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Ein Buch ist nichts für Babys? Dann lass dich überraschen. Stoffbücher sind weich, waschbar und dürfen in den Mund, und genau deshalb sind sie das erste Buch, das ein Kind wirklich selbst benutzt. Als Geschenk zur Geburt sind sie ein Klassiker.

Stoffbücher für Babys: das erste eigene Buch

Stoffbücher sind die ersten Bücher für Babys. Sie sind weich, waschbar und oft mit Knisterfolie, Beißecke und einem kleinen Spiegel ausgestattet. Ab etwa drei Monaten greifen Babys danach, richtig interessant werden sie zwischen sechs und achtzehn Monaten.

Bei uns hat mein Sohn mit vier Monaten angefangen, das Buch selbst in die Hände zu nehmen. Auf der ersten längeren Autofahrt hat das Knisterbuch dann einige Stunden überbrückt, und das allein hat den Kauf schon gelohnt.

Knisterbuch, Kuschelbuch oder Fühlbuch: was ist der Unterschied?

Knisterbücher haben eine Folie in den Seiten, die beim Drücken raschelt, das ist für die ersten Monate das Spannendste. Kuschelbücher sind dick gefüttert und zum Anschmiegen gedacht. Fühlbücher arbeiten mit verschiedenen Stoffen auf jeder Seite, von glatt bis rau, und werden ab etwa einem halben Jahr interessant. Viele Modelle kombinieren alle drei Eigenschaften.

Für zweisprachig aufwachsende Kinder eignen sich Bücher mit vielen einzelnen Motiven besonders gut, weil sich jedes Bild in beiden Sprachen benennen lässt, ohne dass ein Text dazwischenfunkt.

Die schönsten Stoff- und Knisterbücher für Babys

Ab null Monaten

Ab drei Monaten

Ab sechs Monaten

Ein Hinweis aus Erfahrung: Zwei Stoffbücher reichen völlig. Kleine Kinder wollen dasselbe Buch immer wieder, und ein volles Regal nutzt in diesem Alter niemand.

Ab wann versteht ein Baby ein Buch?

Verstehen im eigentlichen Sinn erst ab etwa einem Jahr, benutzen deutlich früher. In den ersten Monaten geht es um Kontraste, Geräusche und darum, etwas selbst festzuhalten. Deshalb haben gute Babybücher wenige, große Motive in klaren Farben und wenig Hintergrund. Ab etwa neun Monaten beginnen Kinder, gezielt Seiten umzuschlagen, und ab einem Jahr zeigen sie auf Dinge und wollen sie benannt bekommen. Genau dann wird aus dem Greifobjekt ein Buch.

Wie wäscht man ein Stoffbuch?

Die meisten Modelle dürfen bei 30 Grad in die Maschine, am besten in einem Wäschenetz und ohne Schleudern. Trocknen sollte das Buch flach und aufgeklappt, damit die Füllung nicht verklumpt und die Knisterfolie nicht bricht. Bücher mit eingenähtem Spiegel oder Rassel vertragen häufig nur Handwäsche, das steht auf dem eingenähten Etikett. Wichtig ist, das Etikett vor dem ersten Waschen zu lesen und nicht danach, denn ein einmal verzogenes Stoffbuch wird nicht wieder gerade.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Auf drei Dinge. Erstens die Nähte: Sie müssen fest sein, denn ein Stoffbuch wird gezogen und gekaut. Zweitens Kleinteile wie angenähte Bänder, Knöpfe oder Perlen, die sich lösen könnten. Drittens das Prüfzeichen: Ein Hinweis auf die europäische Spielzeugnorm EN 71 gehört auf die Verpackung, denn ein Buch, das im Mund landet, ist rechtlich Spielzeug und kein Buch. Und ein Blick auf die Altersangabe lohnt sich, weil Modelle ab null Monaten bewusst ohne alles gebaut sind, was abgehen kann.

Welches Buch schenkt man zur Geburt?

Am besten eines, das lange hält, und dazu eines, das gleich benutzt werden kann. Ein Stoffbuch für die ersten Monate und ein schönes Pappbilderbuch für das zweite Jahr sind zusammen ein rundes Geschenk. Wer etwas Persönliches möchte, schreibt eine Widmung mit Datum auf die erste Innenseite, denn genau diese Bücher wandern später in die Kiste mit den Erinnerungen.

Wie viele Bücher braucht ein Baby?

Sehr wenige, dafür immer wieder dieselben. Kleine Kinder mögen Wiederholung, ein Buch wird über Wochen jeden Abend verlangt und erst dann wird es langweilig. Fünf bis acht gut ausgewählte Bücher reichen im ersten Jahr völlig. Praktischer als ein volles Regal ist ein kleiner Korb mit wenigen Büchern, aus dem alle paar Wochen getauscht wird, denn was ein Kind sehen kann, holt es sich auch.

Titelfoto: Nappy auf Unsplash