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Hipp, hipp, hurra … jetzt sind endlich die kleinen Männer an der Reihe. Nach meinem Blogpost mit süßen Kinderzimmer-Inspirationen für Mädchen geht’s jetzt an die Gestaltung der Kinderzimmer für echte kleine Entdecker.

So kannst du das Kinderzimmer zu einem echten Abenteuer für deinen Sohn werden lassen!

Kinderzimmer für Jungen: Zonen statt Thema

Ein Kinderzimmer für Jungen braucht kein Motto, sondern Zonen: einen ruhigen Platz zum Schlafen, eine freie Fläche zum Bauen auf dem Boden, Stauraum auf Kinderhöhe und eine Ecke zum Toben oder Klettern. Farben und Motive lassen sich später leicht ändern, die Aufteilung dagegen nicht.

So richtest du ein Kinderzimmer für Jungen ein

Wie auch bei den Mädchen lohnt es sich, zuerst einen Grundton festzulegen. Vielleicht steht bei dir ohnehin schon ein Thema fest, Piraten, Dschungel oder Seefahrt. Gedeckte Farben als Grundton halten am längsten, weil sie nicht mit dem Kind aus der Mode kommen. Farbe kommt dann über Accessoires und Spielzeug ins Zimmer, und die lassen sich austauschen, ohne dass jemand streichen muss.

Das Bett: die Entscheidung, die den Raum bestimmt

Kein anderes Möbelstück verändert ein Kinderzimmer so stark. Drei Bauarten kommen in Frage, und sie unterscheiden sich weniger im Aussehen als darin, was sie mit dem Platz machen.

Ein Hochbett verdoppelt die nutzbare Fläche, weil darunter ein Schreibtisch, eine Leseecke oder eine Bauzone entsteht. Hersteller geben es ab etwa sechs Jahren frei, davor ist die Absturzgefahr das Argument dagegen.

Ein Hausbett steht flach auf dem Boden und hat einen Rahmen in Hausform. Kinder klettern selbst hinein und wieder heraus, es eignet sich deshalb schon früh. Der Rahmen lässt sich mit einer Lichterkette oder einem Tuch immer wieder neu bespielen.

Ein Abenteuerbett mit Rutsche oder Turm ist der Traum vieler Kinder und die häufigste Fehlinvestition. Es ist groß, es lässt sich nicht umstellen, und der Reiz hält selten so lange wie das Möbel. Wer es trotzdem will, sollte vorher ausmessen, ob im Zimmer danach noch eine freie Spielfläche bleibt.

Stauraum, den ein Kind allein bedienen kann

Regale in Kinderhöhe sind mehr als Dekoration, sie entscheiden darüber, ob aufgeräumt wird. Was ein Kind nicht erreicht, räumt es nicht ein. Bewährt haben sich Wandregale fürs Kinderzimmer in niedriger Höhe, dazu offene Körbe oder flache Kisten auf Rollen für alles, was in Mengen vorkommt: Autos, Bausteine, Figuren.

Ein Regal an der Wand hat einen zweiten Vorteil. Es hält den Boden frei, und der Boden ist im Kinderzimmer die wichtigste Fläche überhaupt.

Ein Platz zum Arbeiten und Werken

Irgendwann reicht der Wohnzimmertisch nicht mehr. Ein eigener Platz zum Malen, Bauen und später für Hausaufgaben gehört ins Zimmer, und er muss nicht groß sein. Wichtig ist gutes Licht von der Seite und ein Stuhl, auf dem die Füße den Boden erreichen.

Für Kinder, die gern schrauben und hämmern, ist eine Werkbank aus Holz die naheliegende Ergänzung. Sie beschäftigt lange, weil sie kein Spiel vorgibt, sondern eine Tätigkeit.

Eine Ecke zum Toben

Kinder bewegen sich auch drinnen, und wenn das Zimmer keinen Platz dafür vorsieht, findet es auf dem Sofa statt. Eine Kletterwand fürs Kinderzimmer braucht wenig Grundfläche und viel Wandhöhe, dazu eine Matte darunter und eine tragende Wand. Wer nicht bohren darf, kommt mit einer Sprossenwand zum Klemmen oder einer Turnringkombination weiter.

Wichtig ist bei allen Varianten die Befestigung. Dübel gehören in die Wand, nicht in eine Rigipsplatte, und die Herstellerangabe zum Höchstgewicht ist keine Empfehlung, sondern eine Grenze.

Wie viel Platz braucht die Spielfläche?

Mehr, als die meisten einplanen. Für Bauen und Schienen braucht ein Kind eine zusammenhängende freie Fläche von mindestens anderthalb mal anderthalb Metern, und die sollte nicht mitten im Laufweg liegen. Ein Teppich markiert diese Zone besser als jedes Möbelstück. Praktisch heißt das oft: ein Möbel weniger. Ein Hochbett oder ein Bett an der Wand schafft genau diesen Platz und ist ab etwa sechs Jahren möglich, davor raten Hersteller wegen der Absturzgefahr davon ab.

Wie bekommt man Ordnung in ein Jungenzimmer?

Mit offenen Behältern statt geschlossenen Schränken. Was in eine Kiste geworfen werden kann, wird aufgeräumt, was einsortiert werden muss, nicht. Bewährt haben sich niedrige Regale mit Körben, flache Rollkisten unter dem Bett für Autos und Bausteine sowie Haken statt Bügel für Jacken. Wichtig ist außerdem, dass jedes Ding einen festen Platz hat, sonst ist Aufräumen für ein Kind eine unlösbare Aufgabe. Deko fürs Jungenzimmer gibt es von Wandtattoos bis Sternenprojektor.

Funktionieren diese Ideen auch für Mädchen?

Alle davon. Kletterwand, Hochbett, Werkbank, Regale in Bergform und eine Bauecke sind keine Frage des Geschlechts, sondern des Alters und der Interessen. Die Trennung in Jungen- und Mädchenzimmer betrifft in der Praxis fast nur Farben und Motive. Wer ein Zimmer für Geschwister plant oder es später weitergeben möchte, wählt neutrale Grundfarben und setzt die Persönlichkeit über Textilien, Bilder und Zubehör.

Titelfoto: cottonbro studio auf Pexels