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Schon in einigen meiner Beiträge über Dekoration hast du ein paar Produkte von Bloomingville bestaunen dürfen. Nun wird es Zeit, dir die skandinavischen Designer und ihre stilvollen Produkte einmal genauer vorzustellen.
Was macht skandinavisches Design aus?
Wenige Farben, viel Holz und Formen, die nichts erklären müssen. Typisch sind helle Grundtöne, Naturmaterialien, klare Linien und der Verzicht auf Zierrat. Der praktische Vorteil im Familienalltag: Solche Stücke passen fast überall dazu, altern langsam und lassen sich einzeln austauschen, ohne dass ein ganzer Raum umgestellt werden muss.
Die vier Elemente, aus denen skandinavisches Wohnen besteht
Skandinavisch einrichten heißt nicht, alles weiß zu streichen. Es sind vier Dinge, die zusammen den Eindruck machen, und drei davon kosten nichts.
Helle Wände, aber nicht kaltes Weiß
Reinweiß wirkt in deutschen Wohnungen härter als in schwedischen, weil das Licht anders einfällt. Gebrochene Töne mit einem Anteil Beige, Grau oder Grün nehmen die Härte heraus und sehen bei Kunstlicht abends noch gut aus. Das ist der häufigste Fehler, und er lässt sich nur mit Farbe beheben.
Holz mit sichtbarer Maserung
Kiefer, Birke, Eiche, möglichst unbehandelt oder geölt statt lackiert. Holz ist das Element, das den Raum warm macht, und es funktioniert auch in kleinen Mengen: ein Hocker, ein Regalbrett, ein Tablett.
Textilien in Schichten
Der Punkt, an dem die meisten aufhören. Ein Teppich, eine Decke über der Sofalehne, zwei Kissen in verschiedenen Größen. Wolle, Leinen und Baumwolle, keine glatten Kunstfasern. Erst diese Schichten machen aus einem hellen Raum einen bewohnten.
Wenige, aber gute Einzelstücke
Ein skandinavisches Deko-Stück pro Fläche genügt: eine Vase auf dem Sideboard, eine Schale auf dem Tisch, ein Bild an der Wand. Was skandinavisch aussieht, ist meist das, was weggelassen wurde.
Womit du anfängst, wenn das Budget klein ist
In dieser Reihenfolge, weil die Wirkung pro Euro so am größten ist:
- Die Wandfarbe. Verändert den Raum stärker als jedes Möbelstück und kostet ein Wochenende.
- Textilien. Decke, Kissenbezüge, ein Teppich. Verändern die Temperatur eines Raums sofort und lassen sich saisonal tauschen.
- Licht. Mehrere kleine Lichtquellen statt einer Deckenlampe. Zwei Tischlampen und eine Kerze machen mehr aus als eine teure Leuchte in der Mitte.
- Einzelne Accessoires. Zuletzt, und bewusst wenige.
Im Kinderzimmer funktioniert es anders
Ein reduzierter Stil und ein Kinderzimmer schließen sich nicht aus, aber die Regeln verschieben sich. Kinder brauchen Farbe, und sie brauchen sie dort, wo sie spielen, nicht an der Wand.
Kinderzimmer-Deko aus Holz in gedeckten Tönen hält länger als ein Motiv, das mit sechs Jahren peinlich wird. Farbe kommt über Kisten, Bilder und Textilien hinein, und die lassen sich austauschen, ohne dass jemand streichen muss.
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Was im Kinderzimmer steht, muss von Kindern benutzt werden können. Eine schöne Schale auf einem hohen Regal ist Deko für Erwachsene. Ein niedriges Regal mit offenen Körben ist beides.
Wie richtet man skandinavisch ein, ohne dass es kalt wirkt?
Über Textilien und über Licht. Weiße Wände und helles Holz allein wirken schnell nach Ausstellungsraum. Was Wärme bringt, sind Wolle, Leinen, ein Teppich mit Struktur, Kissen in gedeckten Tönen und mehrere kleine Lichtquellen statt einer Deckenlampe. Eine Regel hilft dabei mehr als jede Farbpalette: höchstens drei Materialien pro Raum, dafür in mehreren Varianten. Und ein einziges Stück in einer kräftigen Farbe wirkt stärker als fünf bunte.
Worauf sollte man bei Deko im Kinderzimmer achten?
Auf Befestigung und auf Standfestigkeit. Alles, was hängt, gehört so montiert, dass ein Kind sich nicht daran hochziehen kann, und alles, was hoch ist, gehört an der Wand gesichert. Kleinteilige Dekoration bleibt außerhalb der Reichweite, solange Kinder noch Dinge in den Mund nehmen. Und im Kinderzimmer gilt stärker als anderswo: Was nicht abgewischt werden kann, hält nicht lange. Textilien in Waschmaschinengröße sind praktischer als solche, die zur Reinigung müssen.
Lohnen sich einzelne Designstücke oder ganze Serien?
Einzelne, in fast allen Fällen. Ein Raum, der komplett aus einer Serie besteht, wirkt wie ein Katalog und lässt sich schlecht ergänzen, wenn die Serie ausläuft. Besser sind ein oder zwei Stücke, die den Ton angeben, und dazu Dinge, die man ohnehin hat. Das ist auch die günstigere Variante, weil sich der Kauf über Jahre verteilen lässt statt in eine Anschaffung zu fallen.
Wie erkennt man gute Qualität bei Wohnaccessoires?
An den Verbindungen und an der Rückseite. Bei Möbeln zählt, ob geschraubt oder nur geklebt ist und ob das Holz massiv oder furniert ist. Bei Keramik zählt eine gleichmäßige Glasur ohne Blasen und ein sauberer Rand. Bei Textilien das Gewicht: Ein dünner Teppich mit lockerem Rücken hält Kinderzimmer selten zwei Jahre. Und ganz praktisch: Alles, was auf den Boden fallen wird, sollte das auch überstehen.