In der 34. Schwangerschaftswoche dreht sich bei mir aktuell alles um die Kliniktasche. Die Baby-Klamotten sind gewaschen, jetzt muss nur noch alles eingepackt werden. Aber was gehört eigentlich in die Krankenhaustasche für Rio de Janeiro?

Kliniktasche packen: das Wichtigste

In die Kliniktasche gehören Mutterpass, Versichertenkarte und Personalausweis, bequeme Kleidung, Stillbekleidung, Hausschuhe, Zahnbürste und ein Ladekabel. Für das Baby reichen ein Body, ein Strampler und eine Mütze. Der wichtigste Gegenstand liegt allerdings nicht in der Tasche, sondern im Auto: der Kindersitz.

Vlog: Das gehört in die Kliniktasche für Rio de Janeiro!

Nachdem wir 2 Krankenhäuser in Rio de Janeiro besucht haben, wissen wir nun auch, was im Falle der bevorstehenden Geburt alles mitgebracht werden muss. Im Vlog dieser Woche zeige ich dir, wie meine Kliniktasche aussieht.

Falls du wissen möchtest, wo du all die Sachen für dein Baby, die Decken, Mulltücher und Accessoires kaufen kannst, dann klicke einfach auf die unten stehenden Links.

Das befindet sich in meiner Kliniktasche:

Für die Mama

  • 2 Pyjamas oder Nachthemden (bestenfalls vorne zum Aufknöpfen)
  • 2 Still-BHs
  • 4 weite Unterhosen
  • 1 Paar Flip-Flops/Havaianas
  • 1 Stilltuch von Bébé au Lait
  • Waschtasche mit den persönlichen Hygieneartikeln
  • Einen Gurt oder eine straffende Unterhose für die Zeit nach der Geburt (optional)

Für das Baby

Wann packt man die Kliniktasche?

Ab der 35. Schwangerschaftswoche, spätestens in der 36. Etwa jedes zehnte Kind kommt vor der 37. Woche, deshalb ist früher besser als später. Stelle die Tasche an einen Platz, den auch dein Partner oder deine Partnerin findet, und schreibe eine kurze Liste dazu mit den Dingen, die erst im letzten Moment hineinkommen, also Handy, Ladekabel und Kulturbeutel. Praktisch sind zwei Taschen: eine kleine für den Kreißsaal und eine größere für die Tage danach, die notfalls jemand nachbringen kann.

Was braucht man wirklich und was nicht?

Gebraucht werden bequeme, weite Kleidung, in der man stillen kann, dunkle Unterwäsche zum Wegwerfen, dicke Socken, Hausschuhe mit Sohle, Lippenpflege und ein Haargummi. Nicht gebraucht wird fast alles, was auf langen Listen steht: Kliniken stellen Windeln, Wickelunterlagen und meistens auch Kleidung für das Neugeborene. Frage vorher nach, was gestellt wird, das spart die Hälfte des Gepäcks. Für die Heimfahrt braucht das Baby dann eigene Kleidung passend zur Jahreszeit und den Kindersitz.

Was ändert sich bei einer Geburt im Ausland?

Vor allem die Papiere und die Sprache. Kläre vorher, welche Dokumente die Klinik braucht und wie die Beurkundung der Geburt abläuft, denn für einen deutschen Pass oder eine Namensführung nach deutschem Recht sind zusätzliche Schritte über die Botschaft nötig. Praktisch hilft eine Liste mit den wichtigsten Begriffen in der Landessprache und eine Person, die im Zweifel übersetzt. Und packe eine Vollmacht ein, falls jemand anders Unterlagen für dich abholen muss.

Was gehört in die Tasche für die Begleitperson?

Deutlich mehr, als die meisten denken, denn eine Geburt kann lange dauern. Sinnvoll sind Essen und Getränke, weil die Cafeteria nachts geschlossen ist, ein Wechselshirt, Kleingeld oder eine Karte für Parkhaus und Automaten, ein Ladekabel und etwas zu lesen. Bequeme Schuhe gehören ebenfalls dazu, denn im Kreißsaal steht man viel. Und ein aufgeladenes Telefon ist die wichtigste Einzelheit, weil danach viele Menschen darauf warten.

Wann sollte man in die Klinik fahren?

Beim ersten Kind meistens, wenn die Wehen etwa eine Stunde lang regelmäßig alle fünf Minuten kommen und jeweils rund eine Minute dauern. Sofort losfahren sollte man bei Blutungen, bei einem Blasensprung mit grünlichem Fruchtwasser, wenn das Kind sich deutlich weniger bewegt oder wenn die Klinik es aus anderen Gründen vorgegeben hat. Bei einem Blasensprung ohne Wehen gilt in vielen Kliniken die Empfehlung, sich zeitnah vorzustellen. Im Zweifel gilt immer: dort anrufen, wo entbunden wird, denn die Vorgaben unterscheiden sich von Haus zu Haus.