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Passend zu unserer Woche im Dekofieber, kommt hier ein kleiner dekorativer Beitrag zur Rubrik Baby-Erstausstattung. Vielleicht erwartest du gerade dein erstes Kind oder ein kleines Geschwisterchen hat sich angekündigt? Dann wird es Zeit, sich so langsam mit der Einrichtung des Babyzimmers zu beschäftigen oder zumindest schon einmal Ausschau nach superschöner Dekoration zu halten.
Wozu braucht ein Baby ein Mobile?
Als erstes Ding, das sich bewegt und dem ein Baby mit den Augen folgen kann. In den ersten Monaten sieht es vor allem Kontraste und langsame Bewegung, und genau das übt ein Mobile. Es beruhigt außerdem beim Wickeln. Sobald das Kind danach greifen kann, kommt es weg, spätestens wenn es sich aufstützt.
Welches Mobile passt: die vier Bauarten
Mobiles unterscheiden sich weniger im Motiv als im Material, und daran hängt, was sie können.
Gehäkelt oder aus Filz
Die verbreitetste Bauart. Figuren aus Wolle oder Filz sind leicht, drehen sich schon bei wenig Luftzug und wirken warm. Ein Mobile aus Filz staubt allerdings, und waschen lässt es sich kaum. Wer empfindliche Kinder hat, hängt es besser über die Wickelkommode als über das Bett.
Aus Holz
Klare Formen, meist unbehandelt oder mit Speichellack lackiert. Ein Mobile aus Holz hält länger als jede andere Bauart und lässt sich abwischen. Es ist aber schwerer, deshalb kommt es an eine feste Aufhängung und nicht an einen Klebehaken.
Aus Papier
Origami, Kreise, geometrische Formen. Sehr leicht, sehr günstig, und die einzige Bauart, die sich in zehn Minuten austauschen lässt, wenn sie langweilig wird. Papier verzieht sich bei feuchter Luft, im Bad also ungeeignet.
Mit Spieluhr
Ein Mobile mit Spieluhr dreht sich von selbst und spielt Musik. Das ist der Unterschied zum klassischen Mobile: Es braucht keinen Luftzug. Zwei Dinge solltest du vorher wissen. Erstens läuft das Werk nach dem Aufziehen etwa drei Minuten, elektrische Modelle länger. Zweitens gewöhnen sich manche Kinder daran und schlafen ohne nicht mehr ein.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Das Gewicht. Alles, was über dem Bett hängt, muss halten. Leichte Modelle aus Filz oder Papier verzeihen einen Klebehaken, Holz nicht.
- Die Aufhängung. Manche Mobiles kommen mit Halterung, viele nicht. Eine Mobile-Halterung fürs Babybett wird am Gitter befestigt und lässt sich zur Seite schwenken, das erleichtert das Hineinlegen erheblich.
- Die Fäden. Sie sollen kurz sein. Alles, was das Kind erreichen kann, ist kein Mobile mehr, sondern Spielzeug, und lange Fäden über einem Bett sind ein Risiko.
- Die Ansicht von unten. Das Kind sieht das Mobile von unten, nicht von der Seite. Viele Modelle sehen im Regal gut aus und zeigen von unten nur Fäden und Unterseiten. Achte auf Figuren, die auch unten gestaltet sind.
- Waschbarkeit. Über der Wickelkommode landet früher oder später etwas auf dem Mobile. Abnehmbare Anhänger sind praktischer als fest verbundene.
Kaufen oder selber machen?
Beides hat seinen Platz. Gekauft ist es in fünf Minuten aufgehängt und wirkt fertig. Selbst gemacht kostet einen Nachmittag, lässt sich genau auf das Zimmer abstimmen und ist als Geschenk zur Geburt etwas anderes als ein Karton.
Wer basteln möchte, findet in unserem Beitrag zum Baby-Mobile selber basteln die Anleitung in fünf Schritten, Vorlagen zum Ausdrucken und zwölf Ideen nach Material sortiert.
Wo hängt man ein Mobile richtig auf?
Über den Füßen oder seitlich, nicht direkt über dem Gesicht, und etwa 30 bis 40 Zentimeter über dem Kind. Direkt über dem Kopf führt dazu, dass das Baby die Augen dauerhaft nach oben verdreht. Der beste Platz ist meist der Wickeltisch, weil das Kind dort wach liegt und etwas zu sehen braucht. Wichtig ist eine sichere Befestigung: Ein Mobile gehört so montiert, dass es nicht herunterfallen kann, auch wenn jemand daran zieht.
Ab wann und bis wann ist ein Mobile sinnvoll?
Ab etwa der vierten bis sechsten Lebenswoche, denn vorher kann ein Baby noch nicht scharf genug sehen, um etwas davon zu haben. Interessant bleibt es bis ungefähr fünf Monate. Danach wird es zur Gefahr statt zum Spielzeug, weil das Kind greift, zieht und sich aufstützt. Spätestens wenn ein Baby sich auf Hände und Knie stemmen kann, kommt jedes Mobile aus dem Bett. In größerer Höhe an der Zimmerdecke darf es hängen bleiben, dann ist es Dekoration.
Welche Farben sieht ein Neugeborenes?
Anfangs vor allem starke Kontraste, also Schwarz gegen Weiß und einfache klare Formen. Farben werden im Lauf der ersten Monate nach und nach unterscheidbar, kräftige Töne wie Rot früher als zarte Pastelltöne. Für die ersten Wochen ist ein kontrastreiches Mobile deshalb interessanter als ein zart getöntes, so schön das im Zimmer aussieht. Nach etwa drei Monaten kehrt sich das um, dann wird alles interessant, was sich bewegt.
Mobile mit Musik oder ohne?
Für den Anfang eher ohne. Ein Mobile, das sich langsam im Luftzug dreht, verlangt vom Baby genau die richtige Menge Aufmerksamkeit. Musik und Licht kommen als zusätzliche Reize dazu, und viele Babys werden davon eher aufgedreht als ruhig. Wenn Musik, dann leise, kurz und immer dieselbe, denn dann wird daraus ein Signal fürs Einschlafen. Selbst gebaute Mobiles aus Filz, Papier oder Holz erfüllen den Zweck genauso wie gekaufte.
Titelfoto: Tamás Csaba Kádár auf Pexels