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Ein Kinderzimmer, das nach etwas aussieht und trotzdem alltagstauglich bleibt, hängt an wenigen Entscheidungen: an der Grundfarbe, an drei oder vier Möbelstücken und vor allem an dem, was man weglässt. Hier steht, worauf es dabei ankommt und welchen Platz das spanische Label Nobodinoz darin hat.

Nobodinoz: Kinderzimmer-Design aus Spanien

Nobodinoz ist ein spanisches Label für Kinderzimmermöbel und Deko in gedeckten Farben. Bekannt ist es vor allem für Tipis, Spielmatten, Körbe und Textilien aus Baumwolle. Der Stil ist zurückhaltend genug, dass er auch in Wohnräumen funktioniert, und die Teile bleiben über Jahre brauchbar.

Der reduzierte Stil: worauf er beruht

Auf wenigen Bausteinen. Eine helle, ruhige Wandfarbe, Möbel aus hellem Holz, Textilien aus Baumwolle in gedämpften Tönen und zwei oder drei Farbakzente, mehr braucht es nicht. Das Prinzip lässt sich mit Teilen aus ganz verschiedenen Preisklassen umsetzen, denn entscheidend ist nicht das Etikett, sondern dass die Grundfläche ruhig bleibt. Wer viele bunte Einzelteile mischt, bekommt ein unruhiges Zimmer, egal wie hochwertig die Stücke sind.

Das Tipi

Das bekannteste Stück dieses Stils, und dasjenige, bei dem sich Qualität am deutlichsten bemerkbar macht. Drei Dinge lohnen den Blick: stabile Holzstangen statt dünner Rundstäbe, eine feste Verbindung an der Spitze, damit das Zelt beim Anlehnen nicht einknickt, und ein Bezug, der sich abnehmen und waschen lässt. Tipis fürs Kinderzimmer gibt es ab etwa 60 Euro, nach oben ist die Spanne groß. Eine Spielmatte darunter macht aus dem Zelt erst einen Ort, an dem Kinder länger bleiben.

Körbe und Aufbewahrung

Körbe aus Baumwollseil oder Seegras sind die unauffälligste Art, Spielzeug zu verstauen, und der einzige Teil der Einrichtung, von dem man kaum zu viele haben kann. Ein großer Korb neben dem Regal nimmt am Abend auf, was auf dem Boden liegt, ohne dass sortiert werden muss. Aufbewahrungskörbe mit festem Boden stehen von allein, weiche fallen zusammen, sobald sie leer sind. Beides hat seinen Zweck, der feste Korb ist im Kinderzimmer aber praktischer.

Textilien und Spielmatten

Spieldecken, Kissen und Schlafsäcke bringen die Farbe ins Zimmer und lassen sich austauschen, wenn sich der Geschmack ändert. Genau deshalb gehört die Persönlichkeit hierhin und nicht an Möbel oder Wände. Bei Spielmatten entscheidet die Dicke: Alles unter einem Zentimeter dämpft nicht wirklich und ist eher Deko. Achte außerdem auf Prüfzeichen wie Oeko-Tex Standard 100 oder GOTS, und auf Waschbarkeit bei mindestens 30 Grad.

Was macht Kinderzimmer-Design langlebig?

Sparsamkeit bei Farben und Motiven. Ein Zimmer, das komplett auf ein Thema ausgerichtet ist, passt nach zwei Jahren nicht mehr, wenn das Kind sich für etwas anderes begeistert. Langlebig ist dagegen eine ruhige Grundlage aus neutralen Möbeln und Wandfarben, in die Persönlichkeit über Textilien, Bilder und Zubehör kommt. Genau diese Teile lassen sich für wenig Geld tauschen. Ein zweiter Punkt: Möbel, die auch außerhalb des Kinderzimmers funktionieren, etwa ein Korb, ein Hocker oder ein Regal, überleben jede Phase.

Worauf achtet man bei Textilien im Kinderzimmer?

Auf Waschbarkeit und Schadstoffe. Alles, was auf dem Boden liegt oder im Bett landet, sollte bei mindestens 30 Grad in die Maschine dürfen und formstabil bleiben. Bei bedruckten Stoffen lohnt der Blick auf Prüfzeichen wie den Oeko-Tex Standard 100 oder GOTS für Bio-Baumwolle. Vorsicht bei langen Bändern, Kordeln und lose befestigten Pompons, denn beides ist bei kleinen Kindern eine Gefahrenquelle. Und Spielmatten sollten dick genug sein, dass sie tatsächlich dämpfen, alles unter einem Zentimeter ist eher Deko.

Lohnt sich teures Kinderzimmer-Design?

Bei wenigen Stücken ja, flächendeckend selten. Ein hochwertiges Tipi oder ein guter Teppich hält Jahre und lässt sich weitergeben, während viele kleine Deko-Teile schnell ihren Reiz verlieren. Sinnvoll ist die Mischung: ein oder zwei Stücke, an denen man Freude hat, und der Rest gebraucht, selbst gemacht oder günstig. Kinder selbst unterscheiden ohnehin nicht nach Preis, sondern danach, ob sie etwas benutzen dürfen.

Wie plant man ein Kinderzimmer, das mitwächst?

Über Möbel, die sich umbauen lassen, und einen Grundriss mit Zonen. Ein Bett, das später ohne Rausfallschutz funktioniert, ein Regal, das im Wohnzimmer ebenso gut steht, und ein Tisch, der in der Höhe verstellbar ist, halten von zwei bis zwölf. Plane außerdem drei Zonen ein: schlafen, spielen und ab dem Schulalter arbeiten. Was sich häufig ändert, sind Farben und Motive, und genau die gehören deshalb an Textilien und Bilder, nicht an Möbel oder Wände.

Wo kauft man Kinderzimmer-Design günstiger?

Second Hand, auf Kleinanzeigen und in Outlets der Marken selbst. Gerade Tipis, Spielmatten und Körbe werden oft nach wenigen Jahren weitergegeben und sehen dann noch aus wie neu. Bei Textilien lohnt der Blick auf Restposten am Saisonende. Und vieles lässt sich selbst machen: Eine Girlande, ein Bild und ein bemalter Hocker kosten fast nichts und sind persönlicher als jedes gekaufte Set.

Titelfoto: Justin Simmonds auf Unsplash