Werbehinweis: Dieser Beitrag enthält Partnerlinks. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis derselbe.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Irgendwann Ende November wird es früh dunkel, und plötzlich will jemand basteln. Nicht irgendwann, sondern jetzt, am liebsten mit Glitzer. Und du überlegst, was davon in einer Woche noch hängt und was du am 27. Dezember heimlich wegwirfst.

Hier stehen zehn Ideen für Weihnachtsdeko, die Kinder wirklich selbst machen können, sortiert nach Alter. Dazu die ehrliche Antwort darauf, was hält und was nicht.

Welche Weihnachtsdeko können Kinder selbst basteln?

Alles, was aus Papier, Salzteig, Filz oder Naturmaterial besteht und ohne heiße Klebepistole auskommt. Ab zwei kleben und stempeln Kinder, ab vier schneiden sie, ab sechs falten und fädeln sie. Was Kinder nicht selbst machen können, sollten sie auch nicht angefangen bekommen: Halb fertige Deko wird nie fertig.

Ab 2 Jahren: kleben, stempeln, drücken

  • Salzteig-Anhänger. Zwei Teile Mehl, ein Teil Salz, ein Teil Wasser. Ausrollen, ausstechen, Loch mit einem Strohhalm, bei 100 Grad zwei Stunden trocknen. Halten Jahre und werden von allein zum Erbstück.
  • Der Handabdruck-Baum. Grüne Farbe auf die Hand, auf Papier drücken, Finger nach oben. Mit Datum auf der Rückseite. Man macht ihn ein einziges Mal pro Jahr und hat später eine Reihe.
  • Fensterbilder aus Transparentpapier. Schnipsel auf ein Stück selbstklebende Folie, zweite Folie darüber, außen eine Form ausschneiden. Kein Kleber, kein Warten.
  • Die beklebte Kugel. Eine schlichte Kugel, Kleber, Papierschnipsel oder Wolle. Sieht wild aus und hängt trotzdem am Baum.

Ab 4 Jahren: schneiden und gestalten

  • Papiersterne. Aus quadratischem Papier gefaltet und einmal eingeschnitten. Der Moment des Aufklappens ist der eigentliche Reiz, und er funktioniert jedes Mal.
  • Die Papierkette. Streifen zu Ringen kleben, ineinander. Anspruchslos, endlos, und Kinder machen sie stundenlang. Eine Kette quer durchs Zimmer ist ab vier ein realistisches Projekt.
  • Orangenscheiben. Dünn schneiden, bei 80 Grad drei Stunden im Ofen trocknen, auffädeln. Riecht im ganzen Haus, und das ist der halbe Zweck.
  • Der Tannenzapfen-Baum. Zapfen grün tupfen, kleine Perlen aufkleben, auf einen Korken stellen.

Ab 6 Jahren: falten und fädeln

  • Der Stern aus Butterbrottüten. Sieben Tüten mit dem Boden nach unten aufeinanderkleben, ein Klebestrich unten quer und einer in der Mitte senkrecht. Dann oben eine Spitze schneiden und links und rechts ein Dreieck herausschneiden. Die erste und die letzte Tüte zusammenkleben, auffalten, fertig. Sieht aus wie ein Scherenschnitt, braucht aber nur Kleber und eine gerade Schere, und ein Sechsjähriger schafft ihn allein.
  • Die Girlande aus Filz. Formen ausschneiden und auffädeln. Filz franst nicht, verzeiht also krumme Schnitte, und die Girlande hält Jahre.

Wer nicht alles einzeln besorgen will: Weihnachts-Bastelsets für Kinder enthalten meist Vorlagen, Papier und Kleber im Paket, und für einen Nachmittag ohne Vorbereitung ist das die Rettung.

Was hält und was nicht

Idee Hält Warum
Salzteig Jahre trocknet durch, wenn er dünn genug ist
Filzgirlande Jahre franst nicht, verzieht sich nicht
Papierstern eine Saison wird beim Einpacken gedrückt
Orangenscheiben eine Saison werden weich und dunkel
Watte und Glitzer Tage fällt ab und liegt überall

Die letzte Zeile ist der Grund, warum ich Glitzer nicht mehr kaufe. Er verspricht das schönste Ergebnis und liegt bis Ostern zwischen den Dielen.

Vier Dinge, die den Nachmittag besser machen

  • Alles vorher hinlegen. Ein Kind, das während des Bastelns zehn Minuten warten muss, weil du die Schnur suchst, ist danach weg.
  • Eine Wachstuchdecke. Der Unterschied zwischen entspannt und aufpassen.
  • Ein Ort, wo das Fertige hinkommt. Eine Leine mit Klammern an der Wand. Ohne den fällt alles auf einen Haufen und wirkt wertlos.
  • Nichts verbessern. Der schwerste Punkt. Ein Stern, den du nachschneidest, gehört danach dir.

Häufige Fragen

Wie wird Salzteig richtig hart?

Bei niedriger Temperatur und lange: 100 Grad Umluft, zwei bis drei Stunden, je nach Dicke. Höhere Temperaturen lassen ihn aufgehen und reißen. Wer keine Zeit hat, lässt ihn zwei Tage an der Luft liegen, das funktioniert genauso.

Womit bemalt man Salzteig?

Nach dem Trocknen mit Acrylfarbe, davor kann man die Farbe auch in den Teig kneten. Zum Schluss ein Überzug aus Klarlack oder Haarspray, sonst zieht der Teig Feuchtigkeit und wird mit den Jahren wellig.

Ab wann können Kinder mit einer Heißklebepistole arbeiten?

Mit einem Niedrigtemperatur-Gerät und unter Aufsicht ab etwa acht Jahren. Darunter besser Flüssigkleber oder doppelseitiges Klebeband. Die meisten Ideen auf dieser Seite kommen bewusst ohne aus.

Wie hebt man Kinderbasteleien am besten auf?

Flach in einer Schachtel, mit Zeitungspapier zwischen den Lagen, und mit Jahreszahl beschriftet. Papiersterne überleben das Einpacken selten, deshalb lieber fotografieren und im nächsten Jahr neu machen.

Was tun mit den Bergen von Gebasteltem?

Ehrliche Antwort: Nicht alles behalten. Ein Stück pro Kind und Jahr in eine Kiste, der Rest wird verschenkt, an Großeltern, Nachbarn, die Kinderarztpraxis. Verschenken ist für Kinder eine viel bessere Erfahrung als Aufbewahren, und es löst das Platzproblem gleich mit.

Weiterlesen

Titelfoto: Runa Teredesai auf Unsplash