Ich liiiiebe Pizza! Und wer eigentlich nicht? Wenn da nicht die Unmenge an Kohlenhydraten und Kalorien wären, die man seinem Körper jedes Mal antut …

Heute stelle ich euch eine tolle Low Carb Lösung vor: Am Wochenende habe ich dieses megaleckere Pizza-Rezept ausprobiert und es wurde bei mir zu Hause einstimmig als neues Lieblings-Pizza-Rezept angenommen.
Wir sind supersatt geworden und trotzdem lag die Pizza uns nicht schwer im Magen. Besser geht’s nicht!
Low-Carb-Pizza: der Boden ohne Mehl
Bei einer Low-Carb-Pizza ersetzt man den Hefeteig durch einen Boden aus geriebenem Blumenkohl oder aus Käse mit Eiern und gemahlenen Mandeln. In beiden Fällen wird der Boden vorgebacken, bevor der Belag daraufkommt, sonst bleibt er weich. Das Ergebnis enthält deutlich weniger Kohlenhydrate und wird trotzdem knusprig.
Low Carb Pizza ohne Kohlenhydrate, so geht’s!
Einkaufsliste für ein Blech Pizza für 3 bis 4 Personen:
Pizzateig:
750 g Blumenkohl (frisch oder tiefgekühlt)
3 EL gemahlene Mandeln
120 g Ziegenkäse

Pizzabelag:
1 Dose gehackte Tomaten (gibt es auch in Bio-Qualität)
ca. 200 g geriebenen Käse
optional:
ca. 50 g Paprika
Nimm als Belag einfach den deiner bisherigen Lieblings-Pizza! Achte nur darauf, dass du keine zuckerhaltigen Soßen oder Getränke dazu kombinierst.
Zubereitung der Low Carb Pizza ohne Kohlenhydrate
1. Koche den Blumenkohl ganz klassisch in einem Topf mit Wasser, bis er durch ist. Gieße das Wasser ab und tupfe den Blumenkohl mit Küchenpapier trocken.
2. Fülle den Blumenkohl zusammen mit den gemahlenen Mandeln in eine Schüssel. Schneide den Ziegenkäse in ganz feine Stücke und gib sie zu den andern beiden Zutaten dazu. Heize nun den Backofen auf 200 °C vor.
3. Püriere die Zutaten miteinander und verknete sie anschließend von Hand wie einen normalen Teig. Gib den Pizzateig dann auf ein Pizzablech, dass du vorher mit Backpapier ausgelegt hast und verteile es in einer etwa 0,5 Zentimeter dicken Schicht, die du fest andrückst.

4. Schiebe den Teig jetzt für etwa 35 Minuten in den vorgeheizten Backofen.
5. Dann holst du den Pizzaboden wieder aus dem Ofen, um die Pizza ganz klassisch nach deinem Belieben zu belegen.

Anschließend schiebst du die Pizza wieder für 10 Minuten in den Ofen, bis der Käse schön geschmolzen und goldbraun geworden ist.

Guten Appetit, gesunde Pizza kann so genial schmecken!
PS: Falls du dich wunderst, die Pizza sah so lecker aus, dass wir uns alle sofort auf sie gestürzt haben und mir erst beim letzten Stück aufgefallen ist, dass ich noch gar keine Fotos vom Endprodukt gemacht habe. 🙂 Aber wenigstens habe ich das dann noch in letzter Sekunde nachgeholt!
Warum wird der Boden matschig?
Fast immer wegen der Feuchtigkeit. Blumenkohl besteht zu über neunzig Prozent aus Wasser, deshalb muss die geriebene Masse nach dem Garen unbedingt ausgedrückt werden, am besten in einem sauberen Geschirrtuch, und zwar kräftiger, als man denkt. Auch der Belag spielt eine Rolle: Frische Tomaten, Mozzarella in Kugelform und Gemüse mit viel Wasser geben beim Backen Flüssigkeit ab. Nimm stattdessen passierte Tomaten sparsam, geriebenen Mozzarella und brate wasserreiches Gemüse vorher kurz an.
Wie viele Kohlenhydrate spart man wirklich?
Ein klassischer Pizzaboden aus Weizenmehl enthält pro Portion grob 50 bis 70 Gramm Kohlenhydrate. Ein Boden aus Blumenkohl liegt bei wenigen Gramm, ein Boden aus Käse, Ei und Mandelmehl ebenfalls deutlich darunter. Dafür steigt der Fett- und Eiweißanteil spürbar an, gerade bei der Käsevariante. Low Carb heißt also nicht automatisch kalorienärmer, sondern anders zusammengesetzt. Wer nur Kalorien sparen möchte, fährt mit einem dünnen normalen Boden und weniger Käse oft besser.
Funktioniert die Pizza auch mit Kindern?
Meistens ja, wenn man nicht ankündigt, dass der Boden aus Blumenkohl besteht. Die Käsevariante kommt bei Kindern erfahrungsgemäß besser an, weil sie geschmacklich näher am Original liegt. Praktisch ist, kleine Portionen zu backen und die Kinder selbst belegen zu lassen, dann wird auch Gemüse gegessen, das sonst liegen bleibt.