wirkt bei Fett, Zitronensäure bei Obst. Was nicht hilft, ist heißes Waschen mit viel Waschmittel, davon werden die Flecken nur haltbarer.

Woran erkennt man ein gutes Lätzchen?

Am Verschluss und am Material. Ein Druckknopf oder ein Halter hält länger als Klett, das nach wenigen Wäschen verfilzt und in der Maschine andere Kleidung beschädigt. Beschichtete Stoffe sollten frei von PVC und Weichmachern sein, weil Kinder darauf herumkauen. Und die Größe entscheidet über die Wirkung: Ein Lätzchen, das nur bis zur Brust reicht, fängt nichts auf. Wer viel unterwegs ist, nimmt ein Modell, das sich klein zusammenrollen lässt.

Lohnt sich ein personalisiertes Modell als Geschenk?

Als Geschenk ja, für den eigenen Gebrauch eher nicht. Etwas mit dem Namen des Kindes wird gern behalten. Für zu Hause spricht dagegen, dass man mehrere Stück braucht und Personalisierung sie einzeln macht. Praktisch ist die Mischung: ein schönes mit Namen für auswärts, dazu ein Satz einfacher für jeden Tag.

Titelfoto: NHN auf Unsplash