Schwangerschaft in Brasilien: der Überblick

Diese Sammlung führt fünfzehn Vlogs aus dem Jahr 2016 zusammen, von der 16. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt in Rio de Janeiro. Es geht um Arztsuche ohne deutsche Krankenkasse, um Zika, um Einkäufe für das Baby und am Ende um einen Geburtsbericht in zwei Teilen. Alle Videos liegen hier in zeitlicher Reihenfolge.

Die ersten Wochen: Zika, Arztsuche und Krankenkasse

Als ich anfing zu filmen, war ich in der 16. Woche und das Zika-Virus beherrschte in Brasilien jede Nachrichtensendung. Für Schwangere war das die alles bestimmende Frage, entsprechend fing der erste Vlog damit an.

Danach ging es an das, was im Ausland zuerst geklärt werden muss: eine Ärztin oder einen Arzt finden, dem man vertraut, und verstehen, wie das System überhaupt funktioniert.

Wie die Abrechnung in Brasilien läuft, was privat versichert bedeutet und was das im Alltag heißt, steht in diesem Video.

Vorbereitung: Geschenke, Einkäufe und ein Name

Ab der 18. Woche wurde es konkret. Die ersten Geschenke kamen an, und plötzlich wurde aus einer Schwangerschaft ein Kind mit Ausstattung.

Ostern in Brasilien sieht anders aus als in Deutschland, und weil das mitten in die Schwangerschaft fiel, ist es hier festgehalten.

Nach Zika kam die nächste Sorge, diesmal die Schweinegrippe. Was Ärztinnen und Ärzte dazu vor Ort gesagt haben, erzähle ich hier.

In der 22. Woche stand der große Ultraschall an, dazu mehrere Termine hintereinander.

Der Baby Haul aus Brasilien, zusammen mit einer kleinen Krise, weil ausgerechnet WhatsApp im Land gesperrt wurde.

Einkaufen für ein Baby geht in Rio de Janeiro anders als in München. Was es gibt, was fehlt und was überraschend teuer ist.

In der 28. Woche haben wir den Namen verraten.

Die letzten Wochen und die Geburt

Was in eine Hausapotheke für Babys gehört, haben wir vor der Geburt zusammengestellt, gemeinsam mit Besuch aus Deutschland.

In der 31. Woche ging es um die Dinge, über die selten offen gesprochen wird: Baby-Blues, Stillprobleme und die Angst vor der Geburt.

Kurz vor Schluss noch einmal ein Update zum Babybauch und zu den Produkten, die wirklich gekauft wurden.

Und dann der Geburtsbericht, in zwei Teilen. Eine Spontangeburt in Rio de Janeiro, mit allem, was dazugehört.

Wie läuft die Schwangerschaftsvorsorge in Brasilien?

Zweigeteilt, wie das gesamte Gesundheitssystem. Es gibt das öffentliche System, das für alle kostenfrei ist, und private Versicherungen, über die viele Familien in den Städten laufen. Die Untersuchungen ähneln den deutschen, allerdings wird deutlich häufiger Ultraschall gemacht, oft bei jedem Termin. Die Kaiserschnittrate liegt in Brasilien weit über der deutschen, besonders in Privatkliniken, worüber im Land selbst seit Jahren diskutiert wird. Wer dort entbindet, sollte die eigenen Wünsche früh und schriftlich mit der Klinik besprechen.

Was war rückblickend am schwierigsten?

Nicht die medizinische Versorgung, sondern die Entfernung. Eine Schwangerschaft ohne die eigene Mutter, ohne die Freundinnen, die dasselbe gerade durchmachen, und ohne die Sprache, in der man sich sicher fühlt, ist eine andere Erfahrung. Was geholfen hat: früh eine Hebamme oder Ärztin finden, der man vertraut, sich mit anderen Auswandererfamilien vernetzen und den Kontakt nach Hause zu festen Zeiten pflegen statt spontan.

Warum stehen diese Videos jetzt auf einer Seite?

Weil sie zusammengehören. Ursprünglich war jeder Vlog ein eigener Beitrag, was die Geschichte in fünfzehn Teile zerlegt hat, die niemand am Stück gefunden hat. Als Sammlung lässt sich der ganze Verlauf nachvollziehen, von der ersten Sorge um Zika bis zur Geburt. Die alten Einzelseiten leiten seit dieser Zusammenführung hierher.

Was gehört in eine Hausapotheke für Babys?

Wenig, aber verlässlich: ein digitales Fieberthermometer, Kochsalzlösung für die Nase, ein Nasensauger, eine Wundschutzcreme mit Zinkoxid, Pflaster und eine Pinzette. Dazu ein fiebersenkendes Mittel in der Dosierung, die kinderärztlich für das Gewicht des Kindes empfohlen wurde. Alles Weitere sollte man nicht auf Vorrat kaufen, sondern im Bedarfsfall besprechen. Wer im Ausland lebt, nimmt zusätzlich die deutschen Namen der Wirkstoffe mit, denn Präparatnamen unterscheiden sich von Land zu Land und ein Zettel im Portemonnaie erspart im Ernstfall die Übersetzungssuche.