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Ein Geschenk, das ein Kind selbst gemacht hat, wird nicht umgetauscht, nicht weitergeschenkt und nicht in den Keller gestellt. Es steht bei Oma auf dem Fensterbrett, bis es auseinanderfällt, und dann steht es immer noch da. Das ist der Grund, warum sich das Basteln von Weihnachtsgeschenken lohnt, auch wenn das Ergebnis schief ist.
Wir haben zwölf Geschenke zusammengestellt, die Kinder selbst machen können, sortiert nach Alter, vom Handabdruck mit zwei bis zum Fotobuch mit zehn. Dazu, was ihr an Material wirklich braucht und wie das Geschenk so verpackt wird, dass es bis Heiligabend heil bleibt.
Welche Weihnachtsgeschenke können Kinder selbst basteln?
Alles, bei dem das Kind den sichtbaren Teil selbst macht und ein Erwachsener nur das Gerüst stellt. Mit zwei bis drei sind das Abdrücke und Tupfer, mit vier bis sechs Geklebtes und Geknetetes, ab sieben Gemaltes, Genähtes und Gebackenes. Die Regel bei allem: Das Geschenk muss benutzbar sein, nicht nur anschaubar. Ein bemalter Topflappen wird jeden Tag angefasst, ein Bild im Rahmen einmal im Jahr.
Was ihr an Material braucht
Weniger, als die Bastelabteilung vorschlägt. Für fast alle Ideen hier reichen Fingerfarben, ein Block Tonpapier, Bastelkleber, eine Kinderschere und etwas, worauf gemalt wird. Das Übrige kommt aus der Küche: Salz, Mehl, Gläser, Pappe, Wolle.
Was sich lohnt, einmal zu kaufen: ein paar Holzrahmen zum Bemalen, weil ein bemalter Rahmen mit Foto das Geschenk ist, das in jeder Familie ankommt, und Glasmalstifte, weil damit aus jedem Marmeladenglas ein Windlicht wird.
Ab 2 Jahren: Abdrücke und Tupfer
1. Der Topflappen mit Handabdruck
Ein einfarbiger Topflappen aus Baumwolle, Textilfarbe, eine Kinderhand. Die Hand wird eingefärbt und aufgedrückt, der Abdruck wird mit dem Bügeleisen fixiert. Der Topflappen hängt dann zehn Jahre in Omas Küche, und die Hand wird jedes Jahr kleiner im Vergleich zu der, die ihn gemacht hat.
2. Der Weihnachtsbaum aus Fußabdrücken auf Leinwand
Eine kleine Leinwand, grüne Farbe, drei Fußabdrücke übereinander mit den Zehen nach außen. Oben ein Stern aus Fingerfarbe, unten ein Stamm. Für Großeltern das Geschenk, das am häufigsten gerahmt im Flur hängt.
3. Das Windlicht mit Fingertupfen
Ein Marmeladenglas, Glasmalstifte oder Fingerfarbe, bunte Tupfer. Teelicht hinein, fertig. Das ist die Idee für Kinder, die noch nicht wissen, was ein Geschenk ist, und trotzdem eines gemacht haben.
4. Die Kerze mit Wachsplatten
Eine weiße Stumpenkerze, bunte Wachsplatten, die das Kind in Stücke reißt und auf die Kerze drückt. Kein Kleber, keine Hitze, und das Ergebnis sieht aus wie gekauft. Für die Tante, die schon alles hat.
Ab 4 Jahren: kleben, kneten, fädeln
5. Die Salzteig-Anhänger
Zwei Teile Mehl, ein Teil Salz, ein Teil Wasser, kneten, ausstechen, Loch hineinstechen, bei niedriger Temperatur mehrere Stunden trocknen, bemalen. Sechs Anhänger an einem Band sind ein Geschenk für den Baum der Großeltern, das jedes Jahr wieder hängt.
6. Der bemalte Bilderrahmen mit Foto
Ein Holzrahmen, Fingerfarbe oder Wasserfarbe, ein Foto vom Kind. Der Rahmen wird bemalt, das Foto kommt hinein. Das ist das sicherste Geschenk auf dieser Liste, weil es nicht vom Talent abhängt: Das Foto wirkt, egal wie der Rahmen aussieht.
7. Das Lesezeichen aus Tonpapier
Ein Streifen festes Tonpapier, bemalt oder beklebt, laminiert oder mit Klebefolie überzogen, ein Faden mit Perle durch das obere Loch. Für alle, die lesen, also für die meisten Erwachsenen. Mit einem Satz vom Kind auf der Rückseite.
8. Die Perlenkette oder das Armband
Holzperlen auf einen Faden fädeln, Knoten, fertig. Für Mama, für die Patentante, für die große Schwester. Das Fädeln dauert, und das ist gut so, weil das Kind sich dabei die Person vorstellt, für die es fädelt.
Ab 7 Jahren: malen, nähen, backen
9. Das selbst bemalte Geschirrtuch
Ein weißes Geschirrtuch, Textilstifte, ein Motiv, das das Kind selbst zeichnet. Mit dem Bügeleisen fixiert übersteht es die Waschmaschine. Für Oma, Opa, Nachbarn, alle, die eine Küche haben.
10. Das Kräutersalz im Glas
Grobes Salz, getrocknete Kräuter aus dem Garten oder dem Supermarkt, im Mörser zerstoßen, in ein kleines Glas gefüllt, Etikett von Hand beschriftet. Ein Geschenk, das aufgebraucht wird, und das ist bei Geschenken von Kindern selten.
11. Die Plätzchen in der selbst gestalteten Tüte
Gebacken wird ohnehin, also wird ein Teil davon verschenkt. Eine Papiertüte, vom Kind bemalt oder bestempelt, ein Dutzend Plätzchen, ein Band. Für Lehrerin, Erzieherin, Nachbarn, alle, bei denen ein Gegenstand zu viel wäre.
12. Das kleine Fotobuch
Ein leeres Heft, zehn Fotos vom Jahr, aufgeklebt und mit je einem Satz vom Kind beschriftet. Das dauert einen Nachmittag und ist das Geschenk, das Großeltern zuerst auspacken und zuletzt weglegen. Ab dem Alter, in dem das Kind die Sätze selbst schreibt.
Die Verpackung, die bis Heiligabend hält
Selbst gemachte Geschenke sind empfindlich. Salzteig bricht, Farbe reibt ab, Plätzchen zerbröseln. Was hilft: eine Schachtel statt Papier, etwas Küchenpapier dazwischen, und das Geschenk erst am 23. verpacken. Das Packpapier darf das Kind selbst bestempeln, mit einer Kartoffel und Fingerfarbe, dann ist auch die Verpackung von ihm.
Und ein Zettel, immer. Der Satz „Das habe ich für dich gemacht“ in Kinderschrift ist der Teil des Geschenks, der am längsten bleibt.
Häufige Fragen zum Basteln von Weihnachtsgeschenken
Wann fängt man an?
Anfang Dezember, an einem Adventswochenende. Salzteig braucht Tage zum Trocknen, Farbe eine Nacht, und ein Kind bastelt nicht drei Geschenke an einem Nachmittag. Wer am 20. anfängt, landet bei der Plätzchentüte, und die ist auch in Ordnung.
Wie viele Geschenke bastelt ein Kind?
Eins bis drei, nicht eines für jeden Verwandten. Ein Kind, das sieben Windlichter bemalen soll, hört beim dritten auf, und die übrigen vier macht ihr. Lieber zwei Geschenke, die ganz vom Kind sind, und für den Rest eine Plätzchentüte.
Was, wenn es nicht schön wird?
Dann ist es trotzdem richtig. Niemand, der ein Geschenk von einem Kind bekommt, bewertet es nach Schönheit. Wer nachbessert, nimmt dem Kind das Geschenk weg. Die einzige Ausnahme: Wenn etwas kaputtgeht, repariert ihr es gemeinsam.
Was eignet sich für Kinder, die nicht gern basteln?
Das Kräutersalz und die Plätzchen. Beides ist eher Kochen als Basteln, und Kinder, die keinen Pinsel anfassen wollen, stehen trotzdem gern am Mörser. Und das Fotobuch, weil das Aussuchen der Fotos der schönste Teil ist.
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Wenn das Geschenk eine Karte braucht: Kastanien basteln mit Kindern für die letzten Herbsttage, und für die Verpackung: Weihnachtsgeschenke kreativ einpacken.
Titelfoto: Dragos Gontariu auf Unsplash