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Ganz oben auf der Liste der Babyerstausstattung steht bei dir mit Sicherheit das Baby- oder Beistellbett. Und mittlerweile gibt es viele süße Varianten fürs Schlafzimmer, Kinder- oder Wohnzimmer. Doch, was passt am besten zu deiner Einrichtung?

Babybett kaufen: die drei Bauarten

Für die erste Zeit gibt es drei Bauarten: das Beistellbett, das direkt am Elternbett steht, die kleine Wiege für die ersten Monate und das klassische Gitterbett, das bis ins Kleinkindalter hält. Wichtiger als das Aussehen sind die Matratze, der Lattenrostabstand und ein Bett ohne alles, was hineinfallen kann.

Welches Bett wann sinnvoll ist

Die meisten Familien brauchen nicht ein Bett, sondern nacheinander zwei. Was zuerst kommt, hängt davon ab, wo das Kind in den ersten Monaten schlafen soll.

Beistellbett für die erste Zeit

Es steht mit offener Seite direkt am Elternbett und wird an dessen Rahmen befestigt. Das erleichtert das nächtliche Stillen erheblich, weil niemand aufstehen muss. Beim Kauf eines Beistellbetts ist die Höhenverstellung entscheidend: Die Liegefläche muss exakt auf Matratzenhöhe des Elternbetts kommen, sonst entsteht eine Stufe oder ein Spalt. Bei Boxspringbetten ist das der häufigste Stolperstein, dafür gibt es besonders hohe Modelle.

Genutzt wird ein Beistellbett meist sechs bis neun Monate. Danach ist es zu klein, und viele Kinder werden ohnehin mobil.

Wiege und Stubenwagen

Klein, leicht und meist auf Rollen. Der Vorteil ist die Beweglichkeit: Das Kind schläft tagsüber dort, wo die Eltern gerade sind. Eine Wiege oder ein Stubenwagen wird allerdings noch schneller zu klein als ein Beistellbett, oft schon nach vier bis fünf Monaten. Wer den Platz hat, leiht sie sich besser, als sie zu kaufen.

Das Gitterbett, das mitwächst

Der Klassiker im Maß 70 mal 140 Zentimeter, und für die meisten das einzige Bett, das wirklich gebraucht wird. Ein mitwachsendes Babybett lässt sich in mehreren Stufen anpassen und am Ende zum Juniorbett umbauen. Achte auf drei Dinge:

  • Der höhenverstellbare Lattenrost. Oben für das Neugeborene, das man nicht tief hinunterlegen möchte, unten spätestens, sobald sich das Kind aufsetzt.
  • Herausnehmbare Sprossen. Zwei bis drei Stäbe lassen sich entfernen, sobald das Kind allein hinein und hinaus soll. Ohne diese Möglichkeit endet das Bett früher.
  • Der Sprossenabstand. Zwischen 4,5 und 6,5 Zentimetern. Enger passt kein Fuß hindurch, weiter kann der Kopf hindurchrutschen.

Was du beim Kauf noch bedenken solltest

Unbehandeltes Massivholz oder eine Lackierung nach Spielzeugnorm ist wichtiger als das Design, weil Babys am Bettrand kauen, sobald die Zähne kommen. Nestchen und Betthimmel gehören aus Sicherheitsgründen nicht in ein Babybett, solange das Kind nicht selbstständig sitzt.

Und die Rollen sind kein Detail: Ein Bett auf Rollen lässt sich zum Wischen wegschieben, ein Bett ohne muss getragen werden.

Welche Matratze gehört in ein Babybett?

Eine feste, dünne Matratze, die genau in den Rahmen passt. Zwischen Matratze und Rand darf kein Spalt bleiben, in den ein Kind rutschen kann, als Faustregel gelten höchstens zwei Zentimeter. Die Matratze soll fest sein: Drückt man mit der Hand hinein und bleibt eine deutliche Mulde, ist sie zu weich. Weiche Auflagen, Kissen, Nestchen und dicke Decken gehören im ersten Lebensjahr nicht ins Bett, weil sie das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöhen. Ein Schlafsack ersetzt die Decke und ist die sicherste Lösung.

Wann wechselt ein Baby vom Beistellbett ins eigene Bett?

Meistens zwischen dem sechsten und dem neunten Monat, spätestens wenn das Kind sich aufsetzen oder hochziehen kann. Ab dann sind die niedrigen Ränder eines Beistellbetts nicht mehr sicher. Fachgesellschaften empfehlen, dass ein Baby im ersten Lebensjahr im Zimmer der Eltern schläft, aber im eigenen Bett. Das Gitterbett kann von Anfang an dort stehen, dann fällt der Wechsel später leichter. Höhenverstellbare Beistellbetten lassen sich an die meisten Bettrahmen anschrauben.

Worauf achtet man bei einem Gitterbett?

Auf vier Maße. Der Abstand zwischen den Stäben muss zwischen 4,5 und 6,5 Zentimetern liegen, damit ein Kopf weder hindurchpasst noch stecken bleibt. Der Lattenrost sollte höhenverstellbar sein, damit er später abgesenkt werden kann, sobald das Kind steht. Herausnehmbare Schlupfsprossen sind praktisch für den Übergang zum eigenständigen Aussteigen. Und das Bett sollte der Norm DIN EN 716 entsprechen, das steht auf dem Etikett oder in der Anleitung. Von gebrauchten Betten mit unbekannter Herkunft, abblätterndem Lack oder fehlender Anleitung ist abzuraten.

Wie lange hält ein Babybett?

Ein klassisches Gitterbett in 70 mal 140 Zentimetern hält bis etwa drei Jahre, viele Modelle lassen sich danach zum Juniorbett umbauen. Wiegen und Stubenwagen sind nach vier bis sechs Monaten zu klein und lohnen sich deshalb vor allem gebraucht oder geliehen. Wer nur ein Bett kaufen möchte, nimmt das Gitterbett und überbrückt die ersten Monate mit einem Beistellbett aus zweiter Hand.

Titelfoto: Fadime Demirtaş auf Pexels